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Die wichtigsten Gründe, warum du in deinem Studium scheiterst

Als ich letztes Jahr meine ersten Surf Versuche gemacht habe, bin ich unter größter Anstrengung gegen die Wellen hinausgeschwommen. Kaum hatte ich es geschafft, befand ich mich in einer Zeichentrickfilm ähnlichen Situation, in der ich und mein Surfbrett eine von einer Welle unterspülten Einheit bildeten. Fünf Sekunden später stand ich nach Luft japsend im knietiefen Wasser. Nach einiger Zeit hatte ich aber dazu gelernt und untertauchte die Wellen beim Hinausschwimmen, wich Wellen aus, behielt den Überblick beim Aussuchen einer geeigneten Welle zum Reiten. Und dann klappte es. Ich spürte einen gewaltigen Druck unter meinem Board. Die Welle war nicht riesig (und ich sah erbärmlich wackelig aus auf dem Ding), aber sie trug mich bis zum Strand.

Was hat das nun mit studieren zu tun?

Unsere Artikelreihe zum Semesterstart wird dir zeigen, wie du deine komplette Einstellung zum Studium einmal auf den Kopf stellst und dich dann neu ordnest, dich neu aufstellst im Kampfgebiet Uni. Habe ich Kampfgebiet gesagt? Genau, da ist noch etwas, was ich erreichen möchte. Die Klausuren, die Hausarbeiten, dies alles sollst du nicht als Kampf ansehen, sondern als Bestätigung auf dem Weg zu deiner Vision, bzw. zu deinem Ziel zu kommen. Wie beim Surfen. Wenn du GEGEN die Welle arbeitest (wie ich bei meinen ersten Versuchen), läuft alles unter größter Anstrengung ab. Hat man aber gelernt die Kraft des Wasser für sich zu nutzen, trägt es einen weit. Sehr weit. So wird dich in Zukunft eine Klausur nicht ausbremsen, sondern einen Schritt weiterbringen. Bis du dein Ziel erreicht hast.

Doch bevor es soweit ist, sollten wir uns klar machen, wieso es nicht so rund läuft. Hier sind die wohl häufigsten Gründe:

Zwischen Uni und Schule liegt ein gewaltiger Unterschied

In der Schule lief alles einfach ab. Ich hatte einmal einen Lehrer, der hatte mir in der Halbjahreszwischenbilanz eine schlechtere mündliche Note gegeben. Begründung: “Es reicht nicht, wenn ich merke, dass du die Antwort weist, du musst dich wieder öfter melden.” Gesagt, getan. Ich habe mich bei den Antworten gemeldet, die ich wusste. Nach 3 Mal melden kam man eh nicht mehr dran. So spielte es auch keine Rolle mehr, wenn Fragen kamen, die ich nicht beantworten konnten. Genau DAS geht in der Uni nicht mehr. Die mündliche Mitarbeit, die dir in der Schule den Schnitt aufgehübscht hat, gibt es an der Uni nicht mehr.

Du wirst an der Uni ins kalte Wasser geworfen. Deine Vergangenheit von der Schule ist scheißegal. Es ist scheißegal, ob du eine 1,3 an einer Gesamtschule hattest, oder eine 2.0 (oder eine 1,3) am hochgeschätzten städtischen Privatgymnasium.

Das Abitur ist vom Lernstoff gerade einmal so viel wie EINE dicke Prüfung an der Uni.

Besonders in den ersten 1-2 Semestern wird der Lernstoff an der Uni unterschätzt. Was in der Schule noch “nebenbei” ging, geht heute nicht mehr. Deine Noten an der Schule, sagen nichts über deine Leistungen an der Uni aus. Verlasse dich in keinem Fall auf dein 1,3er Abi.

Niemand steht mit erhobenem Zeigefinger hinter dir

So sehr uns unsere Eltern auch genervt haben, irgendwie haben sie uns in der Schule zu guten Noten motiviert. (Ob durch Belohnungen oder Strafen sei mal dahingestellt) Auch Oma war immer ganz glücklich über eine 1 auf dem Zeugnis. Seit du studierst, erzählt Oma nur noch allen, dass du -ganz genau- studierst. Deine Eltern sind froh, dass sie es geschafft haben dich an eine Uni zu bringen. Da stehst du dann mit deiner neu gewonnen Freiheit. In deiner neuen WG wird mehr Alkohol konsumiert als auf deiner Abiturfeier und mit den Kommilitonen des anderen Geschlechts aus deinem Studiengang könnte man sich auch mal intensiver unterhalten. Du kannst um 3 Uhr nachts Filme schauen ohne das jemand an die Zimmertüre klopft. Wenn du Morgens nicht aus dem Bett kommst, klopft jetzt natürlich auch niemand mehr an die Türe. Scheiß auf die erste Vorlesung.

Was dir im Studium fehlt, sind natürlich nicht deine Eltern (zum Glück!), sondern ein Motivator. Nicht jemand, der mit erhobenem Zeigefinger vor dir steht, sondern jemand, der dich motiviert und gleichzeitig in den Arsch tritt, wenn es sein muss.

Die “kommt Zeit, kommt Rat” Einstellung

Die ersten Wochen eines neuen Semesters sind rum. Du hast vielleicht mit Mühe und Not zwischen den ganzen Startup Partys alle Pflichtvorlesungen und Seminare besucht. Wenn alles gut läuft, hast du keine Anmeldungen verpasst, dich in alle Praktikalisten eingetragen usw.
Zusammengefasst: Du hast alles Organisatorische geregelt bekommen. Doch hast du wirklich einen Überblick? Weißt du am Anfang des Semesters, welche Fächer eine Prüfung oder eine Hausarbeit/Referat haben? Hast du eine Vorstellung, wieviel Arbeit dich das Fach kosten wird und wie aufwändig es im Vergleich zu den anderen Fächern ist? Meistens ist es doch so, dass auf einmal -huch- die Prüfungen da sind. Wäre alles nur halb so schlimm, wenn da nicht noch diese Hausarbeit oder das Referat wäre (wie konnte das nur vergessen werden).

Prokrastination und fehlende Motivation

Zu diesem Punkt könnte man eine eigene Artikelserie schreiben. Schon jetzt vorweg:
Wir bekommen das hin mit der Prokrastination. Nicht jetzt, nicht Morgen, aber im Laufe der nächsten Wochen.

Das Hauptproblem ist das Beginnen von Arbeit. Du stehst vor einem Berg von Lernstoff und es ist überhaupt nicht ersichtlich, wo genau du jetzt anfangen sollst. Also fängst du irgendwo an und merkst nach Stunden, dass dich das so nicht wirklich weiterbringt. Im Kopf rechnest du aus, dass du mit dem Tempo des Lernfortschritt gerade rechtzeitig zur Klausur ein Semester drauf fertig werden würdest^^
Resultat ist, entweder beginnst du gar nicht erst mit der Arbeit, oder beendest sie ab einem bestimmten Punkt, weil du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Du schaust Serien, gehst einkaufen, putzt und kochst.
Ähnlich wie mit der Prokrastination ist es mit der Motivation.
Da stehst du nun als frisch gebackener Student. Du willst (sagen wir mal) Biologie studieren. Das mit den Genen und so hat dich schon in der Schule interessiert und fasziniert.
Und nun lernst du seit einem Semester lang, wie Farne und Moose aufgebaut sind und sich vermehren. Du findest das einfach nur mega ätzend. Sowas will doch KEINER lernen. Du fragst dich: Wofür mache ich das überhaupt?! Du merkst, wie du die Freude am Fach verlierst. Außerdem ist das doch total fern von dem, was du später mal praktisch machen möchtest. Genau diesen Stoff sollst du jetzt lernen, denn Farne und Moose werden Hauptbestandteil deiner Prüfung sein. Fakt ist, dir macht es gerade keinen Spaß und dir fehlt die Motivation. Im schlimmsten Fall bekommst du dann auch eine schlechte Note oder bestehst die Prüfung nicht, was zur Folge hat, dass du noch demotivierter wirst.

Du lernst falsch

Ich habe schon Kommilitonen in der Bibliothek gesehen, die haben ein ganzes Lehrbuch mit Textmarkern angemalt. Sie haben gelesen, viel gelesen und teilweise den Lehrbuchtext 1:1 abgeschrieben.
Nicht, dass das nicht funktionieren könnte, aber es kostet viel zu viel Zeit, um den gewaltigen Stoff zu bewältigen, der dich an der Uni erwartet. Was du brauchst, sind clevere Lernmethoden. Allerdings wird dir die beste Lernmethode einen Tag vor der Klausur auch nicht mehr helfen. Wenn du noch wenige Tage Zeit hast, können dir bestimmte Techniken helfen.
Lernen ist ein Prozess, der Spaß machen soll und nicht darin enden soll, 2 Tage vor der Klausur panisch in Skripten zu blättern.

Fazit:
Es gibt noch viel mehr Gründe, warum es bei dir im Studium nicht ganz rund läuft. Aber, das kann sich ändern. Die nächsten Artikel dieser Serie werden dir helfen,mit dir selbst zufrieden zu sein und vor Allem eine Vision zu entwickeln, wohin deine Reise gehen soll. Wenn du dir nämlich bewusst bist, wie es in deinem Inneren aussieht, welche Träume und Wünsche du hast, kannst du auf ein Ziel hinarbeiten. Die Werkzeuge dazu wirst du hier bekommen.

Hier schon mal ein Tipp, wie du um 100% produktiver wirst.

 

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Über Andre

Studiblog Team.

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