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Zitate setzen wissenschaftliche arbeit: Junge und Mädchen mit Zylinder und einem Zitat

Zitate richtig setzen – wissenschaftliche Arbeit

In deiner wissenschaftlichen Arbeit wirst du viele Zitate einbauen müssen, da alles, was nicht von dir als Autor selbst stammt, kenntlich gemacht werden muss. Außerdem ist es bei jeder wissenschaftlichen Arbeit von höchster Wichtigkeit, sich auf bereits vorhandene Fakten oder Studien zu stützen, um eigene Hypothesen herzuleiten oder zu untermauern. Die Quellen, aus denen du in deiner Arbeit zitiert hast, musst du im Literaturverzeichnis angeben. Sowohl für das Zitieren als auch für die Quellenangabe gibt es bestimmte Richtlinien (die von Dozent zu Dozent oder von Lehrstuhl zu Lehrstuhl variieren können). Grundsätzlich gelten aber gewisse Standards.

Zitate

Direkt und indirekt

Bei den Zitaten gilt es zunächst zwischen wörtlichen bzw. direkten und sinngemäßen bzw. indirekten Zitaten zu unterscheiden. Wichtig dabei ist: die korrekte Quellenangabe muss bei beiden Formen unbedingt vorhanden sein! Kürzere direkte Zitate müssen immer in Anführungszeichen stehen. Dabei muss das einleitende unten und das beendende oben stehen. Für indirekte Zitate brauchst du keine Anführungszeichen und leitest immer mit vgl. (vergleiche) ein. Überschreitet das direkte Zitat eine Länge von etwa drei bis vier Zeilen, muss es vom restlichen Fließtext abgesetzt werden. In diesem Fall rückst du es vom linken Rand aus ein, verkleinerst die Schriftgröße minimal und fügst einen einzeiligen Abstand ein. Durch diese Kennzeichnung werden dann auch die Anführungszeichen überflüssig.

Kennzeichnungen

Wird im Zitat bereits zitiert, musst du dies mit einfachen Anführungszeichen kennzeichnen. Lässt du etwas weg, was in der Quelle ursprünglich vorkommt, zeigst du das durch eckige Klammern und drei Punkte an: […]. Befindet sich im Zitat ein Rechtschreibfehler (alte Rechtschreibung ausgenommen), verbesserst du diese nicht, sondern kennzeichnest sie durch eckige Klammern und „sic“: [sic]. Eigene Ergänzungen zum Zitat musst du mit eckigen Klammern und gegebenenfalls „d. Verf.“ (der Verfasser/die Verfasserin) angeben: [Ergänzung, d. Verf.].

Sekundärliteratur

Wird in einer Quelle, die du für deine Arbeit benutzt, auf eine weitere Quelle verwiesen, spricht man von Sekundärliteratur. Du solltest versuchen, das Original-Werk ausfindig zu machen, um eine wissenschaftliche Exaktheit zu bewahren. Es könnte nämlich auch sein, dass der Verfasser deiner Quelle bereits falsch zitiert hat und du es dann, ebenso falsch, übernehmen würdest. Deshalb bist du garantiert immer auf der sicheren Seite, wenn du dir die Quelle besorgst und direkt aus ihr zitierst. So kannst du diese dann nachher auch guten Gewissens in dein eigenes Literaturverzeichnis aufnehmen.

Zitierweisen

Amerikanische Zitierweise oder Harvard-System

Bei der amerikanischen Zitierweise setzt du die Quellenangabe in runden Klammern direkt hinter das Zitat im Fließtext. Dabei nennst du den Nachnamen des Autors/der Autorin, das Erscheinungsjahr des zitierten Werks und die Seitenzahl, auf die du dich beziehst.

Beispiel: „Die pathologische Forschung hat unser Interesse allzu ausschließlich auf das Verdrängte gerichtet.“ (Freud 1923, S. 5)

Deutsche Zitierweise oder Fußnoten-System

Entscheidest du dich für das Fußnoten-System, setzt du ans Ende des Zitates eine kleine Ziffer, die dann am Ende der Seite ausgeführt wird. Angegeben werden hierbei Vor- und Nachname des Autors/der Autorin, Kurztitel und Erscheinungsjahr der Quelle und Seitenzahl.

Beispiel: „Die pathologische Forschung hat unser Interesse allzu ausschließlich auf das Verdrängte gerichtet.“ ¹

Fußnote: ¹ Freud, Sigmund: Das Ich und das Es (1923), S. 5

Zitierst du aus genau derselben Quelle in der nächsten Fußnote wieder, reicht es, ² ebd. (ebenda) zu schreiben.

Aufbau der Fußnoten

Die am Seitenende stehenden Fußnoten haben lediglich eine Textgröße von 10 Pt und auch einen geringeren Zeilenabstand (1,0) als der Fließtext (1,5), um sie von diesem abzuheben. Die Fußnoten können gegebenenfalls auch für zusätzliche Anmerkungen benutzt werden. Allerdings musst du hier besonders aufpassen, denn alles für deine wissenschaftliche Arbeit relevante muss im Fließtext vorkommen. Außerdem dürfen die Fußnoten auf keinen Fall zu umfangreich werden.

Welche Zitierweise ist die bessere?

Wenn es keine Vorschriften seitens deines Dozenten/deiner Dozentin gibt, kannst du dich ganz frei für eine der beiden Zitierweisen entscheiden. Die amerikanische ist hierbei allerdings die etwas unübersichtlichere, da der Text, je nach Menge der Zitate, häufig für die doch relativ langen Quellenverweise unterbrochen werden muss. Die deutsche Zitierweise ist dafür aufwendiger und wird dich mit Sicherheit etwas mehr Zeit kosten. Hier noch ein kleiner Tipp: setze die Fußnoten auf jeden Fall während deines Schreibprozesses, also direkt nachdem du das Zitat gesetzt hast. Die Zuordnung ,nachdem du deine Arbeit bereits fertiggestellt hast, ist sehr unübersichtlich und raubt unnötig viel Zeit (und Nerven).

Bild: pixabay

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