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Musik: Kopfhörer liegen auf Holz

Mit Musik konzentrierter und effektiver lernen

Du hörst beim Lernen gerne Musik? Dann machst du genau das Richtige! Denn immer mehr Studien belegen: Mit Musik kann man konzentrierter und effektiver lernen. Der Liederauswahl sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von Klassik über Pop-Musik bis hin zu Hardrock – man hört, was gefällt. Und natürlich, was die eigene Denkfähigkeit am besten ankurbelt.

Geeignete Musik fördert aber nicht nur die Konzentration, sondern hilft auch dabei, deine Laune zu steigern und dich zu motivieren. Dein Lernprozess wird erleichtert und du bist viel produktiver. Insgesamt gilt Musik als Motivator und Lernhelfer. Das weiß auch Gedächtnisexperte Markus Hofmann: Das Gehirn ist aufnahmefähiger, wenn es mit Geräuschen stimuliert wird. Musik ermöglicht das Lernen mit verschiedenen Sinnen und beschleunigt somit den Aufnahmeprozess.

Welche Musik eignet sich?

Besonders hilfreich sind Songs mit 56 bis 64 Schlägen pro Minute, da dies ungefähr dem Herzschlag eines Menschen im entspannten Zustand entspricht. Aufgrund dieser Erkenntnis empfehlen viele Wissenschaftler, ruhige Musik beim Lernen zu hören. Techno und Heavy Metal eignen sich weniger, da uns die harten, schnellen Beats entweder aufregen oder total verrückt machen können. Auch von Rap, insbesondere in der Muttersprache, wird abgeraten, da uns der viele Text nur ablenkt. Musik zum Lernen muss also das richtige Tempo haben – nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Du sollst am Schreibtisch ja nicht einschlafen. 😉

Warum Experten zu gleichmäßiger ruhiger Musik raten, hat aber noch einen anderen Grund: Eine amerikanische Studie hat schon vor vielen Jahren nachgewiesen, dass Klassik, wie Mozart, das räumliche Vorstellungsvermögen erhöht. Dieses Phänomen wird – Überraschung – “Mozart-Effekt” genannt. Es gilt aber nicht nur für Stücke des gleichnamigen Komponisten, sondern für das Genre im Allgemeinen. Beethoven, Bach und Co. können also ebenfalls zum produktiven Lernen beitragen. Wie dieser Effekt aber genau funktioniert, konnte bis heute nicht erklärt werden.

Auf deinen Geschmack kommt’s an

Auch wenn Mozart beim Lernen hilft, heißt das nicht, dass jeder von euch “Die Zauberflöte” (Wer musste sie nicht im Musikunterricht über sich ergehen lassen? 😉 ) im Regal stehen haben muss. Denn letzten Endes liegt die Wahl der passenden Lernmusik bei dir selbst. Außerdem haben amerikanische Psychologen herausgefunden, dass mit Rockmusik ebenso der Mozart-Effekt ausgelöst werden kann. Neben Klassik eignet sich also auch schnelle, fetzige Musik zum Lernen – sofern man diese auch gerne in der Freizeit hört. Der Befund der Psychologen deutet darauf hin, dass Musikgeschmack und -wahrnehmung entscheidender für den Mozart-Effekt sind als klassische Musik an sich. Demnach kann man fürs Lernen gerne auch die Lieblingssongs ausprobieren.

Die Schwierigkeit liegt nur in der Auswahl der richtigen Lieder. Dafür gibt es keine Vorgaben. Um dir dennoch die Wahl zu erleichtern, findest du nachfolgend ein paar Tipps, wie du die passende Musik zum Lernen auswählst.

Die Kriterien:

  • Suche Musik, die du magst und auch gerne in deiner Freizeit hörst. (Klassik ist eine Ausnahme: Nicht unbedingt dein Geschmack, aber beim Lernen bestimmt unschlagbar.)
  • Die Songs sollten einen relativ ruhigen Takt von 56 – 64 Schlägen pro Minute haben. Wenn du nicht weißt, auf welche Lieder das zutrifft, wende dich am besten an einen Musikexperten oder probiere einen “Beats-per-Minute-Zähler” aus. Verschwende aber nicht zu viel Zeit für die Suche nach der passenden Musik, schließlich musst du noch lernen.
  • Die Lieder sollten nicht zu viel Text haben, der dich ablenken könnte.
  • Wähle Musik, die du als angenehm empfindest, und bei der du dich nicht voll auf den Gesang konzentrierst. Es sollte für dich lediglich “Hintergrundmusik” sein. Wenn du beim Lernen gar nicht merkst, dass Musik läuft, war deine Liederwahl richtig.
  • Erstelle dir zu Beginn eine Playlist mit deinen gewählten “Lern-Liedern”, damit du nicht während dem Lernen DJ spielen musst. Wenn du dir nicht sicher bist oder nicht genügend Songs hast, kannst du auch fertig erstellte Playlists bei Spotify oder iTunes suchen.
  • Idealerweise sollte deine Playlist nicht länger als zwei Stunden laufen. Wenn die Musik endet weißt du, dass Zeit für eine Pause ist.
  • Denk daran, nicht zu laut aufzudrehen. Schließlich steht das Lernen im Vordergrund.
  • Du solltest beim Lernen nicht das Radio laufen lassen. Das viele Geplapper und die Werbung werden dich nur ablenken und irgendwann nerven.

Probier’s doch einfach mal aus

Egal ob als Student, Abiturient, Absolvent oder Fernstudent – Konzentration und Motivation beim Lernen brauchst du immer! Umso mehr ein Grund, die Musikmethode für dich auszuprobieren. Und wenn sogar Wissenschaftler ihren Senf dazu geben…

Aber Studien hin oder her: Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er am besten Lernen kann. Die einen eben mit, die anderen ohne Musik! Manche mit Bach und Mozart, andere mit Hardrock. Viel Erfolg beim Lernen und ein frohes Musizieren wünschen wir euch!

Bild: pexels

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