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Der ewige Kampf der Geschlechter

Zum ewigen Kampf der Geschlechter

Die Geschlechter können und wollen in Frieden und Liebe zusammenleben, dennoch trifft man immer wieder auf Sexismen. Sei es bei frustrierten Pick-Up-Artists, die Frauen zu Monstern stilisieren und sie zu Trophäen umdeuten oder bei männerfressenden Feministinnen, die es mit ihrem Kampf gegen das vermeintliche Patriarchat übertreiben und so das Gegenteil dessen erreichen, wofür Feminismus ursprünglich stand.

Sexismus ist kacke

Dabei sollte man es doch eigentlich wissen: Sexismus ist kacke und man kann ihn wirksam bekämpfen. Das hat die Frauenbewegung gut erkannt und hat damit große, wichtige Veränderungen eingeleitet. Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der jeder gleichberechtigt ist und in der keine dubiosen Vorurteile bestehen. Dafür brauchen wir jedoch weder ein Prostitutionsverbot, noch Frauenquoten, noch bevormundende Kritik an Schönheitsidealen qua Recht.

Was wir brauchen, ist rechtliche Gleichheit, den Schutz der Selbstbestimmung und das Bewusstsein in den Köpfen, dass Unterschiede im Lohn nicht an Vorurteile ohne Substanz gegründet sein sollten. Das ist einfach. Das ist umsetzbar. Rechtliche Gleichheit, kultureller Kampf gegen rassistische und sexistische Vorurteile.

Wir brauchen weder Femen, die einen Sexismus gegen Männer initiieren, indem sie Bilder von abgeschnittenen Hoden auf die Startseite ihrer Homepage stellen und meinen, ihre Deutung von Religionen wäre die einzig wahre Interpretation, noch Menschen, die meinen, das biologische Geschlecht, das sich durch Chromosomen bei allen nicht-intersexuellen Menschen eindeutig operationalisieren lässt, sei eine „soziale“ Konstruktion.

Zwang ist schlecht

Weil er das liberale System untergräbt, in dem selbstbestimmte Menschen sich begegnen. Das gilt bei Zwangsprostitution und beim Kopftuch, aber auch beim Schönheitsempfinden. Weil Zwang schlecht ist, braucht es auch keinen Zwang in die andere Richtung,  den manche Feministinnen fordern. Rechtlicher Zwang gegen Prostitution (Verbot), gegen die Einstellung von Männern (Quote) und gegen Kopftuch untergräbt ebenfalls die Freiheit des Einzelnen und kann dazu führen, dass jemand ohne Begründung schlechter gestellt ist.

Kultureller Kampf und Rechtsgleichheit reichen aus und sind eine tägliche Aufgabe für alle Anti-Sexisten, denn das wollen Feministinnen eigentlich sein, auch wenn der Ausdruck „Feminismus“ etymologisch sexistisch ist, weil er Sexismen gegen Männer exkludiert, die existieren, während gleichzeitig behauptet wird, dass Feminismus im Wesentlichen Anti-Sexismus sei. Wenn man für Zwang in die andere Richtung bzw. affirmative action kämpft, schafft man nur neue Diskriminierungen, Ungerechtigkeit und Sexismen. Außerdem greift man in die Freiheitssphären autonomer Menschen ein.

Der Liberalismus ist anti-sexistisch, er bietet jedem seine Freiheitssphäre, die nur durch die Freiheitssphären der anderen beschränkt ist und so ist auch Kapitalismus antisexistisch, denn wenn Frauen ihre Potentiale frei nutzen können, führt das zu einer besseren Allokation von Ressourcen und gesamtgesellschaftlich zu einer Produktion, die wertvoller ist als in einer Gesellschaft, die stark sexistisch ist.

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Anm.d.Redaktion:  Ein Video der Aktion von Femen auf der Islamwoche könnt ihr in diesem Artikel sehen.

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