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Innerer Monolog eines Studenten am Morgen

Innerer Monolog eines Studenten am Morgen

Boah nee, echt schon wieder aufstehen? Ey, Uni, ist das dein Ernst? Es ist doch noch mitten in der Nacht. Wieso soll ich jetzt nach viel zu wenig Schlaf in die Uni gehen? Oh man, ich bin so müde.

Ok, in paar Minuten stehe ich auf. Es gibt zwar keine Anwesenheitspflicht mehr, aber irgendwie fühlt man sich doch mal genötigt hinzugehen. Blödes Gewissen, warum bist du da?

Motivation ist ungefähr so groß, wie wenn man mit amputierten Beinen mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren müsste. Diese langweilige Vorlesung, die ich gleich hab ,ey. Die ist doch wieder so spannend, wie einer Kuh beim Grasen zuzusehen, die auf einem Betonboden steht. Der Prof kann doch auch auf mich verzichten. Bei der Menge an Studenten falle ich ihm doch gar nicht auf. Der hat doch sowieso nen IQ wie ein demenzkranker Esel, ganz ehrlich.

Aber ich steh´ gleich auf, ich schwör´. Aber ich will nicht, man. Hin und Hergerißenheit lebt, auch wenn ich mich toter fühle, als ein Schwein, auf das ein Panzer gefallen ist. Ach, das erinnert mich an damals, wo ich noch GTA3 gespielt habe und mir mithilfe eines Cheats einen Panzer holen konnte, aber dann plötzlich runtergefallen kam. Damals war ich noch kein Student; aber die Motivation hatte schon genau so einen Kellergrundmauern-Charakter.

Jetzt mal aufstehen, oder? Nee, ich hab´ auch schon keinen Bock in die volle Straßenbahn zu steigen. Alle sind da drin um die Zeit. Volle Bahnen machen mich aggressiv: es ist heiß, eng und der enge Körperkontakt zu manchen Menschen wünscht man sich nicht mal nach drei Flaschen Wodka und fünf Gläsern Wein mit einem Schuß Rum. Die Motivation hier ist eher noch geringer; etwa so, wie mit Cindy aus Marzahn auf einem Spielplatz, wo haufenweise Kevins, Justins und Chantals spielen, zu schlafen. Muss nicht sein, muss man nicht haben, muss man nicht wollen, außer man ist kränk und kaputt im Kopf. Außerdem hab´ ich so das Gefühl, dass bei mir immer der Durchgang ist; alle Leute wollen an mir vorbei, wenn sie aussteigen oder einsteigen wollen und meckern doch noch rum, wenn man in ihren Augen „falsch“ steht. Soll ich mich in Luft auflösen oder so? Bloß nicht im Weg stehen, damit die Leute nicht an die Decke gehn. Das reimt sich zwar, nützt mir aber auch nichts.

Die einzige Ermunterung jetzt aufzustehen, ist die, dass man in der Uni seine Kollegen und Freunde sieht, mit denen man lecker Mittagessen gehen kann. Was gibt´s eigentlich heute so? Es ist immer so chillig da. Ich rede sehr gerne mit meinen Freunden über Dozenten und Professoren. Ich würde es nicht „drüber herziehen“ nennen, aber…….. doch….. drüber herziehen triffts.

Jetzt dann aber mal aufstehen. Wobei… lohnt sich das jetzt wirklich? Ist es nicht viel weniger Aufwand, jetzt nicht hinzugehen und dann später alles im Internet anzusehen? Wäre auf jeden Fall eine Option. Hm… wenn ich so genau darüber nachdenke, bringt es auch nichts eigentlich, weil ich mir das dann ja doch nicht angucke. Vielleicht alles eine Woche vor der Klausur, aber nicht im Semester. Wenn ich das vorhabe, werden plötzlich Dinge interessant, von denen man nie gedacht hätte, dass sie mal so interessant wären: das Zimmer müsste mal wieder aufgeräumt werden, die Fenster sehen so aus, als könnten sie einen Besuch bei Carglass gebrauchen, die Pflanze sieht trocken aus, der Teppich gehört gesaugt. Nee, nee, das bringts alles nicht; immer diese Ablenkung, die dann kommt. Wie soll man sich da nur aufs Studieren konzentrieren? Hey, schon wiedern Reim.

So, jetzt aber mal wirklich den Hintern ausm Bett kriegen, ohne Widerrede. Aber was ist, wenn die Vorlesung ausfällt und ich da umsonst hingehe? Das kann ich nicht riskieren. Aber ich bin auch zu faul, um mich jetzt am Handy in meinen Uni-Mail-Account einzuloggen. Das kann ich ja gleich machen; eilt ja nicht. …… NOCH nicht!

Mal sehen, was das heute wieder für ein Tag wird. Zum Glück ist er ja auch mal zu Ende und dann geht´s mit nem Bierchen zu Kollegen.

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Über AKkstudent93

Andreas Kaufeld, 23, Student Köln (Latein, evangelische Theologie) Hobbies: Musik, Fernsehen, Italienisch, chillen, schreiben Das Schreiben macht Spaß, es macht sehr viel Spaß; manchmal macht es sogar so viel Spaß, dass man vergisst, wie spaßig etwas ist. Ich schreibe gerne über große und kleine Dinge des Alltags oder auch einfach etwas Kreatives, was mir beim Warten auf die Bahn oder bei einem Spaziergang oder einfach so einfällt; das gefällt dann sehr, es umzusetzen. Ich hoffe natürlich auch, dass es den Lesenden (also euch) gefällt :) .

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