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Sanduhr mit Schriftzug: Regelstudienzeit

R wie Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit ist die festgelegte Zeit, die du brauchen solltest, um dein Studium abzuschließen. Ursprünglich wurde sie eingeführt, um Studenten versichern zu können, dass ihr Studiengang während ihres Studiums nicht abgeschafft werden kann. Sie wird durch die Prüfungs-  oder Studienordnung eines Studiengangs an der jeweiligen Hochschule vorgegeben, wird aber weitgehend durch die Hochschulgesetzgebung geregelt. Die tatsächliche Zeit, die du zum Studieren brauchst, kann allerdings von der Regelstudienzeit abweichen. Sie kann darunter ( 😀 ) oder darüber liegen. Wie weit sie tatsächliche über der geregelten Zeit liegen darf, ist von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich, meistens sind es jedoch zwei Semester.

Regelstudienzeit bei Bachelor und Master

An einer Universität solltest du dein Bachelor-Studium innerhalb von 6 Semestern abgeschlossen haben. An an den Fachhochschulen kommt meist noch das Praxissemester hinzu und einige davon – auch Musikhochschulen – haben sogar eine Regelstudienzeit von 8 Semestern.

Masterstudiengänge setzen einen ersten Hochschulabschluss voraus und haben eine Regelstudiendauer von 2 bis 4 Semestern.

Relevanz der Regelstudienzeit

Wie wichtig ist es denn nun, die Regelstudienzeit auch wirklich einzuhalten? Musst du dich hetzen, damit du deinen Bachelor unbedingt in den vorgegebenen Semestern schaffst oder kannst du dir getrost ein bisschen Zeit lassen? 2015 sagten immerhin 62,8% aller Studenten mit unterschiedlichen Abschlüssen: F**k it, ich lass mir Zeit!

Geht das guten Gewissens oder verschaffst du dir durch diese Einstellung wirklich einen Nachteil gegenüber deinen Kommilitonen, die Gas gegeben und die Regelstudienzeit eingehalten haben? Das kommt natürlich immer drauf an. Im Allgemeinen lässt sich aber sagen, dass es sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringen kann.

Ein Nachteil kann darin liegen, dass dir deine ehemaligen Mitstudenten rein zeitlich einfach ein bisschen voraus sind. Während du noch Prüfungen schreibst, sitzen sie bereits an ihren Bewerbungen. Somit können sie ihre Karriere früher beginnen und mehr wertvolle Praxiserfahrung sammeln als du.

Nutzt du deine Studienzeit sinnvoll, kann es dir später auf dem Arbeitsmarkt aber durchaus auch einen Vorsprung verschaffen.

Die Zeit nutzen bedeutet für dich also:

  • Mache Praktika, wann immer es dir möglich ist. Praktische Erfahrung wird in jedem Unternehmen hoch angerechnet und ist den meisten Arbeitgebern sogar wichtiger als ein schnell durchgezogenes Studium oder, in  manchen Fällen, super gute Noten.
  • Lege ein Auslandssemester ein, wenn dein Studiengang es dir erlaubt. Auslandserfahrung kommt immer gut an. Es zeigt, dass du dich selbstständig in einer dir fremden Umgebung mit neuen Herausforderungen zurechtfinden kannst. Das hinterlässt einen guten Eindruck – braucht aber eben auch Zeit. Die du dir auf jeden Fall nehmen solltest – denn du profitierst natürlich auch persönlich davon!
  • Sollte ein Nebenjob der Grund für die Überziehung der Regelstudienzeit sein, rückt dich das ebenfalls eher in ein positives Licht. Es beweist wieder Selbstständigkeit und Ehrgeiz.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich also sagen: solange du deine Studienzeit nicht ganz offensichtlich verplemperst, ist es vollkommen okay, über die Regelstudienzeit hinaus zu kommen – werde aber nicht zum Langzeitstudent. Bedenke außerdem, dass du das in naher Zukunft bei einem Bewerbungsgespräch eventuell rechtfertigen musst.

Ein Sonderfall liegt übrigens vor, wenn du BAföG erhältst. Dann solltest du dein Studium etwas besser planen, denn finanzielle Unterstützung bekommst du nur für die Regelstudienzeit. Außer es liegt ein Härtefall vor, aber verlass dich nicht darauf, dass dieser anerkannt wird. Die Regelungen hierbei sind relativ streng und beziehen sich lediglich auf Fälle wie Schwangerschaft, Kinderbetreuung oder Behinderung. Solltest du also keine andere Finanzierungsmöglichkeit für dein Studium haben, beachte die Regelstudienzeit!

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Bild: pexels

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