Entscheidung für oder gegen ein Studentenwohnheim?
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Die Entscheidung für oder gegen ein Studentenwohnheim fällt nicht leicht - Fassade eines Studentenwohnheims

Studentenwohnheim – Die vielleicht beste Entscheidung meines Lebens!

Iregendwie ist der Begriff „Studentenwohnheim“ so negativ behaftet. Ich möchte damit aber an dieser Stelle mal ein wenig aufräumen und euch zeigen, warum die Entscheidung in ein Studentenwohnheim zu ziehen, vielleicht eine der besten war, die ich jemals getroffen habe.

Für mich, der damals beim Wohnungssuchen das erste Mal auf diese Studentenwohnheime stieß, war das alles ein wenig komisch. Ich hatte eine Menge Vorurteile. Man denkt sich dann so Sachen wie „Die feiern den ganzen Tag nur“, „da ist alles dreckig“ und „man hat keine Privatsphäre mehr“. Ich kannte niemanden, der in einem Wohnheim gewohnt hat und somit konnte niemand diese Vorurteile entkräften. Ich hatte keine Ahnung, wie das Leben dort so abläuft und wie das da so ist. Trotzdem bewarb ich mich dann damals in diesem einen, sagenumwobenen Studentenwohnheim im Herzen Münchens für ein Zimmer.

Die erlösende E-Mail vom gewünschten Studentenwohnheim

Leider wurde ich dort nicht sofort genommen und musste mich fürs erste mit einer 3er-WG, ziemlich weit außerhalb, zufrieden geben. Ich wartete trotzdem auf die Erlösung von 40-minütigen Bahnfahrten zur Uni in Form einer E-Mail dieses Wohnheims. Und… sie kam.

Ich sollte zum 1. Dezember einziehen, dabei war ich erst vor circa zwei Monaten in meine WG gezogen. „Naja, wenigstens im Zentrum der Stadt“, dachte ich mir. Packte also mein Zeug und zog um. Aus Privatsphäregründen durfte ich die Zimmer im Wohnheim vorher nicht sehen. Die sporadisch vorhandenen Bilder im Internet halfen mir nicht sehr viel und somit war die einzige Möglichkeit, die ich hatte, einen Wohnheimsbewohner zu fragen, ob er mir das Ganze nicht mal zeigen könne. Ich, schüchtern wie ich war, hab damals natürlich nicht gefragt. War vielleicht auch besser so.

Denn am Tag der Schlüsselübergabe fragte ich die Verwaltungsdame dann noch ganz beiläufig, wie viele Mitbewohner ich eigentlich habe und sie so ganz locker: „20“. Ich fiel aus allen Wolken. Stellte aber schnell fest, dass es glücklicherweise nur 19 waren und ich der 20ste.

Natürlich sind nicht alle Wohnheime so. Der Trend geht zu Einzelapartments mit eigener Küche und Bad. Aber eins haben sie alle gemeinsam, man lebt mit einem Haufen Menschen zusammen, die in exakt derselben Situation stecken wie du. Bei Fragen oder Problemen garantiere ich dir, dass mindestens eine Person im Wohnheim schon einmal genau die gleiche Frage oder das gleiche Problem hatte. Meistens sind die Leute dort auch sehr hilfsbereit.

Die beste Entscheidung

Im Rückblick auf damals kann ich heute sagen, dass es vielleicht die beste Entscheidung war in ein Wohnheim zu ziehen. Alle Vorurteile haben sich in Luft aufgelöst. So viele witzige Geschichten und Erlebnisse habe ich hier schon miterleben dürfen und viele neue Menschen habe ich kennengelernt und auch viele neue Freundeschaften konnte ich schließen , was vor allem zu Beginn eines Studiums in einer fremden Stadt sehr hilfreich ist. Außerdem habe ich hier auch das ein oder andere gelernt, was ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Was hält dich auf ebenfalls diese Erfahrungen zu machen?

Sei dir bewusst, wenn du in ein Studentenwohnheim ziehen möchtest, dass du kulant mit deinen Mitbewohnern sein solltest. Vor allem aber, solltest du entspannt sein, was Lautstärke und eventuell auch Sauberkeit angeht. Natürlich ist hier nicht alles super dreckig, aber ab und zu könnte es auch sauberer sein. Im Grunde ist aber der wichtigste Punkt, dass du offen bist. Offen für neue Menschen, neue Erfahrungen, aber auch für kleine Aufgaben rund um das Zusammenleben.

Probier das Ganze doch einfach mal aus. Du musst ja nicht im Wohnheim versauern. Wenn es dir nicht gefällt, kannst du auch wieder ausziehen. Allerdings könnte es auch sein, dass du, einmal eingezogen, einfach nicht mehr ausziehen möchtest. In diesem Fall, hast du alles richtig gemacht!

Worauf wartest du also noch? Auf auf ins Wohnheimsleben!

Foto: flickr
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Über Lo Renzo

Servus! Ich heiße Lorenzo, bin 20 Jahre alt und lebe und studiere momentan in München. Wie du vielleicht schon vermutet hast, schreibe ich sehr gerne. Eigentlich querbeet von Gedichten zu philosophischen Texten, aber auch nicht ganz so ernsten Dingen. Ernsthaft begonnen damit habe ich eigentlich erst im letzten Quartal des Jahres 2016, mit der Veröffentlichung meines Buches "Die Vollkommene Gesellschaft - Fragen und Antworten einer kritischen Auseinandersetzung", welches ich in kompletter Eigenarbeit geschrieben,illustriert und veröffentlicht habe. Die zweite Auflage ist auch bereits in Arbeit und fast vollendet. Bei diesem Autoren- und Bloggerzeug bin ich also noch relativ neu, will aber definitiv damit weitermachen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen meiner Texte!

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