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Lieferjunge auf Fahrrad in der Nacht

Der Liefer-Boy [Teil 2]

Hier den ersten Teil lesen!
In den darauffolgenden Wochen war super viel los und ich hatte den wunderschönen Lieferjungen irgendwie wieder vergessen. Ja, wirklich! Das gibt’s! Er ging einfach in meinem Alltag unter. Wie so ein Joghurt, den ich ganz unabsichtlich hinten in den Kühlschrank gestellt habe.

An einem langen Tag nach der Uni, bestellten eine Freundin und ich auf dem Heimweg Essen beim Lieferdienst in meine Wohnung. Wir mussten noch an irgendeinem Text zusammen arbeiten und hatten keine Zeit und Lust zu kochen. Wir entschieden uns für den Burger-Lieferdienst von damals. Aber das wusste ich in dem Moment gar nicht mehr.

Wir waren noch keine fünf Minuten zuhause, meine Freundin war gerade ins Badezimmer verschwunden, da klingelte es auch schon an der Tür. Und wer stand davor? Der Liefer-Boy! Ich erkannte ihn natürlich sofort und damit fielen mir dann auch alle grauenvollen Einzelheiten unserer ersten Begegnung wieder ein.

Verdammt!

Er war noch genauso cute wie damals und trug wieder eine Kappe. Der Junge hatte seinen Stil offensichtlich gefunden. Er grinste mich an. Ich ging nicht davon aus, dass er sich an das Mädchen im Sushi-Pyjama erinnern konnte, oder dass er mich für sie hielt. Dieses Mal, war ich nämlich noch total präsentabel gekleidet und hergerichtet. Sogar meine Sonnenbrille hatte ich noch in den Haaren und meine Lederjacke an.

Ich konnte sehen, dass ich ihm gefalle. Man merkt das doch meistens, oder? Na, jedenfalls freute mich das. Wir quatschten pragmatisch wegen der Bestellung miteinander, ich bezahlte ihn und dann öffnete er seine Tasche, um mir das Essen auszuhändigen. Es war sehr offensichtlich mehr als für eine Person. Er grinste mich die ganze Zeit an. Ich lächelte einfach mal freundlich, aber ein bisschen verunsichert, zurück.

„Der Hund heute gar nicht da?“

fragte der Lieferjunge und mir wäre der Burger fast aus der Hand gefallen. Was?! Erinnerte der sich an mich?? An meinen Hund?? „Ähm…nein.“, sagte ich. Merlin war bei meinen Eltern. Der blonde Junge grinste. Es war mir wohl aufs Gesicht geschrieben, wie überrascht und überrumpelt ich war. „Der ist bei meinen Eltern.“ „Schade.“, sagte der Liefer-Boy.

„Dann wünsch ich dir und deinem Freund noch einen schönen Abend!“, verabschiedete er sich und ich bekam fast einen Herzinfakt! Ich muss so belämmert aus der Lederjacke geguckt haben…unglaublich. „Ich…ähm…“, stotterte ich, während er im Gehen stehen blieb. „Oh, das ist nicht mein Freund!“ Ich wusste warum er jetzt lachte: ich hatte es eilig ihm mitzuteilen, dass mein Mitbewohner nicht mein Freund ist. Ich grinste ein bisschen ertappt und meine Wangen färbten sich wieder rot. „Na dann!“, grinste der Liefer-Boy und zwinkerte mir zu. Skandalös! „Bis zum nächsten Mal?“ Bis zum nächsten Mal!

Bild: pixabay

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Über itswaypastmybedtime

Ich bin eine kleine, über Berge hüpfende und dabei Edelweiß-Lieder singende (naaaa wer erkennt die Sound of Music reference?) Student-in des Alpenlandes die sich irgendwann mal hier her verirrt hat und jetzt wie Alice Gefallen am Wunderland gefunden hat. Ich schreibe über alles und nichts. Dinge die mir so passieren, Gedanken die ich in Worte fassen will oder die ein oder andere große Weisheit die ich in meinem jungen Leben schon kapiert hab und großzügig mit euch übrigen unwissenden und herumdümpelnden Mit-20ern teile ;-)

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