Das Ipad im Studium
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Das Tablet oder Ipad im Studium verwenden.

Tablet und Ipad im Studium nutzen – so funktioniert’s

Das Ipad im Studium nutzen. So funktioniert es

Viele Studenten stellen sich die Frage, ob man das Ipad für alle Dinge an der Uni nutzen kann.

Im folgenden Beitrag werde ich auf alle Aspekte eingehen, die euch bei der Beantwortung der Frage helfen sollen. Nachdem wir uns mit der Frage Laptop vs. Tablet beschäftigt haben, werde ich euch danach gezielt beschreiben, wie ihr euer Tablet ready für die Uni macht. Wer sich überlegt ein Ipad anzuschaffen, hofft normalerweise, das Unileben einfacher zu machen.

Der Reiz ist groß alles digital zu machen. Nie wieder dicke Blöcke und lose Blattsammlungen. PDF’s müssen nicht mehr ausgedruckt werden und man spart so Papier. Für alle Skeptiker möchte auch schon vorweg nehmen: Ja, man kann die Vorlesungsfolien in bunten Farben markieren. 😉

Die vielen weiteren Vorzüge eines Tablet Pc’s liegen auf der Hand:

– schnell im Internet sein auf großem Bildschirm
– produktiver werden: sein mobiles Büro immer in der Tasche haben, den Kalender komfortabel verwalten, schnell Ideen und Notizen sicher festhalten, digitales Aufgabenmanagement… und natürlich hat man auf dem Ipad auch eine komplette Bücherbibliothek angeschlossen. So gut wie alle Basisaufgaben, die man also mit einem Laptop machen kann (den man aber nicht so gerne in die Uni mitnimmt)

Die meistgestellte Frage ist jedoch: Komme ich mit einem Tablet wirklich zurecht im Unialltag? Kann man darauf vernünftig schreiben? Was ist mit Fächern, in denen nicht nur Text, sondern auch Skizzen angefertigt werden müssen? Was ist mit Excel und Word?

Die Antwort lautet: größtenteils kommt man gut zurecht. Alle Dinge können erledigt werden, die man auch auf dem Papier machen kann.

Warum nicht gleich einen Laptop?

Ein Laptop gehört zur Grundausstattung eines jeden Studenten. Programme zur Bild oder Videobearbeitung sowie etliche andere Software erfordern ein Betriebssystem und außerdem ist der Speicherplatz auf Ipad & Co. relativ begrenzt. Wer seine Fotos seit der Jugend speichern will, kommt mit einem Tablet alleine nicht weit. Das Tablet ist quasi als kleines, leichtes Zusatzgerät zu sehen, dass uns im Unialltag begleitet.

Ipad/Android oder doch Windows?

Wer auf jeden Fall mit Windows arbeiten will, sollte sich das Microsoft Surface Pro 3 mal anschauen. Dieses Tablet bietet volle Laptop Performance und ist das erste wirklich brauchbare Windows Tablet. Wer ohnehin fast nie den Laptop benutzt könnte eventuell alleine damit auskommen. Aber:
Jeder, der schon einmal ein Iphone in der Hand hatte, wird die einfache Bedienung des Ipads zu schätzen wissen. Etliche Apps bieten uns in sekundenschnelle eine derart einfache Struktur und Bedienbarkeit, die optimal auf die Arbeit mit dem Touchscreen angepasst ist. Gerade solche Apps sind extra auf gewisse Aufgaben zugeschnitten und helfen uns manchmal mehr als ein Laptop, wenn wir in der Vorlesung sitzen. Ich bin skeptisch bei einem Tablet, was gleichzeitig ein Laptop sein will. Aber anschauen kann man es sich ja trotzdem mal.

Ich selbst nutze in der Uni ein Ipad mit 32GB und kann sagen, dass es wirklich sehr gut und flüssig funktioniert. Prinzipiell gibt es die meisten der Apps die ich gleich vorstelle auch für Android Tablets. Mehr Freiraum bei Einstellungen bei Android hin oder her, wer schon ein Iphone oder MacBook besitzt, sollte das Ipad nehmen. Ich würde es grundsätzlich jedem empfehlen, aber wer unbedingt Android möchte, ist mit dem Samssung Galaxy Tab 4 (nur 250 Euro) preis-leistungstechnisch gut aufgehoben.

Die Arbeit am Tablet im Detail: Nützliche Tipps und Anwendungen

 

Vorlesungen mitschreiben mit dem Tablet

Wer lediglich Text mitschreiben möchte, ist mit Evernote sehr gut aufgehoben. Diese App hat einen super einfachen Editor und synchronisiert alles online. So hast du die Notizen immer dabei, online oder auch auf deiner Laptop Anwendung.
Außerdem kann Evernote auch Fotos in Notizen einfügen und Dokumente randlos scannen.

Wer Wert auf ein klares und strukturiertes Schreiberlebnis legt, sollte sich einmal iA Writer anschauen.

Passwörter sicher speichern: 1Password

Seit es die App 1Password auch in der kostenlosen Version gibt, erfreut sie sich noch größerer Beliebtheit. Ich kann euch nur sehr empfehlen, alle eure Passwörter erstellen zu lassen und mit dieser App zu verwalten. Ihr werdet so nie wieder ein Passwort vergessen und sie sind komplett verschlüsselt sicher aufbewahrt.

Dateien mit dem Iphone und Ipad einscannen

Wer mehr braucht als Evernote kann mit der App Scanbot Dateien super schnell einscannen. Die Software scannt wirklich randlos, als würdet ihr das Blatt zuhause in einen Scanner legen. Ich kann das Programm empfehlen, allerdings ist es nicht kostenlos.

Microsoft Office für das Ipad kostenlos

Microsoft hat seine Software endlich auch fürs Ipad rausgebracht. Eine Basisversion gibt es ab November 2014 kostenlos! Gegen eine Jahresgebühr (für Studenten sehr stark vergünstigt) kann man auf allen seinen Devices seine Dokumente erweitert bearbeiten. Sogar an fremden PC’s. Risiko: Wer alles synchronisieren will, braucht natürlich die Cloud. Fazit: Die Basisversion ist eine tolle Sache. Einfach kostenlos ausprobieren und bei Bedarf upgraden.

Microsoft Word gibt es hier im Appstore

Excel gibt es hier 😉

Bei den Bewertungen gibt es etliche Beschwerden, das rührt aber daher, dass die Leute nicht einsehen ein Jahresabo für die Software zu bezahlen. Es kann halt nicht alles kostenlos sein. Seitdem die kostenlose Version verfügbar ist, beruhigen sich die Gemüter.

Natürlich braucht ihr den Microsoft 360 Account:


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Apple Documents

Klar kann man auch die Apple eigenen Programme verwenden wie Pages oder Numbers, die auf dem Ipad auch sehr gut funktionieren.

Handschriftliche Notizen

Der Vorteil an einem College Block ist, dass man mal schnell in der Vorlesung eine Skizze mitkritzeln kann. Problem beim Ipad im Studium: Man sitzt in der Vorlesung und tippt mit einem Texteditor mit, dann kommt der Prof und malt irgendeine Formel an die Tafel, die man nicht so schnell tippen kann.
Natürlich gibt es auch für handschriftliche Notizen eine Lösung. Penultimate zum Beispiel ist die kostenlose App von Evernote, die deine Skizze direkt in Evernote übernimmt, so hast du weniger Aufwand.

Wer etwas mehr Gestaltungsmöglichkeiten will, kann sich als Text und Skizzen App einmal UPAD ansehen.

In Upad könnt ihr eure Vorlesungsfolien in Ordnern organisieren und die PDF’s wie ihr möchtet mit bunten Textmarkern markieren sowie mit Anmerkungen versehen. Also eigentlich genauso, als würde man die Folien ausdrucken.Allerdings muss man bedenken: je mehr Funktionen eine App hat, desto unübersichtlicher wird sie.

In dieselbe Kategorie wie Upad fällt die App Goodnotes. Dort könnt ihr ebenso eure PDF’s importieren und euch stehen zahlreiche Features zur Verfügung. (Danke Alex an den Tipp). Letztendlich müsst ihr selber vergleichen und probieren, eine klare Empfehlung kann ich nicht aussprechen.

Dokumente verwalten auf dem Ipad

Das Ipad wird oft kritisiert, dass man keine Dateien in Ordnern richtig ablegen kann. Mit der neuen ICloud Drive lassen sich allerdings Dokumente gut synchronisieren, so wie in einer Dropbox. Natürlich könnt ihr auch direkt die Dropbox benutzen. Ich habe bis jetzt die App Documents benutzt, in der man alle Dateien anzeigen kann und in Ordnern organisieren. Außerdem kann man Ordner der Dropbox importieren und synchronisieren.

Dropbox kostenlos einrichten

Documents ist auch kostenlos:

Apps zum Projektmanagement

Hier kann ich eine klare Empfehlung aussprechen. Ich benutze auf meinem Ipad die App Things 

In diesem Beitrag zum Projektmanagement habe ich bereits erklärt, warum es sinnvoll ist ein paar Euro in ein geschicktes Zeitmanagement Tool zu investieren. Zur Not geht es auch oldschool mit einem Notizbuch. Diese hier von Leuchtturm sehen super aus!

Empfehlenswertes Zubehör für das Ipad im Studium

Ich benutzte für das Ipad entweder eine Schutzhülle oder ein Case mit integrierter Tastatur, um einfach schneller tippen zu können. So bearbeite ich Texte und Emails in gleicher Geschwindigkeit wie auf dem Laptop.

Hier gibt es eigentlich nur ein gutes Produkt: Die Tastatur von Logitech

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Sie sieht aus wie von Apple selber produziert und der Akku hält Wochen.

Software für spezielle Studiengänge:

Diese Liste füllen wir nach und nach auf, schickt uns doch einfach eure Empfehlungen, damit wir einen Artikel schaffen, der für jeden Studenten immer hilfreich ist.

Für Mediziner kann ich nur die App Essential Skeleton 4 empfehlen. Man kann sich den kompletten menschlichen Körper in 3D mit allen Gefäßen, Nerven und Muskeln anschauen. Einzelne Muskeln können ein und ausgeblendet, sowie isoliert werden. Was glaubt ihr, wie beeindruckend sich einzelne Schädelknochen in einer voll drehbaren 360° Ansicht darstellen.

 

Fazit:

Ihr kommt mit einem Ipad an der Uni und dem entsprechenden Zubehör wunderbar klar. Einen Laptop ersetzt das Ipad allerdings nicht. Vielmehr helfen euch die meist minimalistisch designten Apps produktiver zu sein.

Ressourcen- Noch einmal alles auf einen Blick zum Vergleichen:

Macbook Air (klein, leicht, falls es doch ein Laptop für die Uni sein soll) –> mit Apple on Campus kaufen

Ipad Air, 32 GB

Microsoft Surface (wenn es doch ein Hybrid sein soll mit Windows)

Samsung Ativ 9 Lite (gutes Ultrabook für Studenten mit Windows) –> auch mal nach Studentenrabatt Ausschau halten

Die Tastatur von Logitech

 

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr Erfahrungen mit Tablets an der Uni? Welche Apps sind noch sinnvoll? Ideen sind in den Kommentaren herzlich willkommen 🙂

Photo Credit: Sergey Galyonkin cc

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  • Alex

    Für mich einer der schlechtesten und undifferenziertesten Blogeinträge über Tablets an der Uni. Im Endeffekt werden nur zwei drei Apps genannt und eine Tastatur vorgestellt. kaufen kaufen kaufen – am besten mit Ref-Direktlinks zum Geldverdienen.

    Dabei gibt es mittlerweile absolut tolle Apps und Styli die weit mehr können, als den Kollegeblock zu ersetzen (schaut euch z.B. mal goodnotes [iOS] an). PDF Import für Vorlesungen, sync mit einer anderen Cloud außer Microschrott und iCloud wird ausgelassen.

    Das Android mit der Note-Serie eine beim ipad bisher (fast – alternativen sind sehr viel teurer) unerreichte Handschrift Qualität durch den intelligenten Stylus bietet, auch das bleibt aus.

    Insgesamt ist der Ansatz ja nett. Auch das Surface wird erwähnt. Aber insgesamt sollte man entweder einen umfassenden Artikel schreiben, oder es besser lassen und auf entsprechende Seiten verlinken, die es richtig gemacht haben. Alles andere ist doch irgendwie nur Murks, weil es dem Studi-Einsteiger nicht die Realität darbietet.

    • studiblog

      Hallo Alex,

      so ganz kann ich deine Kritik nicht nachvollziehen. Der Artikel geht primär um das Ipad, da ich selber mit einem arbeite. Ich habe alle Apps aufgeführt die ich täglich in der Uni nutze. Das genannte UPAD und kostenlose Documents beherrscht den PDF Import für Vorlesungen und die Folien lassen sich in den Apps markieren, anmalen und kommentieren. Da ist Upad noch besser als Documents. Goodnotes ist ein guter Tip, danke, die App füge ich gerne Morgen hinzu. Hatte mich damals dagegen entschieden sie zu nutzen. Als Cloud Lösung dient auch Documents in Verbindung mit Dropbox. Mit Evernote und Penultimate werden einige kostenlose Apps genannt.
      Natürlich sind entsprechende Produkte mit Affiliate Links versehen. (wem schadet das?) Allerdings wird bei Produkten, die Studentenrabatt haben auch darauf hingewiesen, sie über die entsprechenden Seiten zu kaufen, und nicht über den Link. (Apple on Campus)
      Manche Apps die ich gut finde kosten etwas mehr (Things), aber ich habe hier tatsächlich nur Apps aufgeführt, die ich selber lange getestet habe. Sicher bietet die Android Sparte auch gute Features, die ich hier etwas vernachlässigt habe.
      -André

  • Cat

    Also ich habe auch lange Zeit UPAD benutzt und bin jetzt beim ganz normalen Adobe Reader hängen geblieben, da ich eigentlich nur noch PDFs lese und gut geordnet haben will. Beim AR gibts ne schöne alphabetische Ordnung von Ordnern und auch Dokumenten. Zum Schreiben benutze ich Word oder für die Mitschrift UPAD, allerdings ist mir das Mitschrieben am Pad auf Dauer zu anstrengend geworden und so bin ich jetzt wieder beim guten, alten Block gelandet 😀

    iBooks soll das Ordnen von PDF Dateien jetzt aber auch können und ist dazu kostenlos.
    Eine weitere, praktische App ist TinyScan, mit der man alles abfotografieren und direkt zu PDF Dateien konvertieren kann (wenn man Zeit und Lust hat kann man so auch ganze Bücher als PDF Datei erstellen, aber da muss man dann schon ein wenig verrückt für sein ;D)

    Achja, ich hatte überlegt mein iPad gegen ein Samsung Note auszutauschen, das iPad ist doch oft ziemlich nervig, da man so viel extra kaufen muss und den Speicherplatz nicht erweitern kann. Allerdings denke ich nicht, dass ich in kommender Zeit noch ein richtiger Technikfreak werde der alles mit dem Pad machen will, daher lasse ich den Aufwand.

    Danke für den tollen Blog – Cat

    • studiblog

      Hallo Cat,

      danke für dein Feedback. :)Ich benutze UPAD auch nicht mehr, da skizzieren und schreiben in einer App nicht so flüssig umzusetzen ist. Bin bei Evernote hängengeblieben und einem PDF Reader, der auch Anmerkungen machen kann (Documents). Einen Block benutze ich aber nicht mehr, da ich die Blätter dann zuhause in einem Ordner habe, den ich nie dann dabei habe, wenn ich ihn brauche. Habe ich alles digital, kann ich Dinge auch mal an Kommilitonen verschicken, das ist schon praktisch. Ich werde die App Tiny Scan noch in den Beitrag aufnehmen, danke dir.
      Liebe Grüße André



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