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Belgien zahlt Putzfrau

Belgien zahlt deine Putzfrau

Wer hätte das gedacht, dass die Belgier einen solchen Wert auf Reinlichkeit legen und ihren Bürgen eine Putzfrau zahlen?

Um die Schattenwirtschaft zu verringern wurde 2004 ein Programm gestartet, dass unqualifizierte und langzeitarbeitslose Arbeitskräfte wieder ins Berufsleben bringen soll. Das ganze funktioniert über ein Gutscheinsystem. Jeder, der in Belgien gemeldet ist kann Gutscheine im Wert von 6,70€ für eine Stunde Arbeit kaufen. Das kann entweder putzen, andere Hausarbeit oder Nachbarschaftshilfe sein. Die „Putzkraft“ wird dann von einer „Gutscheinfirma“ eingestellt. Diese „Gutscheinfirma“ erhält dann vom belgischen Staat noch zusätzlich 14,30€ – also insgesamt kostet eine Putzstunde 21€.

Für Verbraucher ist dies ein super Konzept, denn eine noch günstigere Putzfrau, die für 6,70€ arbeitet ist schwer zu finden. Ich würde sehr gerne eine Putzfrau für meine Studentenbude haben.

Für mich stellt sich nun die Frage: Kann das für den Staat ökonomisch sein?

507,8 Millionen hat der belgische Staat 2006 dafür bezahlt, dass die Putzfraue nicht mehr schwarz arbeitet. Allerdings erhalten die Putzfrauen von dem Betrag nur ungefähr 11€ und die „Gutscheinfirmen“ die restlichen 10€. Dennoch beschweren sie sich, dass mit 10€ eine Verwaltung fast unmöglich sei. Es wäre kein Geld mehr um die Mitarbeiter fortzubilden, denn sie müssten von dem Geld die Fahrtkosten und Essensgutscheine zahlen. Meiner Meinung nach ist eine Regelung durch den Staat in dem Niedriglohnsektor gar nicht effizient. Was meint ihr dazu?

Quelle: http://www.eurofound.europa.eu/areas/labourmarket/tackling/cases/be004.htm

Bild: pixabay
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