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Ob und wann eine Studienplatzklage sinnvoll ist, darum geht es in diesem Artikel - das Bild zeigt die Justizia mit einem Doktorandenhut

Studienplatzklage: wann ist sie sinnvoll?

Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage

Das Abitur ist bestanden, und du freust dich extrem auf den nun folgenden Lebensabschnitt. Zum ersten Mal bist du komplett unabhängig, ziehst in eine neue Stadt und lernst viele neue Freunde kennen. Und zum ersten Mal kannst du dich im Rahmen des Studiums ausschließlich einem Bereich widmen, der dich wirklich interessiert.

Und dann das: Du bekommst einen Brief von deiner Traum-Uni, die dir mitteilst, dass du den gewünschten Studienplatz nicht bekommst. Für deine Euphorie ist das sicher ein ordentlicher Dämpfer, ein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen, ist es aber noch lange nicht.

Immer häufiger kommt es zu Studienplatzklagen

Selbst im Fall einer Absage bleiben dir noch diverse Möglichkeiten. Eine kann sogar dazu führen, dass du den gewünschten Platz doch  noch erhältst: Die Studienplatzklage.

Bevor du jetzt direkt zum Anwalt rennst: Eine solche Klage ist längst nicht in jedem Fall sinnvoll. Sollte eines der drei folgenden Szenarien auf dich zutreffen, kannst du dir den Weg eigentlich direkt sparen.

  • Du hast einen Formfehler gemacht oder eine Frist verpasst und deinen Platz deswegen nicht bekommen
  • Du hast dich über hochschulstart.de beworben. Aufgrund der zunehmenden Anzahl der Klagen sichert diese zentrale Vergabestelle ihr Verfahren mittlerweile so gut ab, dass es rechtlich nicht anfechtbar ist
  • Du hast einen Platz an einer anderen Uni bekommen

In allen drei Fällen ist eine Studienplatzklage der völlig falsche Weg, so Arne-Patrik Heinze, Anwalt in einer renommierten Kanzlei, die auf diese Klagen spezialisiert ist. Trifft einer der ersten Punkte zu, so musst du dich wohl oder übel damit abfinden, dass du dein Traumstudium in diesem Semester nicht in deiner Wunschstadt beginnen kannst.

Erkennst du dich im dritten Punkt wieder, so kannst du immerhin versuchen, dir deinen Platz zu ertauschen. In Zeiten von sozialen Medien dürfte es nicht schwer sein, eine Plattform zu finden, auf der diese Plätze angeboten werden. Findest du also jemanden, der bereit ist, dir seinen Platz im Tausch zu überlassen, erfüllt sich dein Traum doch noch. Denn diese Verfahren funktionieren eigentlich immer.

Das Vorgehen bei einer Klage

Solltest du den ablehnenden Bescheid aus anderen Gründen erhalten haben, kann sich die Studienplatzklage durchaus lohnen. In diesem Fall ist der Gang zum Anwalt sinnvoll, da er dir genau aufzeigen kann, ob du auf diesem Weg Erfolgsaussichten hast. Beschließt du dann, den Rechtsweg zu gehen, wirst du die Kosten allerdings höchstwahrscheinlich übernehmen müssen. Die meisten Rechtsschutzversicherungen schließen das Verwaltungsrecht, dem das Vergabeverfahren unterliegt, nämlich grundsätzlich aus.

Zudem landen solche Fälle meist nicht wirklich vor einem Richter. Viel häufiger kommt es zu einem Vergleich. So bekommst du zwar deinen Studienplatz, trägst als Antragssteller aber dennoch die Kosten. Sie sind aber in der Regel eher gering – gerade, wenn man sie mit dem vergleicht, was für dich auf dem Spiel steht: Dem Studienplatz deiner Träume.

Alternativen zur Klage

Wenn du auf dem Rechtsweg keine Chance hast, den gewünschten Studienplatz noch zu erhalten, stehen dir immer noch zahlreiche Möglichkeiten offen. So kannst du dich auf eine andere Stadt verlegen – es gibt schließlich genügend Orte, an denen das Studium richtig Spaß machen kann.

Du kannst aber auch – wenn dein Budget es hergibt – eine Auszeit nehmen und es im nächsten Jahr wieder versuchen. Alles ist besser, als zu resignieren. Du bist jung, du hast Zeit – warum solltest du sie also nicht nutzen?

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