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Dunkelhaarige Frau wirft ihren Kopf zurück mit vom Sommerregen nassen Haaren.

So entsteht der Geruch eines Sommerregens

Jeder kennt den unbeschreiblichen Duft von Sommerregen. Es hat geschüttet wie aus Eimern, du trittst auf die Straße, die Wärme lässt alles schnell trocknen und durch die Schleier des verdunsteten Wassers hindurch riechst du die frische Luft.

Aber warum riecht es genau so?

Wir haben eine Erklärung für den Duft von Sommerregen gefunden:

Es ist tatsächlich so, dass dieser Geruch nur unter ganz bestimmten Bedingungen in unsere Nasen steigt. Es muss warm sein und vorher lange trocken. Also im Sommer. Aber was genau riecht da? Die Regentropfen? Der Staub? Geheimnisvolle Aromen?

Das Rezept für den typischen Regengeruch ist überschaubar. Auch hier sind aller guten Dinge: Drei!

Die Grundlage ist ein Konzentrat aus Pflanzenausdünstungen. Genau wie wir Menschen sondern Pflanzen rund um die Uhr chemische Stoffe ab: Pheromone, Salze, Talg und andere ölige Substanzen. Wenn es sehr lange trocken ist, bildet sich auf den Blättern und Halmen ein duftender Film aus ätherischen Ölen und anderen Geruchsstoffen.
Die zweite Zutat ist: Geosmin. Das ist ein modrig-erdig riechender Stoff, den man auch von Roter Beete kennt. Es ist ja gar nicht die Wurzelknolle selbst, die so riecht, sondern der Duftstoff aus der Erde.
Das kann man überprüfen, indem man Rote Beete probiert und sich dabei die Nase zuhält. Da schmeckt man gar nichts.
Das Geosmin ist ein Duftstoff, den bestimmte Bakterien im Boden absondern, die sogenannten Streptomyceten.

Bei Trockenheit riecht man gar nichts

Weil die Bakterien dann inaktiv sind und ruhen. Wird aber die Luft kurz vor einem Regenschauer feucht, fahren die Bakterien ihren Stoffwechsel hoch, die Säfte pulsieren und intensive Düfte verdunsten in der warmen Sommerluft.
Als letztes kommt noch eine Prise Steinstaub hinzu, also Mineralien.
Die Regentropfen treiben den köstlichen Duft aus den trockenen Boden- und Pflanzenporen heraus und wirbeln ihn in unsere Nasen.

 

Photo Credit: KatieZil03 cc
Quelle: das erste

via: kfmw

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