Keine Liebe? Kein Problem? - Studiblog
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Junger Mann steht in der Unterführung mit einem Pulli auf dem Keine Liebe steht.

Keine Liebe? Kein Problem?

Liebe ist überall. Ich habe lange gebraucht um das zu verstehen. Sie ist in einem Lächeln. In einer Berührung. In einem flüchtigen Blick. Im Schweigen. Im Schmerz. Sogar im Tod. Liebe ist überall. Nur zwischen dir und mir ist sie nicht.

Dramatischer Einstieg, oder? Dabei geht es jetzt gar nicht so tiefgründig weiter. Schätze ich.

Setting the mood.

Ich empfehle euch vor oder auch während des Lesens dieses Artikels Ed Sherans‘ Fire Alarms zu hören. Ich habe ihn gehört als ich das hier nach einem langen Tag, mit dem Laptop auf meinem Schoß und dem schnarchenden Hund auf dem Boden neben mir, geschrieben habe. Wenn wir schon dabei sind: Where We Land, vom selben Künstler, ist auch ein gutes Lied. Do I love you? Do I hate you? I can’t make up my mind. Tralalalallaa Traalalalaaaa. Irgendwie scheinen wir alle um dieselben Themen zu kreisen. Ich schätze das ist okay. Let’s free fall and see where we land.

In letzter Zeit habe ich ein bisschen nachgedacht. Über das Leben und über die Liebe und so. Wie sich das nun mal so anbietet, wenn man über die kuschelige Weihnachtszeit und ins neue Jahr hinein alleine ist. Sowas von solo bin ich, dass ich richtig Gefallen daran gefunden habe, Kinders! 🙂

Die Phase des wilden Herumdatens, die wohl jeder Twentysomething nach einer brutalen Trennung irgendwie zu durchleben scheint, habe ich hinter mir gelassen. Ganz bewusst und selbstbestimmt. Das ist nicht die Erfüllung. Nicht mal nur für ein paar kurze Stunden.

Alleine-sein ist nicht gleich alleine-sein.

Ich bin zu folgender großen Meilenstein-Erkenntnis gelangt: Alleine sein ist schwer. Nicht unbedingt das Mit-sich-alleine-sein im klassischen Sinne, davon bin ich nämlich ein großer Fan, sondern eher die Art von alleine-sein die sich wie Verlassenheit anfühlt. Das ist nochmal eine ganz andere Art von alleine-sein, die sich wie Einsamkeit anfühlt, weil sie viel totaler und nicht selbst gewählt ist. Was es umso schwieriger macht sie zu bekämpfen, ist, dass sie sich auch nicht von alleine beheben lässt.

Aber muss man das denn überhaupt wollen? Ist es nicht auch mal okay, nicht zu lieben und nicht geliebt zu werden? Jetzt mal abgesehen von Mama und Papa und Oma und Opa und so. Ist das auch so eine kranke Begleiterscheinung des 21. Jahrhunderts, dass wir ein Problem damit haben alleine zu sein? Ohne „BAE“-Person und was-find-ich-die-zum-Kotzen-Pärchenfotostories auf sämtlichen sozialen Netzwerken?

Eigentlich ist alles okay – so ohne Liebe.

Ich schaue mir mein Leben so an und denke mir, dass eigentlich alles okay ist. Es ist vielleicht nur diese Zeit im Jahr, in der man irgendwie das Gefühl hat über alles nachdenken zu müssen und sich schnell mal einsam fühlt. Weihnachten, das Fest der Liebe, Jahreswechsel und dergleichen. Eigentlich ist es ganz okay ohne dieser einen bestimmten Art von Schmetterlings-Liebe. Eigentlich ist das kein Problem. Also eigentlich ist alles okay. Und ich schunkle mit dem Laptop auf dem Schoß so vor mich hin und frage mich was das neue Jahr wohl so für mich bereithält.

Ich bin hier und dabei ganz schön weit weg. Meinem eigenen Leben immer einen Schritt voraus. Alles zu weit weg. Vergangenheit und Zukunft, schätze ich. Und ich? Ich sitze irgendwo mittendrin auf meinem Fußboden, lächle still über das Geschnarche meines Hundes und sollte eigentlich mal besser Seminararbeit schreiben anstatt darüber zu grübeln warum ich im Grunde eh kein Problem damit habe nicht ‚verliebt‘ zu sein.

Und noch eine Weisheit die ich mit euch teile: Mädchen sind komisch. Aber auch das ist okay und eigentlich nicht wirklich ein Problem. Let’s free fall and see where we land.

Bild:Flickr

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Über itswaypastmybedtime

Ich bin eine kleine, über Berge hüpfende und dabei Edelweiß-Lieder singende (naaaa wer erkennt die Sound of Music reference?) Student-in des Alpenlandes die sich irgendwann mal hier her verirrt hat und jetzt wie Alice Gefallen am Wunderland gefunden hat. Ich schreibe über alles und nichts. Dinge die mir so passieren, Gedanken die ich in Worte fassen will oder die ein oder andere große Weisheit die ich in meinem jungen Leben schon kapiert hab und großzügig mit euch übrigen unwissenden und herumdümpelnden Mit-20ern teile ;-)

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