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Prokrastinaton: Wieso ich es nie lernen werde

Alle tun es, keiner redet darüber. – Ich schon.

Arbeit aufschieben – das können wir ganz gut. Irgendwas ist da wohl in der Entwicklung des Menschen schief gelaufen (so ganz neben den ganz anderen Dingen, die ich an dieser Stelle nicht erwähnen werde, es würde wohl den Blog sprengen).

 

Achja, vom Aufschieben, da kann ich euch was von Erzahlen!

Das beginnt meist morgens beim Aufstehen, meist werde ich immer kurz vorm Weckerklingeln wach (immer diese Vorahnung, ich weiß, echt schlimm!) aber nicht wirklich wach, wach. So ganz wach, das bin ich eigentlich nie. (Kennt ihr eigentlich dieses Phänomen, bei dem das Bett morgens genau in dem Moment, in dem man Aufstehen muss, am kuscheligsten ist und sogar die perfekte Temperatur unter der Decke herrscht? Sogar das Kissen braucht man nicht mehr umdrehen!)
Was ich eigentlich sagen wollte, Prokrastination beginnt schon in dem Moment, wo wir das Aufstehen aufschieben und beschließen, weiter zu schlafen.

 

Lernen ist halt nicht so toll, wenn es nicht von selbst zugeflogen kommt und sich von selbst in unser Langzeitgedächtnis eingräbt.

Ach! Es kostet mich so viel Überwindung, dieses bestimmte Lehrbuch, was ich bräuchte, aus dem Regal zu nehmen und mal aufzuschlagen, wo es doch das Internet gibt. Tippen macht so Spaß! Schreiben ist so anstrengend! Stift in die Hand, aufs Papier setzen und dann Schreiben. Da gibt es keine Delete Taste, da gibt’s dann Tipp Ex zum übermalen, Malen… wieder Arbeit!

Schnell mal nebenbei rein ins Gesichtsbuch (Facebook für die Insider unter uns!) und schön eingeloggt bleiben. (Leute stalken macht halt so viel mehr Spaß.)

Die Prüfung rückt näher, aber da ist ja noch so viel Zeit. Und das Wochenende, ja das Wochenende, das zählt doppelt so viel an Zeit. Da kann ich mal länger aufbleiben, wenn es sein muss und kann dann den nächsten Tag ausschlafen. Eigentlich voll der Humbug, weil mir dann wieder so viel Zeit genommen wird, aber schlafen muss ja auch mal wieder sein!

Aber das will ich alles doch eigentlich gar nicht wissen, es ist gut, wie es jetzt ist. Ich kann halt nicht Wochen vorher zu Lernen anfangen, da bleibt doch schwer was hängen. Und das ständige Wiederholen… das nervt doch!

Irgendwann wird mir dann doch bewusst, dass ich langsam mal was tun sollte. Mein schlechtes Gewissen ist also dann das, was mich zum Lernen bringt, nicht Interesse oder Motivation. (Wow, ich schäme mich voll. Wieso studiere ich, wenn ich keine Motivation hab?)
Mein schlechtes Gewissen redet mir solange zu, bis ich nicht mehr anders kann. Ich muss was tun. Ich will nicht, aber ich muss. Eigentlich sollte ich doch wollen, ich will die Klausur bestehen, gut bestehen. Oder muss ich?

 

Brainfuck vom Feinsten.

Aber dieser Stress ist doch geil, da fühlen wir uns so motiviert und angespornt. Das wird was!

Die letzte Nacht vorher, da gehe ich mit den besten Vorsätzen für die Nachklausur ins Bett: da fange ich etwas früher an, dann schaff ich mehr, als dieses Mal… ein Versuch, den hab ich ja noch! Und Zeit, auf jeden Fall wieder ganz viel Zeit!

 

 

Eigentlich denkt man, man hätte so viel Zeit. Hat man ja auch, aber auch nur, wenn man sein täglich Brot verweigert, bis zur Prüfung nicht duscht und wirklich Nächte durchmacht.

Ich weiß nicht, ob es vorher schon jemandem aufgefallen ist, aber die Zeit tickt. (Ach was!) Meist kriegen wir es aber nicht mit, weil es zur Gewohnheit geworden ist. Aber hör mal demnächst genauer hin. Alles geht weiter, es gibt kein Stop Button. Sogar wenn es schon zu spät ist, geht es weiter und weiter…

Am Lernen muss ich auf jeden Fall noch arbeiten, und das Arbeiten muss ich noch lernen.

 

Hat man eigentlich zuerst gearbeitet, oder zuerst gelernt?
Ich glaube, dass man sich erst ins kalte Wasser geworfen hat und gearbeitet hat.

Das sollte ich auch, einfach mal anfangen, dann geht es wie von selbst.
Morgen fange ich an.

Tip zum Weiterlesen: Studiblog Autor student2punkt0 bloggt auch lieber als für die Uni zu lernen. Lese hier seine Geschichte.

 

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Ich bin die Dora, Weltbürgerin, Studentin, Träumerin und Nachdenkerin. Ich freue mich, euch an meinen Gedanken, Eindrücken und Erlebnissen teilhaben zu lassen und freue mich über ganz viel Feedback!

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