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Die Nacht mit Mr. Perfect

Mr Perfect (Kapitel 9)

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Der Morgen danach

Ein fieses durchdringendes Klingeln weckte mich mit einem erschrockenen Zucken aus meinem sowieso schon seichten Schlaf. Der Wecker! Ich lag noch in seinem Arm. Dann stand ich auf. Denn ich musste arbeiten. Der Herr drehte sich mit einem entspannten Schmatzen um und schlief weiter. Ich versuchte so wenige Geräusche wie möglich zu machen, packte mir ein paar Klamotten und sprang unter die Dusche. Jeder Tropfen, der aus der Brause auf meinem Kopf prasselte fühlte sich an wie ein Betonstein. Wie jedes Mal schwor ich mir vor einem Arbeitstag nie wieder zu trinken… Nun ja, den Tag möchte ich erleben. Als ich fertig war drückte ich ihm schnell einen Kuss auf die Stirn und zog die Türe hinter mir zu. Auf dem Weg zur Arbeit traf mich dann der Flashback der gestrigen Nacht wie ein Schlag, der mich mitten auf der Straße zum Stehen brachte.

Boom! Ist das wirklich passiert? Vielleicht habe ich es ja nur geträumt. Wer weiß schließlich war ich ja ziemlich betrunken. Ich nickte mir zu und ging entschlossen weiter. Und wenn doch, würde ich diese Angelegenheit wie eine Erwachsene angehen und sie schlichtweg ignorieren. Guter Plan!

Wobei… Ich gehe mit dem Wort Liebe leichtfertig um, wenn es um Schuhe geht, ja. Aber nicht im Bezug auf Männer. Bisher habe ich diese verdammten Worte nur einmal zu einem Mann, meinem Ex-Freund, gesagt. Zum Glück waren die Kopfschmerzen schlimmer als dieser Gedanke, etwas hinaus posaunt zu haben, was ich gar nicht wollte. Dummer Schachzug, meine Liebe! Die Arbeit lenkte mich ab.

Am Mittag hatte ich eine Nachricht von ihm auf dem Handy. Gerade muss er den gleichen Schlag ab bekommen haben, der mich bereits ein paar Stunden früher ereilte. Trotz Vorsprung hatte ich dennoch keine Antwort parat. Verdammt! „Alles cool mit uns, oder? Da haben wir wohl was gesagt, was wir nur aus dem Moment heraus sagen wollten. Ich liebe meine Freundin.“

Wichser

Ich musste mir diese kleinen Sätze circa zwanzig Mal durchlesen um sie zu begreifen. Mein Fazit: Wichser! Ihm den Rest seiner Liebesschwüre zu erzählen, machte nach der Nummer eh keinen Sinn mehr. Er würde alles leugnen. Bitte! „Ja, wir waren ziemlich betrunken.“, schrieb ich nüchtern zurück. Damit wurde die Sache als solche bis heute komplett tot geschwiegen. Was soll ich sagen? Ich wusste es selbst nicht. Ich weiß es heute nicht mal. Liebe ich diesen Mann? Oder ist es der Sex, der mein Hirn vernebelt und Hormone frei setzt, die mich das alles nur denken lassen. Doch wie kann es sein, dass ein Mann, der mich so berührt als hätte er dies sein ganzes Leben lang nur für mich geübt, nur eine einfache Affäre sein soll? All das konnte ich nicht begreifen…

Nichtsdestotrotz versuchten wir nach, diesem unangenehmen Sprechdurchfall Freunde zu bleiben. Ich glaube, dessen Grenzen hat er auch missverstanden. Denn er begann bei MIR über seine Freundin her zu ziehen. An sich nicht die feine englische Art, aber dies bei mir zu machen, verdient ein extra Sternchen im bereits randvollem Arschloch Heft. Ich kam nicht umhin mich zu fragen, ob er das mit Absicht tat oder einfach nur ein Ventil suchte. Hatte ich wohl all das was er an seiner anscheinend doch nicht so perfekten Freundin schätze. Dabei geht es hier nur um oberflächlichen Scheiß!

Das vierte Rad am Wagen

Eine andere Frau in meiner Position hätte sich sicher in einen Geier verwandelt. Der hungrig, aber geduldig über der verletzten Beziehung kreiste und seine Chance auf Frischfleisch witterte. Mit den richtigen Worten und Taten hätte man da ziemlich schnell alles zum Ende bringen können.

Ich wollte dies jedoch nicht. Auch wenn ihr mich jetzt für verrückt haltet, aber ich kam mir noch schäbiger vor. Wenn ich darüber nachdenke und es mein Freund wäre, der der Frau, die er heimlich fickt, sagen würde, dass ich mich gehen ließe und nicht mehr gut duften würde, treibt es mir schlagartig die Tränen in die Augen. Mir, die er nie im Alltag erlebte, die auch gerne mal aussieht wie ein Penner. Klar, sollte man sich nie gehen lassen. Aber für ihn war ich immer frisch gewaxt, geduscht und hergerichtet.

Der Knaller jedoch war diese Aussage: „Ich fühle mich dir emotional näher als ihr und ich schaffe es nicht, meine Gefühle für dich abstellen.“ Was bitte soll ich darauf antworten? Er soll bei seiner Freundin bleiben. Ich will doch nicht, dass sie sich trennen. Die Kluft zwischen den beiden wurde immer größer… Und ich wusste über alles Bescheid. Die Beziehung humpelte und ich war der Geier auf dem Ast, der dabei zusah, obwohl er es nicht wollte.

Schluss, aus und vorbei

Eines Tages schrieb er mir, dass Schluss mit seiner Freundin sei. Es tat mir wirklich leid. Dennoch war ich erleichtert, meines Karmas wegen. Er fragte ob er die Nacht zu mir kommen könne. Ich hatte kein gutes Gefühl dabei, war ich doch wieder mit meinem Jugend-Freund (nächstes Mal) zu Gange, den ich sehr mochte. Aber, da ich ja dachte, wir seien Freunde, willigte ich letztlich ein. Halb sechs morgens, es klingelte. Ich ließ ihn rein und legte mich wieder ins Bett. Er ging duschen und legte sich komplett nackt zu mir. Alles reine Provokation. Von Anfang an stellte ich klar, dass nichts laufen würde. Also was sollte das? Dann fing die Diskussion an. Herrgott. Und natürlich schlief ich mit ihm. Damit er den Mund hielt! Es war wieder einfach nur extrem gut.

Am nächsten Morgen, erzählte er mir, dass es alles geplante Taktik war. Eifersüchtig auf meinen Freund und austesten wollte, wozu er mich bringt. Ich war so wütend auf mich selbst. Auf einmal stellte ich alles in Frage was er je zu mir gesagt hat. Und auf einmal ergab alles einen Sinn. Das war es was ich gebraucht habe. Dieser Tritt in den Arsch!

Es wäre viel einfacher gewesen, wenn es nur um Sex gegangen wäre. Wenn er nicht ständig diese erfundene Gefühlsscheiße abgezogen hätte. Und wieder mal legte mich so etwas aufs Kreuz. Er wusste eben genau, was ein Mädchen hören will… Und schaffte es, mich damit zu knacken. Eigentlich bin ich ziemlich dumm, denn jemand der dich wirklich mag, fragt nicht zum zehnten Mal wie alt du bist, wo du arbeitest und was du gelernt hast. Jemand der dich mag, interessiert sich für dich.

Ich weiß noch von allem, was er mir gesagt hat. Ich hab ihn angehimmelt, wenn ich morgens nackt in seinem Arm lag und er mir etwas erzählte. Es war wundervoll. Hatte ich unterbewusst Gefühle für ihn? Sonst hätte ich nicht im besoffenen Kopf gesagt, dass ich ihn liebe. Aber zusammen sein wollte ich nicht mit ihm. Ich war auch irgendwie entspannt, dass er eine Freundin hatte. Vielleicht wusste ich im tiefsten Inneren auch, dass er mich verarscht…

Done! Done?

Hier geht es zu Kapitel 10

Cheers!

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