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Zum Thema Meldepflicht und Studium: Blaues Hausnummernschild mit der Zahl 7.

Meldepflicht und Wohnsitz

Für viele von euch steht zu Beginn des Studiums ein Umzug in eine andere Stadt an. Damit verbunden ist die sogenannte Meldepflicht. Darunter ist die Pflicht zu verstehen, sich in dem Amt des Ortes zu melden, in welchen ihr gezogen seid.

Die Meldepflicht – Haupt- oder Nebenwohnsitz?

Dabei solltet ihr euch entscheiden, ob ihr die Wohnung in eurem Studienort als Hauptwohnsitz (Erstwohnsitz) oder Nebenwohnsitz (Zweitwohnsitz) angebt. Gehört ihr zu den Wochenendheimfahrern, kann die Studentenwohnung euer Nebenwohnsitz sein (als Hauptwohnsitz bleibt dabei euer Elternhaus bestehen) und andernfalls ist sie der Hauptwohnsitz. Im zweiten Fall braucht zuvor keine Abmeldung von euch am vorherigen Wohnort erfolgen, das regeln die Ämter unter sich.

Die Zweitwohnsitzsteuer

Falls die Wohnung an eurem Studienort als Zweitwohnsitz angegeben wird, müsst ihr damit rechnen Zweitwohnsitzsteuer bezahlen zu müssen. Der Hintergrund dieser Steuer: Dort wo euer Erstwohnsitz ist, zahlt ihr im Normalfall eure Steuern. Das heißt, der Zweitwohnsitz geht in diesem Sinne leer aus. Da ihr aber die Infrastruktur und ähnliches an eurem Nebenwohnsitz nutzt, erheben manche Kommunen die Zweitwohnsitzsteuer. Da ihr als Studenten zu den Geringverdienern zählt und ein Nebenwohnsitz für euch oft notwendig ist, steht diese Steuer stark in der Kritik. Die Höhe der Steuer ist kommunenabhängig und so gibt es auch manche Kommunen, die sie nicht verlangen. Auskunft darüber, ob ihr an eurem Studienort zur Kasse gebeten werdet, könnt ihr in dem dortigen Einwohnermeldeamt einholen.

Tipp

Kommt eurer Meldepflicht innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug nach, ansonst kann euch ein Bußgeld drohen, da eine Nichtummeldung eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Steuervorteil

Durch eine doppelte Haushaltsführung könnt ihr bestimmte Kosten euer Studium betreffend steuerlich geltend machen. Das funktioniert natürlich nur, wenn ihr die Wohnung an eurem Studienort als Zweitwohnsitz gemeldet habt. Die Fahrten nach Hause, Miete und ähnliches werden dabei als Werbungskosten angesehen wodurch ihr einen Verlustvortrag einreichen könnt. Dieser mindert euch später eure Steuerlast, wenn’s ans Steuern zahlen geht. Um aus dem ganzen einen Vorteil ziehen zu können, müsst ihr natürlich eure Steuererklärung machen.

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Bild: pixabay

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