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Screenshot mit blauem Hintergrund auf dem steht 'Downloading Future, Please Wait' zum Thema Studienabbruch.

Keinen Bock mehr auf Uni: Studienabbruch?

Ein Wort, das sich schlimmer als ein Zahnarztbesuch anfühlt und oft auch genau so schmerzvoll ist: Studienabbruch! Die Lage ist nämlich ernst. Die klassische Lebenslauf-Automatik „Ich-habe-Abitur-geschrieben, ich-muss-studieren“, die fast alle Gymnasiasten durch ihre Erziehung als DAS Erfolgsmodell erfahren und verinnerlicht bekommen haben, fängt immer mehr an zu bröckeln.

Die Abbrecher-Quote von über 30 Prozent in Deutschland spricht nämlich eine andere Sprache: Viele studieren um des Studierens willen, um sich vielleicht in ferner Zukunft in einem Großraumbüro über den Dächern einer Weltstadt in schickem Blazer oder Anzug wiederzufinden. Doch das ist in den meisten Fällen nur blasse Zukunftsmusik. Schließlich geht es doch darum, dass man glücklich ist und erfüllt wird, bei dem was man tut, auch wenn es „nur“ Blumen gießen ist. Der Prozess bis zum Studienabbruch ist meist schleichend, die Symptome bis zum Ausbruch kommen oft nur unbewusst zum Vorschein.

Wir haben eine Checkliste für dich

Mit unserer Checkliste kannst du dir in wenigen Sekunden einen kleinen Überblick verschaffen, ob du zur Gruppe der „Gefährdeten“ gehörst (natürlich wie immer ohne Gewähr):

  • Dein Smartphone oder die Kritzeleien auf der Hörsaalbank scheinen dir mehr Wissen zu vermitteln, als der Professor zwanzig Meter von dir entfernt jemals könnte.
  • Du fragst dich täglich mehr und mehr, ob die Uni auf ihrer Homepage die Beschreibung der Studieninhalte deines Studienfaches mit der des späteren Berufsbildes richtig verknüpft hat.
  • Du würdest am liebsten aufspringen, die Tür zuknallen und schreien „macht euren S…chrott doch alleine“ und irgendwo hin weit weg laufen.
  • Die letzte Klausurenphase ist schlecht gelaufen und es belastet dich nicht.

Alle Punkte erfüllt? Herzlichen Glückwunsch! Du bist im Kreis der potenziellen Studienabbrecher. Bevor du jetzt panisch kreischend aus dem Zimmer rennst, sei dir noch gesagt: So wie es für jeden Topf einen Deckel gibt, so gibt es auch für jeden Menschen eine Berufung für eine Tätigkeit, man muss sie nur finden. Mach etwas, weil es dir Spaß macht und nicht, weil du damit vielleicht viel Geld verdienen kannst, denn Geld ist relativ und Glück absolut. Dann bist du schon auf dem richtigen Weg. Wie sagt man so schön: „Faber est suae quisque fortunae“ – „Jeder ist seines Glückes Schmied.“

Auch unter Prominenten ist der Studienabbruch ein verbreitetes Phänomen

Auch viele Promis sind diesem Motto gefolgt – mit Erfolg! Denn auch unter den Stars und Sternchen tummeln sich Studienabbrecher. Auch solche, von denen man es überhaupt nicht erwartet hätte, wie etwa Günther Jauch. Der charismatische Wer-wird-Millionär-Moderator präsentiert sich stets niveauvoll, klug und bewandert in fast allen Fach- und Lebensbereichen. Ein Mann von Welt eben. Als Hintergrund eines solch gebildeten Menschen erwartet man einen hohen Bildungsabschluss, ein Studium. Günther Jauch hat auch studiert, aber nur ein paar Semester. Als er an der Deutschen Journalistenschule angenommen wurde, schmiss er sein Jura-Studium erst einmal hin. Weil ihm seine Tätigkeit als Sportredakteur aber viel Freizeit lies, probierte er es später noch einmal mit einem Politik- und Geschichtsstudium. Aber auch das führte nicht zum akademischen Grad. Der fehlende Abschluss hat seinem beruflichen Erfolg und seiner Beliebtheit aber keinesfalls geschadet.

Dass man auch ohne Studienabschluss zum jüngsten Milliardär der Welt werden kann, zeigt Mark Zuckerberg. Während er in Harvard Psychologie und Informatik studierte, entwickelte er mehrere Web-Projekte, jedoch ohne Erfolg. Mit der Erfindung von Facebook kam dann der große Durchbruch. Sein Studium hat er daraufhin abgebrochen. Verständlich. Ein höheres Jahreseinkommen hätte es ihm schließlich kaum bescheren können.

Den Sprung zum Millionär in der IT- Branche hat er zwar nicht geschafft, trotzdem hat Farin Urlaub die große Karriere nach dem Studienabbruch hingelegt. Nach seinem Abitur hat er ein Archäologie-Studium begonnen. Seine Leidenschaft war aber eine ganz andere: die Musik. Deswegen hat er das Studium auch abgebrochen und sich ganz seiner Band, den Ärzten, gewidmet. In den 80er Jahren rockte er so die deutsche Musikszene und ist mit einigen Unterbrechungen bis heute erfolgreich.

Die Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden, doch der Beweis steht: Man muss ohne Studium nicht unbedingt unter der Brücke schlafen! Es muss aber auch nicht jeder gleich zum Günther Jauch werden. Zwischen Hörsaal und rotem Teppich ist noch viel Raum für ein glückliches Leben. Schließlich erfüllt einen ja erst die Tätigkeit, die einem wirklich Spaß macht!

Wo stehst du eigentlich? – Reflexion

Bist du wirklich schon an einem Punkt angelangt, an dem du über einen Studienabbruch nachdenkst, dann vergiss bitte nicht alle Punkte für und gegen dein Studium zu betrachten. Mach dir klar, welche Ziele du hast und wie du sie erreichen kannst. Lass dich nicht nur von deinem Bauchgefühl leiten und triff eine Entscheidung, hinter der du voll und ganz stehen kannst, um nicht noch einmal in so einer unangenehmen Situation zu landen!

Außer Frage steht wohl, dass jeder von uns mal an seinem eingeschlagenen Weg zweifelt, aber das sind meist nur Augenblicke. Doch über Monate sollte sich dieser Zustand nicht ziehen.

Wie auch immer du dich entscheidest, kenne deine Ziele und richte dich danach aus!

Als Inspiration: Studienabbruch als Chance

via: Campus Magazin

Bild: pixabay

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