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Gemeinsam einsam: Pärchen auf einer Brücke bei Nacht

Gemeinsam einsam – Beziehung 2.0

Gemeinsam einsam oder doch lieber alleine zu zweit? Klingt paradox, ist es auch. Aber ist das nicht das Zeichen der heutigen Zeit? Wollen wir nicht alle Verbundenheit in unserem Leben und streben doch alle nach Individualismus? Sich abheben von der Menge aber dennoch dazugehören? Wie soll das gehen, fragt sich manch einer vielleicht. Ist das nicht ständig ein Balanceakt zwischen zwei Extremen oder bekommt man das ganz gut hin?

Alleine beim Thema Liebe balancieren viele auf dem dünnen Drahtseil aus „Verbundenheit“ und „Unabhängigkeit“. Und fallen nicht selten damit auf die Sch*****. Ein Flirt hier, einen aufregenden Abend da und eine heiße Nacht dort. Man bindet sich nicht auf Dauer, man sucht häufig nur das kurze Abenteuer, genießt den Endorphin-Rausch der Nacht. Und wacht dann auf, eine fremde Person neben sich, liegt gemeinsam und doch einsam in einem anderen Bett. Wo ist der gemeinsame Nenner hin, wo ist das „Team“-Gefühl der vergangenen Stunden hin? Aufgebraucht im Rausch der Gefühle? Und wird es dann doch mal ernster, ja was dann?

Nicht selten hält man sich zurück, hält sich viele kleine Hintertürchen offen. Verbundenheit, Aufmerksamkeit und Zuneigung? Ja bitte! Aber Monogamie, Verantwortung und eine klar definierte Beziehung? Nein danke. Was ist es, das uns immer mehr zu Experimenten wie offenen Beziehungen drängt oder lockeren, offenen „Nicht-Beziehungen“. Eine Nicht-Beziehung, ja das ist es, auf das sich viele einlassen. Dinge tun, die Paare tun. Zusammen essen gehen, zusammen schlafen, zusammen kuscheln, zusammen ins Kino, zusammen zusammen zusammen.

Und dann aber doch getrennt

Getrennt flirten, getrennt andere Romanzen beginnen, getrennt sein Leben leben. Gemeinsam, das gibt es nur, wenn gerade Zeit dazu ist und man sich nicht alleine fühlen will. Aber wehe es gibt ein Abenteuer an der nächsten Ecke, eine Verlockung zwei Schritte weiter entfernt, dann wird aus gemeinsam gleich ein einsam. Ein alleine sein, ein unabhängig sein. Ein „ich kann tun was immer ich will. Die andere Person wird kurzzeitig einfach mal ausgeblendet.

Und wo führt das hin? Geht das auf Dauer denn gut? Können Menschen so etwas aushalten, damit glücklich werden? Wie soll das gehen? Wenn sich ständig die Bedingungen ändern, wenn die Karten ständig neu gemischt werden, wenn man weiß, man wird eventuell einfach gegen etwas Neueres, Besseres ausgetauscht? Wie fühlt man sich da? Wie kann man sich da auf Dauer nur fühlen? Klar, die Spielregeln kennen beide. Es spielen beide dasselbe Spiel. Aber wird man beim Mensch-ärgere-dich-nicht gerne rausgekickt, nur weil man andere auch rauskicken kann? Wohl kaum. Vielleicht sollte eher das Spiel überdacht werden bevor am Ende einer das Spielbrett vom Tisch schmeißt. Und es letztendlich nicht einmal einen Gewinner sondern nur zwei Verlierer gibt.

Bild: pexels

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Über Karmakiind

Bwl-Studentin mit Liebe zum "Was-mir-in-den-Kopf-kommt"-Schreiben, liebt den Geruch von Schnee in der Luft, hat eine Schwäche für kleine, kuschelige Hunde und gutes, scharfes Essen, kann nicht genug bekommen von Tanzen und Kaffee. Motto: I hope I am not that perfect. It would leave no room for developments and i need to develop in many directions (Oscar Wilde, The Importance of Being Earnest)

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