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Bankpraktikant in London stirbt

Bankpraktikant stirbt in London

Bankpraktikant stirbt in London, Kommentar:

Medienberichten zu Folge ist ein 21 jähriger Student der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar nach nächtelangem Durcharbeiten gestorben. Er war Praktikant bei der Bank of America in London und wollte, wie wir alle, einen Einblick ins Berufsleben bekommen.

Unser Beileid an seine Familie, sowie all seine Freunde. Es macht mich traurig und nachdenklich, von solch einem Ereignis in der Zeitung zu lesen.

Wie viele Studenten der wirtschaftsorientierten Fächer, hat er ein Praktikum in den Semesterferien gemacht. Doch wie kommt es, dass er so viel Zeit auf der Arbeit verbracht hat? Ganz erklären kann das wohl keiner, denn die Motivationsgründe sind für jeden anders.

Man sagte dem Praktikant der Bank of America nach, dass er einer der Besten war.

Es können die Erwartungen sein, die man an sich selbst stellt, dem Ruf seiner Uni gerecht zu werden und zu den Besten zu gehören, die einen zu solchem Handeln antreiben. Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit es überhaupt zugelassen wird, dass ein Praktikant so lange durcharbeitet. Auch ohne 24 Stundenschichten muss es möglich sein, zu glänzen und seine Fähigkeiten zu präsentieren.

Momentan mache auch ich ein Praktikum, vollkommen unbezahlt stehe ich jeden Morgen auf, um mehr von der Arbeitswelt zu erfahren. Mit dem Ziel möglichst viel zu lernen und auch Kontakte für die Zukunft zu knüpfen. Da ist es doch klar, dass man einen guten Eindruck hinterlassen will und anständig arbeitet, damit man später ein gutes Zeugnis mitnehmen kann. Wenn mein Chef mich bittet eine Aufgabe zu erledigen, versuche ich dies so schnell ich kann, auch wenn das heißt, heute ein bisschen länger in der Firma zu sein. Der Grund dafür ist nicht, dass ich so mehr lerne als in den 8 Stunden Arbeit zuvor, sondern ich kann zeigen, dass ich fleißig, ehrgeizig und zielstrebig bin. Albern ,wenn ich ehrlich zu mir selbst bin.

Auch in der Uni heißt es: „Beschwert euch nicht über die vielen Aufgaben, denn ihr müsst euch schon mal an die Arbeitslast gewöhnen. Ansonsten werdet ihr nie Manager und eventuell solltet ihr, wenn euch das nicht liegt, euer Studium überdenken.“ An manchen „Elite“ Unis spricht man intern nicht von lernen, sondern „burnen“, so z.B. an der Universität in Vallendar.

Weg vom Druck!

Sich in Praktika aufopfern, und langes Lernen, um sich an mindestens 12 Stunden Tage zu gewöhnen. Sollte das wirklich etwas sein, zum dran „gewöhnen“? Soll so unser tolles Manager Leben aussehen, wovon wir träumen? Wir entscheiden, wie unsere  Zukunft aussieht; nicht all diejenigen, die heute 50 sind und unsern zukünftigen Job innehaben. Wir sollten uns nicht unter diesen Druck setzen, damit die teils utopischen Erwartungen der Chefetage und Anleger erfüllt werden und wir nichts mehr von unserm Leben haben!

Bildquelle: London Business District, Blick in den Himmel zwischen zwei Bürogebäuden
http://www.flickr.com/photos/[email protected]/506202234/
 
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