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Schild auf dem "Positiv Denken?! steht - Durch positives Denken Prüfungen bestehen

Prüfungen bestehen nur durch positives Denken?


Wer kennt das nicht, man geht dreimal die Woche joggen, ist topfit und dann kommt der eine Tag, ganz egal was am Abend zuvor passiert ist oder wie das Wetter ist – man hat das Gefühl, man hätte sich noch nie weiter als von der Couch zum Kühlschrank bewegt; die Muskeln schmerzen und das Atmen fällt schwer. Man beißt sich trotzdem durch, denn man hat Eines gelernt, man kann es, auch wenn die Tagesform es einem gerade anders erscheinen lässt.

Positives Denken – alles nur Kopfsache

Ob das auch Kopfsache ist? Mag sein, die Psyche, insbesondere das Unterbewusstsein, nimmt nachweislich einen erheblichen Anteil an unserem Allgemeinzustand, an unseren Möglichkeiten Ziele zu erreichen und auch zu verhindern. Das zeigen nicht nur Studien, sondern wohl auch die Selbsterfahrung, wenn man ehrlich ist. 😉

Je extremer die Belastungen, oder sagen wir die Ziele sind, desto wichtiger ist es, die Psyche ebenso zu trainieren wie den Körper – denn wie man die heutige, fast schon zum Trend gewordene Überlastungsdepression nennt, ist wohl jedem bekannt – das Burnout.

Auch im Spitzensport gilt die Devise „gewonnen wird im Kopf“. Sicher, wenn ich mir lediglich vornehme gegen Usain Bolt im 200 m Lauf zu gewinnen, ohne je einen Fuß vor die Tür gesetzt zu haben, werde ich mich schwer tun. Aber wie sieht es mit den echten Mitbewerbern in diesem Segment der Leichtathletik aus? Was macht das bestimmte Quäntchen am Ende aus, was entscheidet über den ersten Schritt über die Ziellinie? Ist es nur das perfekte Zusammenspiel der darauf ausgelegten und wohl trainierten Muskeln, das Alter des Athleten oder ist auch das Steuerungszentrum, welches unter anderem unsere Emotionen verwaltet, maßgeblich am Finale beteiligt? Wie würde Herr Bolt abschneiden, wenn ihm am Tag oder gar eine Stunde vor dem Start eine tragische Nachricht erreichen würde, vorausgesetzt er nähme dann überhaupt noch teil?

Diese, womöglich sehr emotionalen Faktoren, sollte man auch keinesfalls ignorieren, denn wir alle sind die Produkte unserer Vergangenheit, unserer Erziehung, unserer eigenen Entscheidungen, Freunde, Beziehungen etc. Und auch wenn wir oft meinen eine „freie Entscheidung“ zu treffen, dann sind wir doch wer wir sind, samt unserer Vergangenheit, die unsere Entscheidungen maßgeblich beeinflusst. So fällt es manchem, aus einem behüteten Umfeld kommend, leichter sich zu motivieren, immer wissend, dass er oder sie ein familiäres Backup im Rücken hat. Wohingegen sich ein anderer, geprägt von der Scheidung der Eltern und den einhergehenden Konflikten, womöglich in mancher Situation schwerer tut sich zu motivieren, nicht wissend warum man gerade wieder so mies drauf ist.

Wie sieht das nun aus, wenn wir dieses Gedankenspiel auf den studentischen Alltag und die unvermeidlichen Prüfungsphasen übertragen?

Zieldefinition – Positives Denken

Wie wir schon geklärt haben, reichen positive Gedanken allein natürlich nicht aus, um ein Studium erfolgreich abzuschließen. Wobei auch das nicht pauschalisiert werden sollte, denn Hochbegabte gibt es überall. 😉

Die Kandidaten sind dann meist mit zwei oder drei Studiengängen gleichzeitig zu Gange, weil sie sonst an einem Boreout leiden würden – die Armen! 😉
Wem also der Geist der Weisheit nicht mit dem Löffel eingegeben wurde, dem wird nichts anderes übrig bleiben als u.a. AUCH mal zu lernen.

Im Projektmanagement, wie auch im Training, wird es uns vorgemacht.

Regel Nr. 1 ist: „Wird kein Ziel definiert und vor allem nirgendwo festgehalten, im Sinne von Niederschreiben, hat man gute Chancen es auch nicht zu erreichen.“

Was bringt das Navi im Auto, wenn ich es einschalte, losfahre, aber kein Ziel eingebe? Dann erhöht das im besten Fall die Chance, dass ins Auto eingebrochen wird, aber nicht meine Chancen an das bis dato unbekannte Ziel zu gelangen.

Ziele sind wichtig, ganz klar. Aber nicht alle Ziele können erreicht werden, auch das muss einem klar sein. Viele Ambitionen werden bis zu dieser Erkenntnis zwar verbrannt, doch führt es zu einer Ausgewogenheit, die mich im Laufe der Zeit zu einer realistischen Selbsteinschätzung führt. Im Idealfall besitzt man die schon zu einem gewissen Grad, noch bevor man ein Studium startet. Das führt dazu, dass man bereits zu Anfang weiß, was man mit dem Abschluss in der Tasche überhaupt anfangen möchte – seien wir ehrlich, Zeit hat keiner von uns zu verschenken, denn das System lehrt uns, Zeit ist Geld und beides haben wir nicht. 😉

Wir brauchen positives Denken

Also fassen wir nochmal zusammen: Wir brauchen die Motivation, wir brauchen positives Denken, beides entsteht unter anderem durch die nötige Selbstreflektion und Ehrlichkeit zu sich selbst (schwere Übung!), dicht gefolgt von dem richtigen sozialen sowie Lernumfeld. Dann brauchen wir die Entscheidung wohin es gehen soll, das Ziel muss klar definiert und am besten auch mit einem greifbaren Sinn unterlegt sein. Kleiner Tipp dazu: der Sinn ist es nicht, so viel Geld wie möglich zu verdienen, sondern so viel Zufriedenheit wie möglich mit seiner späteren Tätigkeit zu erreichen. Wem die Scheine und/oder Noten als Zwischenziele nicht reichen, um sich durchgehend bis zum Ende eines Studiums zu motivieren, was verständlich ist, der kann sich ja entsprechende Belohnungen als Ziel setzen; eine Tafel Schokolade, eine Reise oder diese Ziele auch mit Freund oder Freundin gegenseitig definieren, das bleibt Euch überlassen! 😉

Seid kreativ!

In diesem Sinne wünschen wir Euch weiterhin viel Motivation und die nötigen Erfolge!

Lest nicht zu viele Bücher über sinnloses Motivationstraining, fangt bei euch selbst an. DU weißt, was DU willst und was DU brauchst – daraus resultiert euer Antrieb.

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  • Tim

    Hallo,

    sehr schöner Artikel!

    Ich halte positives Denken auch für essenziell wichtig, um nachhaltig glücklich und zufrieden zu werden. Wenn man positiv an eine neue Herausforderung herangeht und motiviert arbeitet, kommt der Erfolg irgendwann von ganz alleine.

    Eine meiner Leserinnen schrieb mir vor kurzer Zeit, positives Denken könne auch ins Negative umschlagen, wenn die erzeugten mentalen Bilder dazu führen würden, dass man sich entspannt zurücklehnt, weil man das Ziel gedanklich schon erreicht hat. Ich denke, dass das ein Stück weit stimmt, aber die positiven Effekte einer optimistischen Einstellung überwiegen aus meiner Sicht. 🙂

    Schöne Grüße
    Tim



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