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Wer torkelt so spät durch Nacht und Wind, es ist ein Student, vom Rausch fast blind. Er hält es sicher, er hält es warm, das letzte Bier, in seinem Arm

Wer torkelt so spät durch Nacht und Wind?

Neue Varianten vom guten alten Erlkönig

Wofür musste nicht der gute alte Erlkönig, die klassische Ballade von Johann Wolfgang von Goethe schon alles herhalten. Allerlei Spottvarianten wurden ihm schon angedichtet. Hier die studentische Variante des bekannten Klassikers:

Wer torkelt so spät durch Nacht und Wind?

Es ist ein Student, vom Rausch fast blind.

Er hält es sicher, er hält es warm,

das letzte Bier, in seinem Arm.

Auch der bekannte Humorist und Komiker Heinz Erhardt machte seinerzeit vor dem Erlkönig nicht halt. Seine Version lautet:

Der König Erl

Wer reitet so spät durch Wind und Nacht ?

Es ist der Vater.  Es ist gleich acht.

Im Arm den Knaben er wohl hält,

er hält ihn warm, denn er ist erkält’.

Halb drei, halb fünf. Es wird schon hell.

Noch immer reitet der Vater schnell.

Erreicht den Hof mit Müh und Not —

der Knabe lebt, das Pferd ist tot!

Aus unbekannter Quelle stammt diese Verunglimpfung:

“Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?

Schmecket dir der Erdäpfelsalat nicht?”

“Der Erdäpfelsalat schmecket mir schon,

aber ‘as Teller rutscht mir allerweil davon.”

Und für alle, die jetzt nicht wissen, wovon wir hier eigentliche reden, hier der Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe im Original:

Der Erlkönig

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

 

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –

Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –

Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

 

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;

Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,

Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –

 

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht? –

Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;

In dürren Blättern säuselt der Wind. –

 

„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –

 

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:

Es scheinen die alten Weiden so grau. –

 

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –

Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

 

Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,

Er hält in Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not;

In seinen Armen das Kind war tot.

Über Stefan E

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