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Medizingeschichte: Erste beidseitige vollbewegliche Armprothese

Les Baugh verlor vor 40 Jahren bei einem Elektrounfall beide Arme und ist nun der erste Mensch, der eine elektronische, vollbewegliche Armprothese bekommt. Verantwortlich für diesen medizinischen Durchbruch ist das Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory. Bei den Prothesen handelt es sich nicht um normale mechanische Stützen, die mit dem Stumpf verbunden werden. Das wäre bei Les Baugh auch nicht möglich, da lediglich noch die Schulter vorhanden ist. Vielmehr durchlief er ein intensives Training im Labor, um die Nervenerregung am Extremitätenstumpf zu messen, die der Patient beim Gedanken an verschiedene Armbewegungen hervorruft.

Bevor es allerdings soweit war, musste er sich einer neuen Operation unterziehen, bei der die Nervenenden am Muskel reinnerviert werden. Dieser Vorgang nennt sich „targeted muscle reinnervation“. So kann der Patient alleine beim Gedanken daran, die Hand zu bewegen, eine Muskelinnervation hervorrufen. Diese ist nötig, um letztendlich die Prothese steuern zu können.

Geübt wurde zunächst am Simulator, bevor  Les Baugh schließlich das Korsett umschnallen durfte. Bereits nach 10 Tagen Trainings und Feinabstimmung war er in der Lage, einfache Objekte zu greifen und zu bewegen.

Die Wissenschaftler beschreiben diesen Schritt erst als den Anfang einer großartigen Technologie. Wenn ein reinnervierter Nerv Aktivität am Muskel zeigt, ist prinzipiell alles möglich.

Hier ist das Video mit der Zusammenfassung des Experiments:

via: John Hopkins APL

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