Mr Perfect (Kapitel 5) - Studiblog
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es ist perfekt

Mr Perfect (Kapitel 5)

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Ich wollte eigentlich gar nicht mehr aufhören… Denn ich hatte die Kontrolle und konnte mir nehmen was ich brauchte. Ich hätte Stunden auf ihm sitzen bleiben können. Anfangs bewegte ich mein Becken nur langsam vor und rückwärts, hoch und runter.

Ich merkte bereits sehr schnell, dass er eher der Softe war. Denn statt schmutziger Worte, gab es intensive und liebevolle Blicke. Ich mag es jedoch gerne etwas härter. Also wechselte ich einfach die Seite und schlüpfte in die Rolle des dominanten Parts. Wäre nicht das erste Mal… Ich tat all das, was mir gefallen würde und probierte mich durch, um heraus zu finden worauf er steht.

Meine Bewegungen wurden stetig schneller und schneller. Mit der linken Hand stützte ich mich an seinem angewinkelten Knie ab, um mehr Wucht in meine Stöße zu bringen. Bäm, bäm, bäm. Als Frau einen Mann richtig durch zu ficken, gibt ihr ein unbezahlbares Gefühl von Macht. Mit der rechten Hand packte ich ihn am Kopf und zog ihn bei den Haaren hoch zu mir. Er biss die Zähne zusammen, das verlieh seinem Gesicht einen schmerzverzerrten Ausdruck. „Oh, mein Gott, ja!“, schrie er.

Was ein Spaß!

Die Antwort, ob es ihm gefällt, hätte nicht treffender sein können. Ich verlangsamte das Tempo wieder, ließ seinen Kopf mit Schwung ins Kissen zurück fallen. Mit schneller Atmung fuhr ich runter um ihn zu küssen. Dabei bewegte mein Becken sich kaum, dadurch spürte ich wie er in mir zuckte. Dann sah ich ihm tief in die Augen, glitt mit der rechten Hand zu seinem Hals und umschlang ihn ohne jeglichen Druck. Sein Blick hielt an mir fest, die Brauen zogen sich verunsichert runter. Mir war als sehe ich einen leichten Anflug von Panik in seinen hellen Augen, dessen Farbe sich nicht genau definieren lässt, aufflackern. Ich nickte ihm lächelnd zu als wolle ich sagen: Oh ja, du denkst richtig! Ich richtete mich auf, drückte ihm den Hals zu und bewegte mich gekonnt auf und ab. Ringend nach Luft warf er seinen Kopf hin und her und krächzte. Dann ließ ich los und legte wieder den harten Gang ein, um ihm nicht mal die Gelegenheit auf ruhiges Atmen zu gönnen. Was ein Spaß.

Mal sehen wie ihm das gefällt… Noch auf ihm drehte ich mich um, sodass ich rückwärts auf ihm saß. „Was tust du da nur? Du bist so verdammt heiß!“, sagte er. Das Kichern verkniff ich mir. Er hatte also die beste Sicht auf meinen Arsch. Mit dem Wissen spielte ich und bot ihm all meine Bewegungskünste der Taille abwärts. Ich beugte mich so weit vor, dass er gerade noch mit der Spitze in mir war. Spannte meine Muskeln an und umschloss seinen Schwanz, dabei ließ ich mein Becken langsam kreisen. Seine Beine wurden steif, die Zehen rollten sich ein. Ich riskierte einen Blick über die Schulter. Sein Gesicht sprach Bände. Den Mund presste er fest zusammen, die Augen waren geschlossen. Verkrampft hielt er sich am Laken fest. Sehr gut. Ich packte mir zwischen die Beine, schnappte seinen Schwanz am Schaft und hielt ihn fest. Dann schoss ich mit einem Hieb wieder runter, sodass er wieder ganz in mir war. Er stöhnte, ich stöhnte. „Du hast echt so einen geilen Arsch!“, bemerkte er als er danach griff.

„Leg dich hin“

flüsterte er mir zu als ich über die Schulter zu ihm runter sah. Ich war etwas erschöpft und nahm den Vorschlag für den Stellungswechsel erfreut entgegen. Mit gespreizten Beinen wartete ich darauf, dass er sich auf mich legte. Ich liebe das Gewicht eines Mannes auf mir. Dabei betrachte ich gerne seine starken Schultern. Er war nicht sonderlich gut gebaut, dennoch fand ich seinen Körper einfach hinreißend. Endlich war er wieder in mir. Vorsichtig versuchte er den richtigen Winkel zu finden und achtete akribisch auf meine Reaktion. Anscheinend verriet mein Körper ihm schnell wie ich es mag.

Dann legte er stufenweise los und wurde immer schneller. Er traf genau den G-Punkt und von außen kam er mit dem Unterbauch genau an meine Perle. In mir wurde es warm. „Ich komme!“, stieß ich gerade noch hervor. Das Trip in mir begann mit dem ersten Orgasmus. Aber ich kam immer weiter.

Wie Wellen breitete sich die Energie im meinem Körper aus, mal gewaltig, mal sanfter, und erfasste mich im ganzen Sein: Nicht nur mein Äußeres, auch Geist und Seele wurden ergriffen von dieser kraftvollen, geschmeidigen orgasmischen Flutwelle.

Dank bestimmter Hormone haben Frauen nach dem Sex mit einem Mann sofort eine Bindung zu ihm. Ich zähle nicht zu der Sorte. Ich erlaube mir den Luxus, Männer wie Sexobjekte zu behandeln. Bisher hatte ich nie eine „Bindung“. Außer wenn Gefühle im Spiel waren natürlich. Ich kann Sex haben, wie ein Mann. Aber bei ihm war alles anders. Denn dies war der Zustand der Ekstase, in der ich eine ganz andere Dimension der Sexualität erfuhr: völlig gelöst von mir selbst und dabei gleichzeitig ein Gefühl des tiefen Einsseins, einer starken Verbindung mit mir selbst und dem Partner. Es fühlte sich unfassbar gut an und war dabei so beängstigend. Das alles war mir neu. Ihm anscheinend auch. „Was ist das nur mit uns?“, fragte er verzweifelt. Ich konnte nicht antworten…

Synchron!

Ich zog mich innerlich richtig zusammen, mein ganzes Becken bebte, meine Beine schlossen sich an und mein Oberkörper gab auch nach. Ich zitterte heftig. Anscheinend hielt er es nicht mehr aus und bei meinem letzten Orgasmus kam auch er. Dabei sah er so friedlich aus. Wir kamen zusammen und das beim ersten Mal. Erschöpft sanken wir in die Laken. Ich kuschelte mich in seine Achsel, legte meinen Kopf auf seine Brust, er umarmte mich und so schliefen wir nun immer ein. Es ist als hätte man das Märchen von Dornröschen neu geschrieben. Ich gefangen in einem Eisklotz, in dem ich mich wohl fühlte. Wie viele wirklich tolle Prinzen schon versucht haben, dieses Eis mit allen Mitteln zu brechen. Nicht mal einen Kratzer hinterließen sie, gaben auf und trugen bloß einen fiesen Gefrierbrand davon.

Mr Perfect jedoch versuchte es nicht einmal und schaffte es gar beiläufig binnen Sekunden (beim Sex!), das feste Eis in Wasser zu verwandeln. Da war ich nun. Schutzlos ohne mein Eis. Nackt.

Das Schlafzimmer war unsere kleine Welt, das Bett der Mittelpunkt dieser. Hier spielte sich alles ab: heißer Sex, multiple Orgasmen, regenerierender Schlaf und tiefgründige Gespräche. Außerhalb dieser sicheren kleinen Welt hätten wir nicht existieren können. Nie stand es zur Debatte, dass mehr aus uns werden wird. Es war bloß Sex, fantastischer Sex.

Wir hatten die perfekte Affäre

Am Wochenende wurde es zum Ritual, dass er nach dem Feiern bei mir Asyl suchte und ich ihn liebend gerne in Empfang nahm. In der Woche war ich bei ihm. Damals haben wir es abends vorm schlafen gemacht. Wenn er nachts wach wurde weckte er mich, indem er wie beim ersten Mal an meinem Ohr leckte und wir trieben es wieder. Manchmal wurde ich sogar wach und er hatte seine Hand schon in meiner Hose. Dabei befand er sich selbst noch im Halbschlaf. Dann am Morgen vor der Arbeit nochmal. Es war herrlich! Es war intim, vertraut und wunderbar entspannt. Wir fickten uns den Verstand aus der Birne. Wie gesagt es war die beste Affäre die ich je hatte.

So hier jetzt bitte einmal das Geräusch vom Zonk vorstellen. Habt ihr? Okay! Ihr kennt dieses unsichere Gefühl, welches man den Kandidaten förmlich ansieht. Hoffen, bangen und beten, dass hinter Tür drei der fette Sportwagen bereit steht. Als Zuschauer weiß man es selbstverständlich besser! Nein, nicht Tor drei, du Idiot!!! Und dann öffnen sich die Wände und da war sie: diese fette graue Plüsch-Ratte die gehässig für „verkackt, alter!“ stand. Döööööööööööödöööööööööööööööööööööö.

Die perfekte Affäre hielt gerade mal drei Monate an. Dann passierte es: Er änderte seinen Status bei Facebook von „Single“ zu „in einer Beziehung“. Ich sah das Lebensereignis, als ich grad einen Leerlauf in der Redaktion hatte. In großen blinkenden Lettern sprang es mir förmlich ins Gesicht! „Warte, was?“, sagte ich laut und schüttelte den Kopf. Die Kollegin am PC gegenüber linste neugierig hoch: „Was ist denn los?“ Statt ihr zu antworten, starrte ich wie eingefroren auf den Monitor. Vorgestern war ich doch noch bei ihm. So schnell geht das nicht, oder?

Ich beschloss ihn zu fragen

„Ja, es stimmt. War wirklich schön mit dir.“ lautete die peinliche „Mach´s gut“ Antwort im Messenger. Bastard. Ich sendete ihm die obligatorischen „ich-bin-überhaupt-nicht-angepisst-alles-okay-Mann“ Glückwünsche wie „Ich freu mich für dich! Alles Gute!“. Erwähnte ich das Wort Bastard schon? Nein? Bastard!!!

Ich widmete mich alten Notnägeln (kommen noch, keine Sorge!) ohne die gleiche Befriedigung zu erlangen. Ständig verglich ich. Gegen ihn waren alle, die ich bis dahin doch für fabelhaft hielt einfaches Mittelmaß. Das regte mich nur noch mehr auf. BASTARD! Es war nur Sex! Wieso hämmerte dann ständig diese eine Frage in meinem Kopf herum und drohte mein Hirn zu zermatschen: Wieso?

Zwei Wochen später. Freitag Nacht. Es klingelte. Ich erschrak und hielt es für irgendeinen betrunkenen Penner, der es witzig fand auf seinem Heimweg überall Klingelmäuschen zu spielen. Aber es hörte nicht auf. Minutenlang! Ich hatte mächtig Schiss. Es klingelte weiter! Ich nahm all meinen Mut zusammen und ging an die Gegensprechanlage. „Hallo?“, flüsterte ich nach draußen in die ungewohnt stille Bonner Innenstadt. „Baby!“, hauchte es blitzschnell zurück. Ich atmete tief ein, als ich noch am Hörer war, hing auf, atmete laut durch den Mund aus und öffnete die Türe. Er stand vor mir, sah mich ernst an, ohne einen Ton zu sagen. Wie in einem schrecklichen Schnulzen-Film, es fehlte bloß das kitschige Klaviergedudel im Hintergrund. Er hat einen richtigen Hang zum dramatischen. Das mag ich an ihm. Dann drückte er mich ganz fest. Ich bekam kaum Luft. Er strich durch mein zerzaustes Haar, sah mich an, gab mir einen Kuss auf die Stirn und seufzte. Verdammt hab ich ihn vermisst.

Fortsetzung folgt… –> hier geht es zu Teil 6

Cheers!

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Im Leben einer Frau gibt es viele Ereignisse die sie prägen. Nicht jene die man sich jetzt vorstellen mag wie den perfekten Mann zu treffen oder im Job befördert zu werden. Ich meine diese bei denen sich Frau schwört: nie wieder! Oder: bitte immer weiter!!! Ich rede über sexuelle Katastrophen und Highlights.

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