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Work Life Balance im Studium finden

Studieren mit guter Work Life Balance – so geht’s

In unserem letzten Artikel haben wir festgestellt, wie wenig unser Studium zu unserer Lebenseinstellung passt. Alle Dinge, die wir für unser zukünftiges Berufsleben fordern, werden an der Uni teilweise über den Haufen geschmissen. Nun stehen viele vor der Frage, wie kann man sein Studium gestalten, um selbstbestimmt mit Spaß und Ehrgeiz zu studieren und die Freizeit ohne schlechtes Gewissen genießen? Quasi ein Studium mit einer guten Work Life Balance. Spätestens beim letzten Satz werden vielen Naturwissenschaftlern die Tränen vor lauter Sarkasmus in den Augen stehen, aber besser selbst eine Veränderung herbeiführen, statt sich dem Schicksal zu ergeben. Es gibt mehrere Stellschrauben, die uns die Möglicheit geben, unser Studium an uns anzupassen.

5 Tipps zur verbesserten Work Life Balance

Punkt 1: Spaß am Studienfach

Was sich so selbstverständlich und einfach anhört, bereitet vielen schlaflose Nächte. Ist mein Studienfach wirklich das Richtige? Man beginnt mit bestimmten Vorstellungen und plötzlich sitzt man in einem Kurs, der total ätzend und langweilig oder auch brutal schwer ist. Schon an diesem Punkt kommen oft die Zweifel, ob man wirklich weiter machen will. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten herauszufinden, ob man das richtige Fach gefunden hat:

  1. Schaue dir an, was du mit deinem Abschluss später machen kannst. Nein, nicht im Internet sondern real vor Ort in einer Firma. Verschaffe dir einen genauen Eindruck, welche Tätigkeiten im Tagesgeschäft anstehen. Bist du begeistert von dieser Arbeit und dein Studium führt dich zu diesem Beruf, dann ist das ein Pluspunkt.
  2. Frage Leute aus höheren Semestern, was an Kursen auf dich zukommt. Wird es in den nächsten Semestern inhaltlich besser, dann bist du vielleicht mit mehr Begeisterung bei der Sache.

Führt dein Studienfach zwar zum Traumberuf aber es klappt trotzdem nicht? Schaue dir einmal eine Fachhochschule an, oft kannst du mit dem Abschluss in den gleichen Beruf einsteigen, hast aber ein praxisorientierteres Studium.

Punkt 2: Das große Ziel setzen

Wie motivierend ist es, als Ziel die nächste Klausur vor Augen zu haben? Natürlich nicht besonders… Es gibt nur einen Weg, in dir die Leidenschaft für dein Fach zu entfesseln. Du brauchst ein großes Ziel, auf das du hinarbeitest. Anstatt „irgendwas mit Wirtschaft“ zu studieren, setzt du als Ziel z.B. Ein Unternehmen führen, dass sich mit Technologie für Autos beschäftigt. (Weil dich Autos schon immer interessiert haben.) Studierst du Biologie, ist dein Ziel z.B. ein Experte für Energiegewinnung auf der Basis von chemischen Prozessen in Pflanzen zu werden.

Du hast noch keine Ahnung? Denke dir einfach das Szenario aus, was dich momentan am meisten interessiert. Schreibe diesen Wunsch auf einen Zettel und bringe diesen irgendwo am Schreibtisch an.

Punkt 3: Die Selbstorganisation

Was bringt der Gedanke, dass du zwar weißt, dass dein Fach das Richtige ist und du auch ein Ziel vor Augen hast, wenn dein Leben im Studium ein Chaos ist und du das Wort Work Life Balance nur von der Eurythmik studierenden Bekannten kennst.

Die Motivation ist da, jetzt fehlt noch das Management. Es gibt ganze Bücher über Selbstorganisation. Auch wir haben eine Artikelreihe darüber, in der wir die besten Tipps aus den verschiedensten Quellen sammeln. 2 Artikel sind schon erschienen:

Um den Rahmen nicht zu sprengen ein paar grundsätzliche Sachen:

Grundsätzlich ist zu vermeiden, dass du nach der Uni nach Hause kommst und dich mit dem Gedanken an den Schreibtisch setzt: Es ist noch genug zu tun, ich fang einfach an. Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und verdaddelst neben den Unterlagen deine Zeit noch mit TV und Internet, um dann irgendwann ins Bett zu gehen. Mit einem schlechten Gewissen.

Was du auf jeden Fall beachten musst:

  • Halte dich unbedingt an deinen Tagesplan
  • Checke einmal am Tag deinen Projektplanung
  • Plane feste Zeiten für deinen Sport (am besten mit mehreren) ein
  • Ist dein Tagesplan erledigt, hast du FREI und kannst guten Gewissens ALLES machen was du magst
  • Du weichst nur vom Plan ab, wenn noch Aufgaben der Priorität A anstehen
  • Schlafe mindestens 6-7 Stunden, 20 Minuten Power Nap am Mittag wenn es geht oder du das Bedürfnis hast
  • Weitere Tipps zum Lernen und Selbstmanagement werden wir bald veröffentlichen 🙂

Punkt 4: Nimm Tempo raus

Wenn du dir über Punkt 1 und 2 im Klaren bist und du dein Selbstmanagement optimiert hast, solltest du eigentlich gut durchs Studium kommen. Um aber auch andere Dinge zu machen, die z.B. unter Punkt 5 stehen, wird deine Zeit nicht reichen. Vielmehr würden dich zusätzliche Tätigkeiten wieder mehr belasten und du kommst vor lauter Aktionismus nicht zur Ruhe, was deine Work Life Balance wiederum negativ beeinflussen würde.

Um also ein wenig mehr Zeit zu haben, die du sinnvoll nutzen kannst, ist es in manchen Fällen sinnvoll etwas Tempo aus dem Studium zu nehmen. Das bedeutet keine Vorverlegung von Praktika und Hausarbeiten, um noch schneller zu sein. Manchmal heißt es auch ein Semester länger studieren. Bei über 90% der Studenten resultiert ein verlängertes Studium allerdings nicht von einer bewussten Entscheidung, sondern ist eher Ursache davon, dass es irgendwo nicht ganz rund lief. Hast du allerdings deine Planung Top im Griff und schreibst gute Noten, kann in manchen Fällen eine bewusste Verlangsamung etwas bringen. Dies trifft allerdings nur zu, falls du durch Punkt 5 Zeit benötigst.

Punkt 5: Schau über den Tellerrand und werde aktiv

Mache etwas, das dich begeistert. Du kannst noch viel mehr als studieren. In den Köpfen der meisten Studenten sprudeln noch irgendwelche Ideen, die in die Tat umgesetzt werden wollen. Egal, ob du ein bestimmtes Hobby verfolgst oder dich einfach gerne mit einem Thema beschäftigst, diese Beschäftigung kann dich auch weiterbringen. Ein wahres Beispiel:

Ein Student, der sich auf seinem Blog mit dem Thema Elektromobilität in Städten befasst, weil ihn das einfach fasziniert, ist durch die Beschäftigung mit dem Thema Experte auf diesem Gebiet. Schon vor Abschluss seines Studiums hat er deswegen zahlreiche Jobangebote, die mit diesem Thema im Zusammenhang stehen.

Du musst um Himmels Willen jetzt nicht direkt anfangen, dir ein Thema zu suchen, mit dem du dich beschäftigen willst, aber wenn du z.B. einen Nebenjob suchst, versuche doch auch da diese Beschäftigung mit deinem “Ziel” aus Punkt 2 zu verbinden. All das, was du machst, wird letztendlich Synergieeffekte haben, die dich weiterbringen. Deine Motivation wird steigen und dir so helfen, dein Studium mit Spaß durch zu ziehen.

Wenn du gut organisiert bist und die Ziele vor Augen hast, aber die Zeit trotzdem nicht reicht, dann kannst du über Punkt 4 nachdenken. Alternativ musst du irgendwo Abstriche machen. Mache sie bei der Arbeit, aber nicht bei der wenigen Freizeit, die dir dein Tagesplan lässt, denn die brauchst du, um glücklich und motiviert zu bleiben und deine Work Life Balance nicht zur Work Work Balance zu machen.

Fazit:

Auch wenn das Studium nicht allen Bedürfnissen unserer Generation gerecht wird, können wir selbst Dinge verändern. Es ist wichtig an seiner Einstellung zu arbeiten. Damit das Studium einen nicht müde macht und man verdrossen über den Lehrbüchern sitzt, ist es wichtig, seine persönliche Work Life Balance zu finden. Optimiere dich und deinen Alltag so, dass deine Bedürfnisse erfüllt werden. Befolge streng deine Planung, denn nur so kannst du den für dich dringend benötigten Freiraum schaffen und deine Freizeit ohne Reue genießen.

Photo Credit: Silvia Sala
Lizenz: cc

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