Eine Reise erweitert den Horizont und den Charakter
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2 Jugendliche auf einer Reise die auf der Straße liegen - das Bild ist nach oben gespiegelt, so dass es aussieht, als würden die beiden an der Decke hängen.

7 Gründe zu reisen, solange du jung bist

“To travel is to take a journey into yourself.” – Danny Kaye
„Eine Reise anzutreten, ist als würde man sich selbst kennen lernen“

Wer von uns hat nicht schon mindestens einmal gesagt, dass er gerne die Welt bereisen würde?

„Ja, aber…“

“Ja, aber….” – erwische ich viele, die von ihren Reise-Träumen erzählen.

“Ja, aber…” ist ein regelrechter “Dream-killer”, wenn Du so willst.

Uns wird immer eingeredet vernünftig zu sein – den sicheren Weg zu wählen. Planen, vordenken, absichern…

“Du bist verrückt geworden.” – so die (geschönten) Worte meines Vaters als ich ihm eröffnete, dass ich die Uni für ein Jahr Uni sein lasse, um nach Nicaragua zu gehen.

Was hatte ich zu verlieren? – Nichts.

„Du bist doch immer noch blutjung”, sagte noch gestern jemand zu mir.

Stimmt – und trotzdem mache ich mir schon fetten Stress; sprich: Sorgen und Gedanken um meine Zukunft.

Wie gesagt – die Uni für ein Jahr Uni sein zu lassen und meinen Rucksack zu packen war die (bisher) beste Entscheidung meines Lebens.

Mein Freiwilligendienst in Nicaragua hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Meine drei Wochen in einem Bergdorf quasi ohne Strom und fließend Wasser haben mich anfangs komplett überfordert. Alleine durch Südamerika zu ziehen hat mich selbstständiger und offener gemacht.

Ich kann sagen: Reisen hat mein Leben verändert. Und zwar in jeder Hinsicht positiv. 

Wenn Du gerade nicht weißt wie es weitergehen soll. Wenn Du Dich gerade „stuck“ fühlst. Wenn Du zweifelst. Wenn Du gerade Abitur gemacht oder Dein Studium abgeschlossen hast und keinen rechten Plan hast…

Nimm´ Dir Zeit diese wunderbare Welt kennenzulernen.

Nimm´ Dir Zeit persönlich zu wachsen.

Nimm´ Dir Zeit Dich besser kennen zu lernen.

Das Ding ist: Solange Du jung bist hast Du weniger Verantwortlichkeiten. Du bist jung und frei. 

Du hast so viel Zeit “was Richtiges“ zu machen.

Und mach bloß nicht den Fehler etwas anzufangen, wovon Du nicht überzeugt bist.

Nimm´ Dir lieber Zeit zu reisen – und Du wirst neue Klarheit gewinnen.

Nimm´ Dir Zeit zu reisen und die Welt wird Dich mehr lehren als jede Uni…

7 Gründe zu reisen, solange Du jung bist

1. Du kannst ganz Du selbst sein

Wenn Du (alleine) unterwegs bist, kannst Du ganz Du selbst sein. Du musst Dich niemandem aus Deinem Umfeld anpassen oder in bestimmte Muster einordnen, die andere von Dir gewohnt sind.

Manchmal ist es wirklich schwer sich in seinem bekannten Umfeld von seiner Rolle zu emanzipieren. Deine Freunde und Bekannten haben ein gewisses Bild von Dir. Und wenn Du aus diesem Bild ausbrichst, dann ist das für Dein Umfeld erst mal merkwürdig.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Du in Deinem jetzigen Umfeld nicht Du selbst sein kannst – dann reise. Am besten alleine.

Wenn Du reist kannst Du ganz Du selbst sein. Denn keiner hat ein vorgefertigtes Bild von Dir. Du kannst Dich theoretisch jeden Tag neu erfinden.

2. Du erweiterst Deine Komfortzone

Wenn Du losziehst diese wunderbare Welt zu erkunden, dann wirst Du immer wieder Deine Komfortzone verlassen müssen.

Egal ob Du ohne Spanischkenntnisse alleine in ein Bergdorf kommst oder keinen Plan hast, was Du nachts stundenlang am einsamen Grenzübergang in Ecuador machen sollst.

Oder wenn Du merkst, dass Du für eine Bergtour in fast 5000m Höhe vielleicht doch besser eine lange Hose angezogen hättest…

Mit jedem neuen Ort und jedem neuen Erlebnis erweiterst Du Deine Komfortzone ein Stückchen mehr.

Mit jedem Schritt aus Deiner Komfortzone heraus wirst Du stärker.

3. Du kannst erkunden wofür Dein Herz schlägt

Wenn Du unterwegs bist, kannst Du Dich ganz auf Dich konzentrieren.

Du kannst am Lagerfeuer über Dein Leben sinnieren…

Oder bei sternenklarem Himmel auf dem Hosteldach tiefgehende Gespräche mit Menschen führen, die Du erst seit wenigen Stunden kennst…

On the road kannst Du einfach mal abschalten und Dich von den Mustern zu Hause befreien. Du kannst Dich inspirieren lassen von den Orten, die Du besuchst –

und von den tollen Menschen, die Du triffst.

Du kannst Dein Chaos in Deinem Kopf aufräumen und vielleicht sogar das finden, was Du wirklich machen willst. Du kannst das Bewusstsein für Deine tiefsten Leidenschaften und Deine Werte entdecken.

Nimm´ Dir Zeit. Lass´ die Gedanken schweifen.

Und reise einfach los.

4. Du wirst selbstbewusster

Wenn Du reist, dann musst Du aktiv werden. Ich rede hier von reisen. Also nicht bloß Tourist sein.

Wenn Du in fremde Kulturen eintauchst, dann lernst Du Dich auch selbst besser kennen.

Du wirst Dir Deiner selbst bewusster.

Gleichzeitig wirst Du lernen proaktiv zu sein – auf andere Menschen zuzugehen. Sprachbarrieren zu überwinden. Nach dem Weg zu fragen.

Und vielleicht wirst Du es sogar irgendwann lieben nicht zu wissen, wo Du die nächste Nacht verbringen wirst.

Reisen gibt mir das Gefühl, dass ich eigentlich alles schaffen kann.

Reisen macht irgendwie…unbesiegbar.

5. Du siehst Dinge relativ

Vielleicht dreht sich gerade alles um Dich. Du machst Dir Sorgen, hast Zweifel. Weißt nicht recht wie es weitergehen soll.

Reisen wird Dich lehren, dass es Dinge gibt, die größer sind als Du.

Wenn Du Straßenkinder siehst oder gar mit ihnen arbeitest, wirst Du merken wie gut es Dir eigentlich geht.

Wenn Du siehst, welche Lebensfreude Menschen haben, die in einfachen Blechhütten leben, wirst Du realisieren, dass Geld nicht alles ist.

6. Du entwickelst Mitgefühl

Nimm´ Dir Zeit die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen.

Sie werden Dir von ihren Problemen erzählen und von tollen Dingen, die sie erlebt haben.

Sie werden Dich fragen, wo Du herkommst und wer Du bist.

Nimm´ Dir Zeit für die Geschichten der Menschen.

Nimm´ Dir Zeit für freiwillige Arbeit.

Die Arbeit und der Umgang mit Menschen in schwierigen Situationen und einem anderen kulturellen Hintergrund wird Dich lehren einfühlsam zu sein.

Gib´ Deinem Herz die Chance sich zu öffnen.

Traue Dich, Dein Mitgefühl zu zeigen.

7. Du lernst, dass das Leben ein großes Abenteuer ist

Fuckin´ hey. „Sicherheit“ gibt es nicht.

Jedenfalls nicht in Form eines „sicheren Weges“, den Dir die Gesellschaft unterjubeln will.

Im Leben geht es immer auf und ab.

Wovon willst Du später Deinen Kindern oder Freunden erzählen?

Wie wäre es, mit einer Pfeife in einem Schaukelstuhl zu sitzen und mit leuchtenden Augen davon zu erzählen wie Du:

  • ohne Geld um die Welt gereist bist,
  • trotz Höhenangst Bungee-Jumping und einen Fallschirm-Sprung gemacht hast,
  • unter sternenklarem Himmel Sex in einem Baumhaus hattest (ups…),
  • von dem Feeling der Inka-Kultur in Peru ergriffen warst,
  • zig aktive Vulkane bestiegen und Dich über den Krater gebeugt hast…

 

Vielleicht fragst du dich jetzt: „Und was wenn ich nicht mehr „jung“ bin?“

Ich finde wir sind immer so jung wie wir uns fühlen.

Reisen wird Dich Vieles lehren. Niemand kann Dir sagen, was genau Dich das Reisen lehren wird. In jedem Fall wirst Du wachsen und großartige Erfahrungen sammeln.

Worauf wartest Du noch?

Zu diesem Artikel hat mich Jeff Goins inspiriert, der in gewisser Weise eines meiner Vorbilder ist.

Dieser Artikel erschien im Original auf Ben's Blog http://anti-uni.com/
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Über Ben

Bekanntester Studienabbrecher Deutschlands turned Blogger, Minimalist und digitaler Nomade. Hilft jungen Menschen "ihr Ding" zu finden - und es dann auch zu machen.

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