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Kombination aus amerikanischer und britischer Fahne - Der Anglistik-Student.

Fauna des Campus: Der Anglistik-Student

Der Anglistik-Student: Artenvielfalt

Der Englischstudent (Discipulus anglizismus) ist eine sich kaninchenähnlich vermehrende Spezies innerhalb der Gattung der Sprachwissenschaften (Studia labera). Er lässt sich grob in zwei Unterarten unterscheiden: Den für den Menschen ungefährlichen „Geek“ sowie den stark germanophoben „Traveller“. Während der „Geek“ durch die Nutzung von Apple-Produkten und/oder Merchandise der britischen Kultserie Doctor Who leicht zu identifizieren ist, ähnelt der „Traveller“ dem handelsüblichen Menschen gefährlich stark. Je nach Statistik bezahlten dies in diesem Jahr 300-1500 deutsche Studenten mit ihrem Leben.


Der Anglistik-Student: Merkmale

Der „Geek“

Der „Geek“ (wissenschaftlich auch einfach „Nerd“ genannt) ist fester Überzeugung kein „Nerd“ zu sein, will aber in Wirklichkeit nur raushängen lassen, dass er den Unterschied kennt (obwohl es keinen gibt). Der „Geek“ befindet sich im (ertraglosen) Studium der englischen Sprache, da er in seinem Teeniestadium auf die Verständigung in anglistischen Lauten (sei es “Gaming” statt “in Jogginghose 24 Studen vor Kindervideospielen sitzen” oder “Bingewatching” statt “fettleibig auf der Couch schon wieder alle Staffeln Game of Thrones gucken”)  angewiesen war. Hauptsächlich um sich innerhalb seiner Herde damit unbeliebt zu machen, für wie viel besser er TV-Serien, Filme und/oder Videospiele in ihrer Originalsprache hält. Da sein natürliches Habitat das Internet ist, gibt es nur wenige Erfahrungsberichte und wissenschaftliche Literatur über sein tatsächliches Verhalten. Die moderne Wissenschaft geht allerdings davon aus, dass jedes Exemplar dieser scheuen Gattung über ein eigenes Doctor Who Forum verfügt, in welchem er jeweils sämtliche Accounts selbst betreibt.

Der „Traveller“

Der „Traveller“ hingegen, sucht wissentlich den Kontakt zum Menschen, um diesen damit zu beeindrucken, wie leicht er ihm den letzten Nerv rauben kann. Der „Traveller“ verbrachte irgendwann einmal einen Tag bis halbe Woche in einem englischsprachigen Land und muss dies ob der Tatsache, dass er ansonsten über keine nennenswerten Eigenschaften verfügt, künstlich aufbauschen. So ziert dieser Kurzaufenthalt sämtliche Bilder in sozialen Netzwerken, dekoriert seine Kleidung und ist Inhalt seines beitragslosen „Going Abroad :-)“-Blogs.

Sollte sich ein „Traveller“ auf diese Weise erkennbar zeigen, ist es von höchster Überlebenswichtigkeit ihn zu meiden oder gewaltvoll mundtot zu machen. Denn seine halbdeutschen Anekdoten darüber, wieviel kultureller USA/Großbritannien/Irland/Australien/Neuseeland/Kanada/Indien doch seien, gepaart mit der perfekten Illusion, nicht mehr richtig Deutsch sprechen zu können („Das ist halt so difficult, wenn man in English thinkt“), können das menschliche Gehirn in nur wenigen Minuten zersetzen. So dauert es offenbar nur wenige hours bis das brain selbst beginnt, von der parasitären Prätention des “Travellers” attacked zu werden.

Der Anglistik-Student: Lebensziele

Da Englischlehramt an sämtlichen Standorten komplett überlaufen ist und an manchen Schulen die Ersetzung von Englischlehrern durch ein Wörterbuch bereits deutliche Erfolge verzeichnen konnte, bestehen im Bildungssektor keinerlei Berufsaussichten für den Englischstudenten. Da auch die Translation die Auseinandersetzung mit einer weiteren Fremdsprache erfordern würde und Valyrisch noch nicht als solche anerkannt wird, passten sich “Geek” und “Traveller” dieser Evolution geschickt an: Während der “Traveller” bei Starbucks geschickt amerikanische Herkunft und Kenntnis über die verzuckerten Kaffeesorten vermitteln kann, gelingt es dem “Geek” durch sein heruntergekommenes Äußeres und seine wirre Mischung aus Deutsch, Englisch und Nerdbegriffen besonders viel Kleingeld in den Fußgängerzonen deutscher Mittelstädte abzugreifen.

+++Wichtiger (Gast-)Überlebenshinweis: “I can’t touch in words how very the English student goes me on the bag.” Lothar Matthäus über Anglisten.+++

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