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Mit Auslandserfahrung bei der Bewerbung punkten

Seit Jahren steigen die Studierendenzahlen jährlich um mehr als 100.000 junge Akademiker. Besonders begehrte Studiengänge sind BWL, Maschinenbau, Informatik, Medizin, Jura oder Pädagogik. Der Run auf diese Studiengänge hat jedoch nicht nur immer strengere Zulassungsbeschränkungen und hoffnungslos überfüllte Vorlesungssäle zur Folge. Auch bei der Suche nach dem ersten festen Job nach dem Studium zeigt sich, dass der Konkurrenzkampf immer härter wird.

Doch wie kann ich aus der großen Masse an Mitbewerbern  positiv herausstechen? Zunächst natürlich durch gute Studienleistungen, klar. Außerdem schätzen Personaler praktische Erfahrung durch idealerweise schon während des Studiums absolvierte Praktika und Werkstudententätigkeiten.  Ein weiterer Pluspunkt bei Bewerbungen sind Auslandserfahrungen. Es gibt viele Arten von Auslandsaufenthalten, die sich positiv im Lebenslauf machen. Daher wollen wir dir hier die Möglichkeiten einmal etwas Genauer vorstellen:

Auslandspraktikum

Der Karriereturbo schlechthin, möchte man meinen, immerhin hat sich das Auslandspraktikum bislang  immer noch nicht so breitflächig unter Studenten etabliert, als das man sich damit nicht einen klaren Pluspunkt verschaffen könnte. Der Vorteil eines Praktikums im Ausland liegt nicht nur darin, dass du deine Flexibilität, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft unter Beweis stellst und deine sprachlichen Fähigkeiten zwangsläufig erweiterst. Du bekommst Einblick in den Arbeitsalltag in einem internationalen Unternehmen, lernst die Arbeitsabläufe kennen und kannst dein im Studium gewonnenes theoretisches Wissen praktisch anwenden. Neben diesen Zusatzqualifikationen knüpfst du Kontakte und lernst neue Leute, vielleicht sogar potentielle Arbeitgeber, kennen. Gerade wenn du später einmal bei einem international tätigen Unternehmen Karriere machen möchtest oder mit dem Gedanken spielst, deinen Lebensmittelpunkt sogar ganz ins Ausland zu verlegen, sei dir derartige praktische Auslandserfahrung dringend empfohlen.

Auslandssemester

Im Studienjahr 2012/2013 absolvierten laut Deutschem Akademischen Austauschdienst (DAAD) allein über das Erasmus-Programm 35.000 deutsche Studenten ein Auslandssemester in Ländern der Europäischen Union, Tendenz weiterhin steigend. Hier lassen sich nicht nur die in Schule oder Uni-Sprachkurs gewonnenen Sprachkenntnisse auf ihre Alltagstauglichkeit testen und erweitern, sondern auch Erfahrungen mit anderen Kulturen und Bildungssystemen sammeln. Viele (technische) Hochschulen bieten zudem eine Kopplung mit einem Auslandspraktikum an. Karrieretechnisch ist vor allem der Ausbau der begehrten Soft Skills hervorzuheben, denn im Ausland bist du gezwungen, deinen Studien- und Lebensalltag komplett selbst zu organisieren und dich an die Gepflogenheiten des Gastlandes anzupassen. Selbstmanagement, Flexibilität und interkulturelle Kompetenz können daher bei deiner späteren Karriere sehr hilfreich sein.

Work & Travel

Work & Travel-Aufenthalte sind für viele Studenten verlockend, immerhin lässt sich mit den gelegentlichen Jobs  auch eine längere Reise quer durch ein ganzes Land gut finanzieren. Als Backpacker bist du völlig auf dich allein gestellt und musst dich um alles selbst kümmern. So wird nicht nur das Freiheitsgefühl gestärkt, sondern auch das Bewusstsein, sich etwas völlig unabhängig von BAföG, Studienkredit oder Eltern selbst zu finanzieren. Die Arbeiten sind landestypisch und ergeben sich oft zufällig, vom Schafe hüten oder kellnern über Sprachunterricht bis hin zum Erntehelfer ist alles möglich. In beruflicher Hinsicht werden diese Jobs sicherlich nur im Ausnahmefall etwas mit deinem eigentlichen Studiengang zu tun haben. Karrieretechnisch sind bei dieser Reiseform aber auch mehr der Erwerb von Soft Skills wie Engagement, Durchhaltevermögen und Organisationstalent für Personaler entscheidend.

Famulatur im Ausland

Mittlerweile hat es sich schon fast eingebürgert, dass die meisten Medizinstudenten im Laufe ihrer Ausbildung ein Auslandspraktikum absolvieren, um praktische Erfahrungen mit anderen Gesundheitssystemen zu sammeln. Kein Wunder, kranke Menschen gibt es schließlich überall mehr als genug. Karrieretechnisch ist besonders hervorzuheben, dass gerade in Lateinamerika häufig sogenannte bed-side teachings in kleinen Gruppen stattfinden. Bei diesen praktischen Übungen werden dir teilweise bereits klinische Tätigkeiten anvertraut, die du in Deutschland erst viel später ausüben könntest. Außerdem offeriert dir eine Auslandsfamulatur die Möglichkeit, Kenntnisse über Krankheiten zu erwerben, die dir beim Studium in Deutschland nicht oder nur selten begegnen. Wichtig: um mit den Patienten sprechen zu können, solltest du vorab unbedingt einen Sprachkurs machen, um deine vorhandenen Kenntnisse zu vertiefen.

Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit kombiniert den Auslandaufenthalt mit der Mitarbeit bei einem Hilfsprojekt und dem Dienst an der guten Sache. So kannst du etwa verschiedene Projekte aus den Bereichen Tier- und Naturschutz unterstützen, aber auch in Schulen oder Krankenhäusern aktiv werden. Du  tauchst tief in die Landeskultur ein und gewinnst Einblicke in den Lebensalltag, die dir als Tourist verwehrt bleiben. Gerade wenn du während des Studiums noch nicht sicher bist, was danach kommen soll, kann dir eine derartige soziale oder ökologische Tätigkeit völlig neue Blickwinkel eröffnen. Du übernimmst sinnvolle Aufgaben und sammelst durch angebotene Fortbildungen neue berufliche Erfahrungen, die dich langfristig weiterbringen. Denn freiwilliges Engagement wird von vielen Arbeitgebern honoriert.

Artikelbild: © derateru / pixelio.de
*Kooperationsbeitrag

 

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Über Andre

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