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Warum Menschen, die sich über das Tanzverbot aufregen, einfach nur dumm sind

[Kommentar] Jedes Jahr dieselben Sprüche. An Karfreitag gibt es eine 99 prozentige Wahrscheinlichkeit, sich das Gejammer mindestens einer Person aus seinem Umfeld anzuhören, dass Tanzveranstaltungen verboten sind.

Sogar Parteien wie z.B. die Piratenpartei vertreten die Meinung, dass diese Regelung nicht mehr zeitgemäß sei. Mit auf diesen Zug springen dann auch alle die, die am Karfreitag einfach ganz normal feiern möchten. Mit sogenannten stillen Tanzveranstaltungen wird dann gegen den Einfluss der Kirche demonstriert. Es geht darum, in seiner Freiheit nicht eingeschränkt zu werden. Wo käme man denn da hin? Wir sind schließlich in einem freien Land, im Jahre 2015, in dem man sich solchen Einschränkungen nicht zu unterwerfen habe.




So sieht dies auch der deutsche Hotel und Gaststättenverband, der sich dafür einsetzt, diese Regelung zu lockern. Die Kirche hingegen befürwortet hingegen den stillen Karfreitag.

Ich wette, unter denen, die sich lautstark über diese Regelung beschweren, gibt es einen großen Anteil, der am Ostersonntag genüsslich dem Schoko-Osterhasen den Kopf abbeißt, oder an Weihnachten die neue Playstation 4 auspackt.

Wir leben in einem Land, in dem die Kirche einen großen Einfluss hat. Diejenigen, die sich über das Tanzverbot lautstark beschweren, sind die Ersten, die an Vorfeiertagen (von denen es eine Menge gibt!), im Club bis zum Sonnenaufgang feiern. An den Brückentagen wird dann Kurzurlaub gebucht und so richtig entspannt. Wie schön, dass es so viele davon gibt…

Es verlangt keiner, dass jemand die Kirche gut findet. Im Gegenteil, es ist völlig schnurz-piep-egal, ob jemand gläubig ist oder nicht. Es ist das Recht jedes Menschen für sich zu entscheiden, ob er an einen Gott glaubt oder nicht. Und es ist auch in Ordnung, sich trotzdem über die unzähligen Feiertage zu freuen, die uns die Kirche beschert. Man kann Weihnachten als Fest der Liebe feiern und auch in den Schokohasen beißen.

Was man aber nicht kann, ist alle diese Annehmlichkeiten über das ganze Jahr annehmen und dann die Klappe aufmachen, wenn die Kirche möchte, dass wir am Karfreitag die Mucke ausmachen.

Es gibt nur 3 Optionen:

1) Gläubig sein und in den Feiertagen einen religiösen Sinn sehen

2) Ob gläubig oder nicht, die Feiertage trotzdem mitnehmen und sich nicht über ein Tanzverbot beschweren

3) Den Einfluss der Kirche kritisieren, gegen das Tanzverbot demonstrieren und seinen Hintern an (kirchlichen) Feiertagen ins Büro bewegen.

Deswegen eine Bitte an alle, die heute am Lautesten schreien. Wenn ihr es durchzieht, dann auch richtig. Ostermontag wird gearbeitet!

Der Rest zieht sich heute ne DVD rein und freut sich, dass es bald wieder ganz viele Feiertage gibt.

Titelbild: Juan Felipe Rubio  cc

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