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Forscher finden Zusammenhang zwischen Pornokonsum und Verminderung der grauen Substanz

Forscher des Max Planck Instituts in Berlin haben eine Studie im JAMA Psychatrie  veröffentlicht. Ergebnis war, dass mehrstündiger wöchentlicher Pornokonsum  assoziiert ist mit Veränderungen in der grauen Substanz in spezifischen Regionen. Dabei haben die Forscher 64 männliche Probanden untersucht,  die im Vorfeld einen Fragebogen über ihren wöchentlichen Pornokonsum angegeben haben. Typischerweise waren es bei den Meisten nicht mehr als 4 Stunden pro Woche. Nicht berücksichtigt wurde die Art des Bildmaterials.

Mittels funktioneller MRT Untersuchung, bei denen den Probanden sowohl Bilder mit Pornobildchen als auch Bilder nicht sexuellen Ursprungs gezeigt wurden. Es wurde eine negative Korrelation zwischen Zeit des Pornokonsums und dem Volumen der grauen Substanz im rechten Nucl. Caudatus des Striatums entdeckt. Während des Konsums der Filmchen zeigt sich eine verminderte Funktion in Regionen des Gehirn, die für die Motivation verantwortlich sind. Ebenso zeigte sich eine negative Korrelation zwischen dem rechten Caudatus und dem linken dorsolateralen präfrontalen Kortex in Abhängigkeit von der Zeit des Pornokonsums.

Dies alles ist nach Aussage der Forscher aber kein BEWEIS dafür, dass es wirklich die Filmchen sind, die diese Effekte hervorrufen. Eine Idee für zukünftige Studien wäre eine Betrachtung im Längsschnitt oder Probanden zu nehmen ohne Vorkonsum (viel Spaß beim Suchen).

Eine Vermutung über die Ursachen des Phänomen gibt es aber schon:

Die exzessive Stimulation des Belohnungssystem könnte zu Veränderungen in der neuronalen Plastizität geführt haben. Ebenso könnte es sein, dass Männer mit geringerer grauer Substanz im Striatum besser durch Erotikfilme stimuliert werden und deshalb auch mehr Pornos sehen.

Auf jeden Fall müssen noch Folgestudien gemacht werden, um genauer Aussagen zu treffen.

Anm. d. R. Es gibt keinen Hinweis darauf, welche Art von Pornos gezeigt wurden. Macht es einen Unterschied zwischen Kategorien wie Hardcore oder vergleichsweise harmonischen, frauenfreundlichen Clips? Weiterhin wäre es interessant zu sehen, ob sich solche Effekte auch bei weiblichen Probanden zeigen?

via: IFLS

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