Jann Wattjes' Guide to Studying: #3 Die Orientierungswoche - Studiblog
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Orientierungswoche: Einige Gläser Bier stehen auf dem Tisch

Jann Wattjes‘ Guide to Studying: #3 Die Orientierungswoche

+++Dieser Guide ist dazu konzipiert, euch von Immatrikulation bis Abschlussfeier zu Rate zu stehen. Oder euch an bessere Zeiten zu erinnern. Oder euch einfach direkt vom Studieren abzuschrecken.+++

Die Orientierungswoche als Einstimmung auf das Studium

„ … wir freuen uns darauf, Sie eine Woche vor Studienbeginn beim Erstsemesterempfang zur O-Phase begrüßen zu dürfen.“ So ähnlich enden Immatrikulationsbestätigungen oder Infoblätter in posthumoristisch benannten „Studi-Mäppchen“. Wer wie der Autor nicht verstanden hat, dass das O nicht etwa für „Orientierungs“, sondern „optional“ steht, findet sich in folgender Situation wieder:

Abertausende Posttraumatisierte, die sich frisch von den Leiden des Abiturs, FSJs, Erststudienabbruchs oder der Einklage erholt haben, zwängen sich auf die 300 Sitzplätze des gar nicht mal so „maxen“ Audimax. Irgendeine lokale Berühmtheit (die niemand kennt) hält eine Rede zu der man 0815-Bingo spielen kann:

Hermann Hesse Zitat (✓)

Anekdote aus der eigenen Studienzeit (✓)

etwas zu sexistischer Witz (✓)

Seitenhieb zum ansässigen Fußballverein (✓)

Witz über wahlweise Philosophie- oder Informatikstudenten (✓) (in dieser Nuance entscheidet sich das Bingo meist).

Diese von der Genfer Menschenrechtskonvention scheinbar nicht vorhergesehene Tortur quittieren dann schon mindestens 5 % mit Studienabbruch. Der verstörte Rest darf sich von den Oberältesten (Langzeitstudenten mit 13 Semestern aufwärts) die Uni zeigen lassen.

+++Expertentipp: Dass sich niemand für Debating Society, campuseigenes Quiddtich-Team oder Hochschulpolitik interessiert, überrascht diese Menschen nicht wirklich, sie haben nur in all den Jahren statistisch gesehen einen Werbetheorie- und einen Schauspielkurs besucht und bleiben daher hartnäckig.+++

Die kalten, sanierungsbedürftigen Hallen des Altbaus wirken eventuell ein bisschen frustrierend. Aber im Gegensatz zu deiner Erstesemesterbude gibt es immerhin regelmäßige Reinigungen und keine häusliche Gewalt, die du von nebenan überhören müsstest. Nach einer stundenlangen Bibliotheksführung – weil nichts spannender ist als ein ganzes Bücherregal zu der Diskussion, ob Jesus bisexuell war – und den jährlich wechselnden Angebot in der Mensa, kommt es dann zu dem eigentlichen Grund für die Orientierungswoche, bzw. dein gesamtes Studium: Organisierter Alkoholismus.

DIE Stammkneipe und „die“ Leute für deinen Lebensabschnitt Studium

Die Legende besagt, in der optimistisch benannten „Kneipentour“ seien mehr als 3 Kneipen eingeplant, was aus Ermangelung an Erfahrungsberichten wohl ewig eine solche bleiben wird. Hier liegt der wahre Kern der O-Woche: Du findest deine Stammkneipe (in der du als mündiger Bürger irgendwann Erstwohnsitz anmelden musst), merkst wie furchtbar das örtliche Bier wirklich ist und lernst zusätzlich in Dennis, Mark und Jan-Erik (bzw. Denise, Mara und äh Janna-Erika?) die Leute kennen, die den Lebensabschnitt Studium für dich prägen werden: Einer von ihnen wird sein Studium nach einer Woche beenden, der andere ist Pendler und merkt nach einem Monat, das es keine Anwesenheitspflicht gibt und der letzte studiert gar nicht das gleiche wie du und wechselt dann irgendwann nebenbei ans andere Ende Deutschlands.

Aber hey, Kneipentour ist nur einmal im Studium und zumindest dieses eine Mal könnt ihr doch zusammen auf die beschiss… äh.. beschi… ah beschauliche Zeit, die euch bevorsteht, eurer ganzes BAföG versaufen.

Bildrechte: fasanfoto

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