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Ausprobiert: Mitschriften teilen mit StudyDrive

Ja, manchmal kommt es tatsächlich vor, dass man als Student nicht zur Vorlesung kommen kann. Die Gründe dafür variieren von Fall zu Fall. Der eine hat vielleicht einen anderen wichtigen Termin, der andere liegt mit der Grippe im Bett und wieder ein anderer hat einfach keinen Bock und zockt zu Hause lieber ein paar Videospiele. Trotzdem möchte man als verantwortungsvoller Student wissen, was man alles verpasst hat – spätestens dann, wenn gegen Ende des Semesters die Klausur ansteht.

Natürlich könnte man dafür einfach seine Kommilitonen fragen, was alles während der Vorlesung besprochen wurde und sie um ihre Mitschriften bitten. Das ist natürlich viel zu 90er! Es gibt auch eine digitale Alternative, in der der Austausch von Mitschriften, Klausuren, und Zusammenfassungen ganz einfach sein soll: StudyDrive. Wir haben für euch ausprobiert, wie die Plattform genau funktioniert, wie praktisch sie wirklich ist und vor allem: Ist StudyDrive eine bessere Alternative zu Dropbox und Facebook-Gruppen?

Die Einrichtung

Nach der Anmeldung bei StudyDrive über seine E-Mail-Adresse oder Facebook geht’s direkt weiter mit der Bearbeitung des persönlichen Profils. Das ist wichtig, da du hier nicht nur deinen Namen eingibst, sondern vor allem auch, welche Hochschule du besuchst und welches Hauptfach du hast. Dadurch zeigt StudyDrive später bei der Suche nach den richtigen Kursen wirklich nur die Kurse an, die für dich und dein Studium relevant sind. Auf Kurse von anderen Hochschulen hast du keinen direkten Zugriff.

Theoretisch kann man jedoch beliebig viele Hochschulen und Fachrichtungen in seinem Profil angeben und dann bekommt man auch Zugriff auf deren Kursdaten – vorausgesetzt man möchte das. Ich bin in unserem Test mal vom Normalfall ausgegangen, dass man nur an einer Uni eingeschrieben ist und habe die bereits hinterlegte Universität Passau in meinem Profil angegeben. Sollte eine Hochschule mal noch nicht angelegt sein, kann man diese ganz einfach selbst eintragen und bei StudyDrive hinterlegen. So weit so gut.

Die richtigen Kurse finden

Die Auswahl des Hauptfachs hat sich für mich persönlich ein bisschen als Ratespiel herausgestellt. Zunächst musst du in einem Drop-Down-Menü eine grobe Fachrichtung auswählen und anschließend kannst du deine Fachrichtung weiter spezifizieren. Ich studiere beispielsweise Medien und Kommunikation an der Uni Passau. Doch unter welche Kategorie fällt das nun? Sprach- und Kulturwissenschaften oder Politik-, Sozial- und Kommunikationswissenschaften? Da muss man sich erst einmal selbst Gedanken machen, worum es im eigenen Studium überhaupt geht und dann entscheiden. 😀 Ich habe mich dann schließlich für Letzteres entschieden und als Unterkategorie Kommunikationswissenschaften/Publizistik ausgewählt – das dürfte stimmen.

Nach dem Speichern bekommst du dann im Dashboard (sprich: der Übersichtsseite) gleich einige Kurse vorgeschlagen, die basierend auf den Angaben im Profil für dich interessant sein könnten. Und tatsächlich: Unter meinen Vorschlägen finde ich lauter Kurse wieder, die ich tatsächlich besucht habe oder aktuell besuche und in denen bereits einige Dateien von Kommilitonen hochgeladen wurden. Mit einem Klick kannst du diesen Kursen folgen und sie werden dann ganz oben in deinem Dashboard aufgelistet. Alternativ kannst du, über eine Suchleiste, auch direkt selbst nach einem Kurs suchen. Auch dies funktioniert bei mir einwandfrei und ich finde alle relevanten Kurse aus meinem Studium in Passau wieder. Existiert ein Kurs noch nicht, kannst du diesen wiederum anlegen.

Download von Dateien

StudyDrive-Kurse

Ich habe Glück und für alle meiner Kurse sind schon ein Haufen Mitschriften, Klausurenbeispiele und Zusammenfassungen angelegt. Klicke ich beispielsweise auf „Einführung in die Medienlinguistik“ sehe ich 16 bereits hochgeladene Dateien. Ich kann sogar sehen, wer noch so alles in diesen Kurs in StudyDrive eingetragen ist und kann mir deren Profile ansehen. Sämtliche hinterlegte Dateien kannst du nun z.B. nach Datum oder Downloads anzeigen lassen. Suchst du nach einer bestimmten Datei zu einem bestimmten Thema, kannst du in einer Suchleiste danach suchen.

Du kannst dir auch nur Zusammenfassungen oder nur Mitschriften oder nur Übungen anzeigen lassen, wenn du das möchtest. Du kannst die Suche auch noch weiter eingrenzen nach Professor, Uploader und Semester. So kommst du ganz leicht zu den Dateien, die du haben möchtest. Hast du gefunden, wonach du suchst, klickst du auf die Datei und kannst sie anschließend direkt herunterladen oder das Dokument zunächst online ansehen. Besonders praktisch, wenn du dir einmal nicht sicher bist, wie gut die Mitschrift des Kommilitonen wirklich ist: Es gibt eine klassische Bewertungsfunktion mit Sternen sowie eine Kommentarfunktion, durch die du sehen kannst, was andere Kommilitonen von dem Dokument halten.

Alles in allem eine sehr umfangreiche Dateiübersicht, die jedoch intuitiv zu bedienen und übersichtlich ist. Der Download einer Datei funktioniert auch einwandfrei und ist wie alles andere auf StudyDrive natürlich kostenlos.

Nützliche Zusatzfunktion: Wird ein neues Dokument in einem Kurs hochgeladen, bekommst du eine Benachrichtigung von StudyDrive sowohl innerhalb der Plattform als auch per E-Mail (wenn gewünscht). So musst du nicht selbst ständig gucken, ob eine neue Datei in einem deiner Kurs hochgeladen wurde.

Upload von Dateien

Nun kann es natürlich auch sein, dass gerade für deine Kurse noch gar keine Dateien hochgeladen wurden. Das liegt dann daran, dass entweder noch nicht so viele aus deiner Hochschule StudyDrive kennen und nutzen oder aber sie sind schlichtweg zu faul, ihre Mitschriften & Co. hochzuladen. StudyDrive funktioniert allerdings nur richtig, wenn möglichst viele Studenten aus jeder Hochschule aktiv mitmachen und sich ihre Lernmaterialien untereinander zur Verfügung stellen. Um einen Anreiz für Studenten zu bieten, nicht nur Dokumente herunterzuladen, sondern auch selbst welche zu erstellen, werden fleißige Uploader mit Prämien belohnt.

Das Hochladen an sich ist wie der Download ganz einfach und intuitiv. Auf „Dokument teilen“ klicken, Datei zum Teilen auswählen, hochladen, fertig. Dabei kannst du sowohl Word-Dokumente als auch PDFs, Fotos oder sogar Videos uploaden.

Credits für Prämien

Das interessante bei StudyDrive sind die Prämien, die man durch den Upload von seinen Lernmaterialien bekommen kann. Die Gründer von StudyDrive – Philipp Mackeprang und Sven Gasper – haben schließlich die Idee für StudyDrive während des eigenen Studiums konzipiert und wissen daher genau, dass Studenten kostenlosem Zeug einfach nicht widerstehen können. 😉 So gibt es beispielsweise Gutscheine für Amazon und Lieferando zu erhaschen, mobile Aufladegeräte für’s Handy oder sogar ein iPad Air. Das funktioniert folgendermaßen: Du lädst eine Datei in einem Kurs hoch und je öfter diese Datei von anderen Studenten aus dem Kurs heruntergeladen wird, desto mehr virtuelle Credits bekommst du – 4 Credits pro Download, um genau zu sein. Somit werden besonders nützliche Dokumente, die oft heruntergeladen werden, belohnt. Für das Einladen eines Kommilitonen zu StudyDrive gibt’s zusätzlich 50 Credits und wenn du einen neuen, noch nicht existierenden Kurs anlegst, bekommst du auch 50 Credits (nur bis zu 5 Mal möglich).

Ich bin jetzt nicht so gut in Mathe und habe auch keinen Langzeittest von StudyDrive gemacht. Deswegen kann ich nicht einschätzen, wie lange man braucht, um die jeweiligen Prämien freizuschalten. Ich denke aber, dass es schon eine Weile dauern kann. Das iPad als teuerste Prämie gibt’s z.B. ab 96.000 Credits. Aber die Prämien sollen ja auch nur ein kleiner Anreiz sein, um Dateien für andere Studenten hochzuladen. Im Vordergrund steht also wirklich der Austausch von Lernunterlagen, von denen alle profitieren können und nicht das Freischalten von Prämien. Insofern geht das mit dem Punktesystem von StudyDrive schon in Ordnung. Und hey, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.

Auch für unterwegs: StudyDrive-App

Screenshot StudyDrive App: KursübersichtStudyDrive-App-Kurs

 

 

 

 

 

 

 

 

Studenten müssen immer mobil sein. Deswegen gibt es mittlerweile auch die StudyDrive-App für iOS und Android, mit der du zusätzlich unterwegs Zugriff auf sämtliche Dateien aus seinen Kursen hast. Der Praxistest zeigt: Die App funktioniert. Du hast eine übersichtliche Auflistung deiner Kurse und Dateien bequem auf deinem Smartphone oder Tablet und kannst sämtliche Uploads schnell herunterladen – oder bei Bedarf ebenso einfach wieder vom Gerät löschen. Die umfangreichen Eingrenzungsmöglichkeiten von Dateien bei der Suchfunktion wie in der Desktop-Version fallen zwar in der App weg, aber die brauchst du hier auch gar nicht, wie ich finde. Dafür kannst du weiterhin nach Art der Datei unterscheiden (Mitschrift, Zusammenfassung oder Klausur) und nach Anzahl der Downloads sowie Aktualität sortieren. Für den mobilen Gebrauch reicht das völlig aus.

Fazit

Ich war überrascht, wie viele nützliche Inhalte ich bereits für meine Kurse in StudyDrive finden konnte. Es tummeln sich schon viele meiner Kommilitonen auf der Website und laden fleißig ihre Lernmaterialien hoch. Ein bisschen schade ist nur, dass die Kommentar- und Bewertungsfunktion noch nicht so rege genutzt wird. Eigentlich bietet sich vor allem die Kommentarfunktion dazu an, Fragen an die Kommilitonen zu stellen, wenn man z.B. eine Aufgabe im Übungsblatt nicht versteht, aber da sind die Studenten wohl zu schüchtern zum Nachfragen. 😉

Grundsätzlich gilt natürlich, dass StudyDrive von seinen Nutzern lebt. Je mehr Studenten mitmachen, desto besser und nützlicher wird die Plattform. Nach knapp einem Jahr haben sich auch tatsächlich schon  über 30.000 Nutzer bei StudyDrive registriert aus über 50 Hochschulen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden (ja, StudyDrive ist international) und haben insgesamt über 17.000 Dateien hochgeladen. Mittlerweile sind es 300.000 Studenten und über 100.000 hochgeladene Dateien*.

StudyDrive ist alles in allem eine wirklich nützliche Plattform, mit der man Lernmaterialien aller Art mit seinen Kommilitonen austauschen kann. Der Vorteil, den StudyDrive dabei beispielsweise im Gegensatz zu Dropbox und Facebook-Gruppen hat: Du kannst dir die Dateien aussuchen, die du herunterladen möchtest und es werden nicht alle hochgeladenen Inhalte automatisch heruntergeladen (wie z.B. bei Dropbox). Die Upload-Zeiten sind meinem Empfinden nach auch wesentlich schneller als bei Facebook. Das lästige Beitreten zu Facebook-Gruppen für jeden einzelnen Kurs fällt ebenfalls weg. Bei StudyDrive hast du stattdessen sämtliche Dateien übersichtlich aufgelistet. Außerdem kannst du bei StudyDrive auch von Unterlagen eines Kommilitonen profitieren, den du nicht persönlich kennst. Du kannst dich nebenbei natürlich auch weiterhin mit deinen Kommilitonen „in der realen Welt“ austauschen und Unterlagen kopieren. Praktischer ist es aber definitiv über StudyDrive, wo du nebenbei auch noch zusätzlich Prämien abstauben kannst. Vergesst die Prämien nicht, Leute… 😀

*(Stand: März 2017)
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