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Wenn Piercings zur Sucht werden

Wenn Piercings zur Sucht werden -nicht jeder Trend ist harmlos

Wir haben das Glück in einer Zeit zu leben, in der Piercings oder Tattoos in der Gesellschaft akzeptiert werden. Für viele ist der Körperschmuck so selbstverständlich wie ein Ring am Finger. Ganz ehrlich, wer Tattoos oder Piercings gänzlich ablehnt, ist schon etwas weltfremd. Ich möchte in dem Artikel aber kein Plädoyer halten FÜR oder auch GEGEN Piercings bzw. Tattoos, das soll jeder selber entscheiden.

Nicht jeden Trend sollte man mitnehmen

Manche Trends sollte man jedoch nicht unbedingt mitnehmen. Erinnern wir uns nur an das „Arschgeweih“ aus den 90’ern. Das hat man sich nicht gemacht, um individuell zu sein, sondern weil es cool war.

Momentan sind die sogenannten Tunnels relativ „IN“. Nachdem die ersten Leute mit kleinen Löchern im Ohr noch recht human mit ihrem Fleisch umgegangen sind, geht es bei Einigen nur darum, das verdammte Loch immer größer zu bekommen. Es hat sich eine Art Challenge entwickelt, wer am abgedrehtesten ist. Das große Problem ist, auch die Tunnels hinterlassen Spuren. Was macht man nur in 20 Jahren damit, wenn die Dinger mal raus sollen? Das sieht dann etwas so aus:

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Bilder: Drlima

Abgesehen davon, dass das wirklich nicht schön aussieht, muss nicht jeder, der sich die Ohrläppchen dehnt süchtig danach sein. Hier sollte die individuelle Situation betrachtet werden.

Extremfälle sind oft Ursachen seelischer Störungen

Zunächst möchte ich folgendes Bild zeigen. Es ist wirklich nichts für schwache Nerven:

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Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber für die meisten Menschen wirkt diese Art von Körperschmuck abstoßend.

In den 70’ern dienten Tattoos als Provokation, in der heutigen Zeit steigern Jugendliche damit ihre Attraktivität und Gruppenzugehörigkeit, außerdem werden Grenzen ausgetestet. Auch dem Wunsch nach Individualität kann so nachgekommen werden. Nicht immer steckt natürlich ein tieferer Sinn dahinter, manche finden ein Tattoo oder Piercing einfach nur schön. Das ist auch gut so! Allgemein gelten Menschen, die sich Tattoos stechen lassen, oder viele Piercings haben, als risikofreudiger und neigen zu riskanterem Verhalten.

Das Problem bei der Sache ist, wenn hinter der Aktion andere Intentionen wie tiefere Sehnsüchte stecken. Hier wäre der Wunsch nach erhöhter Körperkontrolle zu nennen. Die Prozedur ist ein Akt, bei dem viel Selbstbeherrschung gefordert ist. Liegt ein Problem in der Psyche eines Menschen vor, versucht man wenigstens den Körper zu kontrollieren. Das Phänomen, psychische Probleme durch erhöhte Aufmerksamkeit seinem Körper gegenüber zu verringern, kennt man auch von anderen Krankheiten: Bulimie oder Borderline Störungen etwa.

Auch eine Depression kann durch die schmerzhafte körperliche Erfahrung beim Anbringen von Schmuck überdeckt werden. Der Effekt währt oft nicht lange, sodass bald das nächste Item folgen muss oder der Tunnel erweitert, bzw. das nächste Tattoo folgt.

Jetzt aber nicht überreagieren

Bevor ihr jetzt jedem Tunnel Träger ein psychisches Problem andichtet, zeigt ihm lieber mal die Bilder von den ausgeleierten Ohrläppchen, vielleicht wird dann aus dem 3cm Tunnel ein kleinerer. Ihr solltet eure Freunde einschätzen können. Habt ihr den Eindruck, dass sich ein Mensch verändert und auffällig mit Körperschmuck experimentiert, ist es eher ratsam auf die Person zuzugehen anstatt eure Meinung durchzubringen, wie ekelig denn dieser 5cm Tunnel sei. In diesem Sinne, gebt Acht auf eure Freunde und seid dennoch tolerant und aufgeschlossen.

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