10 Gründe, warum die Gesellschaft erwartest, dass du zur Uni gehst
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Mädchen, das der Gesellschaft sozusagen den Mittelfinger zeigt

10 Gründe, warum die Gesellschaft erwartet, dass du zur Uni gehst

Nicht jeder ist mit den Bildungssystemen in unserer Gesellschaft zufrieden. Sei es Schule, Ausbildung oder Universität – egal, für welchen Weg man sich entscheidet, man wird immer wieder auf Dinge stoßen, mit denen man unzufrieden ist. Allein schon die Universität ist ein kontroverses Thema. Immer mehr Menschen studieren, weil es die Gesellschaft irgendwie auch so erwartet. Aber warum eigentlich?

Ben Paul liefert dir 10 Gründe, warum die Gesellschaft es erwartet, dass du zur Uni gehst – und er stellt sie in Frage.

 

1. Es ist der einzige Weg, „etwas aus sich zu machen“.

Leider gibt es in unserer Gesellschaft immer noch den Glaubenssatz, dass Menschen, die nicht institutionell lernen (also nicht die Schule oder die Uni besuchen) weniger intelligent oder einfach “nicht in der Lage” sind. Ich jedenfalls habe mich nicht entschieden, meinen eigenen Weg zu gehen, weil die Uni “zu hart” für mich ist. Ich gehe nicht an die Uni, weil ich im echten Leben, durch Reisen, Mentoren und autodidaktisches Lernen mehr lerne als an der Uni. Schau mal, wer noch alles die Uni abgebrochen hat: Steve Jobs, Mark Zuckerberg, Steven Spielberg, Henry Ford, Michael Dell und viele mehr – klar, diese Namen klingen groß. Da draußen gibt es tausende andere, die einen ähnlichen Weg gegangen sind. Ich finde es schon erstaunlich, wie viele Menschen, die Großartiges leisten nicht auf der Uni waren.

2. Du bekommst einen Abschluss (ein Blatt Papier).

Stimmt – du bekommst einen Abschluss. Ein Blatt Papier mit einer sehr vagen Beschreibung von dem, was du wirklich kannst. Immer mehr Menschen bekommen übrigens das gleiche Papier wie du. Und je mehr Menschen mit diesen Papieren herumlaufen, desto weniger wird auch deines – sprich: dein Abschluss – wert.

3. Du lernst Freunde kennen und schaffst dir ein Netzwerk.

Freunde finde ich auch außerhalb der Uni. Und ein Netzwerk kann ich mir ebenso gut auch außerhalb der Uni aufbauen.

4. Du kannst feiern und dich richtig ausleben.

Auch das kann ich außerhalb der Uni machen. Schließlich kann mir ja keiner verbieten, als Anti-Student auf eine Studentenparty zu gehen, right? 😉

5. Du brütest nächtelang über Büchern und Hausarbeiten.

Das mache ich auch ab und an. Ist aber defintiv nicht die beste Methode, um längerfristig und effektiv zu lernen.

6. Du lernst von Wissenschaftlern.

Die “Experten” in der Uni sind meist Wissenschaftler, die in ihren eigenen Sphären schweben. Du kannst auch außerhalb der Uni Mentoren oder Förderer finden, von denen du lernen kannst – und die unter Umständen sogar weit mehr Praxiserfahrung als viele Professoren haben.

7. Du wirst „erwachsen“.

Also bitte. Wenn ich zurückschaue auf mein Jahr an der Uni ist es definitiv das Jahr, in dem ich am wenigsten erwachsen geworden bin. Auf meiner Reise und während meines Freiwilligendienstes dagegen bin ich merklich gereift und ja, auch ein Stückchen erwachsener geworden. Zudem wirst du nicht wirklich erwachsen, wenn du noch bei Mami wohnst oder ihr stets am Wochenende einen Besuch abstattest und deine Wäsche vorbeibringst.

8. Du lernst etwas über die Welt und wirst ein gebildeter Mensch.

Moment mal. Macht es nicht mehr Sinn “in der Welt” über die Welt zu lernen als in einem separaten, wohlbehüteten Raum namens Uni?

9. Die reale Welt da draußen ist ganz schön gefährlich.

Stimmt. Ganz schön gefährlich hier draußen. Die ganzen Säbelzahntiger…Spaß beiseite. Die reale Welt mag ein wenig beängstigend sein, aber sie wird dadurch nicht weniger beängstigend, dass du dich hinter deinem Abschluss-Zertifikat versteckst. Säbelzahntiger machen kurzen Prozess mit Papier-Zertifikaten…
Je früher du “raus” gehst und den “Gefahren” ins Auge siehst (die gar nicht so schlimm sind), desto einfacher für dich.

10. Du bekommst einen „sicheren Job“.

Eine aktuelle Arbeitsmarktstudie zeigt, dass jeder zehnte Akademiker schon 2012 weniger als 10 € brutto die Stunde verdient hat. Das sind hunderttausende Akademiker, die zu Niedriglöhnen arbeiten. Das Schlimmste ist: Das wird sicher nicht besser werden die nächsten Jahre. Denn: Die akademische Inflation hat schon längst begonnen. Immer mehr Menschen stürmen an die Unis. Immer mehr Menschen bekommen einen Abschluss (ein nettes Papier). Und dein Abschluss wird somit immer weniger wert.

 

 

Fallen dir weitere Gründe ein? Was denkst Du über dieses Thema? 

 

 

 

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