Bachelorarbeit schreiben: Was du dabei fürs Leben lernst
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Ein Zettel, auf dem das "un" vom "möglich" abgerissen wurde - Dinge, die beim Bachelorarbeit Schreiben fürs Leben lernst

6 Dinge, die du beim Bachelorarbeit-Schreiben fürs Leben lernst

Die Bachelorarbeit ist bei vielen von uns Studis das erste große – na schön, riesige – wissenschaftliche Projekt in unserer studentischen Laufbahn. Na klar, hat wahrscheinlich jeder im Laufe seines Studiums schon einmal eine Hausarbeit geschrieben – oder schreiben müssen. Aber, ohne irgendwelchen Erstis Angst machen zu wollen, die Bachelorarbeit hat ganz andere Dimensionen, die man sich so erst mal gar nicht richtig vorstellen kann. Mir ist irgendwann während meines Schreibprozesses ein ziemlich passender Vergleich eingefallen:

Eine Hausarbeit ist vergleichbar mit einem Sprint, während die Bachelorarbeit ein echter Marathon ist, auf den du dich gebührend vorbereiten solltest. Sowohl mental als auch organisatorisch. Aber ich weiß natürlich auch, dass Ratschläge vorab – seien sie auch noch so gut gemeint – eher an einem abprallen. Man mag das gar nicht hören; man kriegt das schon selbst hin. Und genau so ist es auch. Im Endeffekt musst du, wie jeder andere auch, deine eigene Strategie entwickeln, um mit so einem Berg Arbeit umzugehen. Deshalb gibt’s hier jetzt auch keine Tipps und Tricks, sondern vielleicht ein paar kleine Launen-Macher für dich. Denn wenn du deine Bachelorarbeit erst einmal abgegeben hast – oder ganz kurz vor Abgabe stehst – wird dir so richtig bewusst, dass du dabei doch tatsächlich die ein oder andere Lebensweisheit mitgenommen hast.

6 Dinge, die du beim Schreiben deiner Bachelorarbeit fürs Leben lernst

#1: Ohne Organisation läuft nix

Was die meisten von vorne herein geahnt haben und die anderen noch immer nicht wahr haben wollen – es ist aber leider wahr – Organisation ist tatsächlich das halbe Leben. Natürlich kommt es auch da ganz drauf an, was für eine Person du bist. Aber ziemlich egal, ob du dich eher zu Streber oder faule Socke zählst: Ums Organisieren wirst du bei deiner Bachelorarbeit nicht herum kommen. Ich falle, trotz meines Perfektionismus, doch eher in Kategorie zwei und habe die Organisation daher anfangs ziemlich schleifen lassen – was ich in anderen Lebensbereichen auch ganz gerne mal mache. Ich bin eher der Typ, der es mag, sich treiben zu lassen. Blöd nur, wenn dich dann eine Welle so richtig packt und erstmal so kräftig durchwirbelt, dass du nicht mehr weißt wo oben und unten ist. (Richtig, die Welle steht für die Bachelorarbeit)

Und genauso wie es bei meiner Abschlussarbeit gegen Ende extrem knapp wurde, läuft es auch sonst ziemlich oft bei mir. Dann kommt der große Bruder der ProkrastinationKONSEQUENZ. Und der bringt all seine Freunde mit: Stress, Panik, Angst, Verzweiflung und natürlich das schlechte Gewissen. Da stellt sich einem dann immer wieder die Frage: Muss das eigentlich sein? Mit ein bisschen Organisation hätte ich das – mal wieder – verhindern können. Deshalb habe ich mir jetzt vorgenommen, mein Leben ein bisschen geplanter anzugehen. Dinge gleich zu erledigen, statt sie auf die lange Bank zu schieben. Mal schauen, wie lange ich das durchziehe – denn die Bachelorarbeit war ja wenigstens zeitlich begrenzt. 😀

#2: Lesen macht schlau

Denn lesen macht tatsächlich schlau! Mag banal klingen, war für mich aber eine coole Erkenntnis. Wenn du dich tagelang mit irgendeinem wissenschaftlichen, viel zu komplizierten, viieel zu langen Text rum schlägst, wird dir irgendwann bewusst, dass dein Hirn gerade auf Hochtouren läuft. Irgendwann kommt zwar der Zeitpunkt, an dem du dich richtig blöd fühlst, weil du – aufgrund mangelnder Konzentration – rein gar nichts mehr verstehst. Aber davor fühlst du dich als könnte dein Verstand Bäume ausreißen. Wenn du dann auch noch anfängst, selbst so abgehoben und geschwollen zu schreiben, merkst du quasi wie dein IQ steigt. 😀 Du hast nach ein paar Tagen, die du mit wissenschaftlichem Arbeiten zubringst wirklich die Fähigkeit, Dinge weitaus besser als sonst und in weitaus geringerer Zeit zu verstehen. Du merkst in der Zeit richtig, wie du deine grauen Zellen trainiert hast.

Was mich aber wirklich überrascht hat, war die Tatsache, dass ich mir sogar ziemlich viel von dem soziowissenschaftlichen Kram merken konnte, den ich da so in mich aufgesaugt hatte. In Gesprächen mit Freunden über mein Thema war ich auf einmal in der Lage, inhaltlich mehrere Seiten wiederzugeben. Die Spaßkanone schlechthin war ich dadurch zwar nicht, aber immerhin war ich ein bisschen stolz auf mich, da mein Gedächtnis normalerweise viel zu viel mit einem Sieb gemeinsam hat. Deshalb: Lest, Leute, lest! Müssen ja auch keine hoch-wissenschaftlichen Texte sein.

#3: Pausen und Freizeit sind enorm wichtig

Ab einem gewissen Punkt in deinem Arbeitsprozess wirst du feststellen, dass du deine Freizeit aufgrund der Bachelorarbeit enorm reduziert hast. Beim Schreiben steigt dir dann zum Beispiel ganz plötzlich dein eigener Mief in die Nase und du fragst dich leicht angeekelt, wann du eigentlich zum letzten Mal geduscht oder deine Wohnung verlassen hast. Wann hattest du eigentlich zuletzt Kontakt zu realen Menschen in der realen Welt? Wenn du dich nicht auf Anhieb erinnern kannst: Mach ne Pause!!

Du bist nur bis zu einem gewissen Punkt fähig zu arbeiten und dein Gehirn so stark zu beanspruchen. Irgendwann ist einfach Schluss, die Konzentration ist futsch und dann bringt das Ganze eh nix mehr. Pack das schlechte Gewissen wieder in die hinterste Ecke deines Hirns – wo es hingehört – und gönn dir ein bisschen Ruhe. Die wirst du nach deiner Bachelorarbeit übrigens auch nochmal ganz anders zu schätzen wissen, glaub mir! 😀

#4: Gute Freunde sind unbezahlbar

Egal wie gestresst, genervt oder verzweifelt du auch sein magst: good friend’s got your back! Die Unterstützung, die du von mitleidenden Kommilitonen, Freunden, deinen Verwandten oder deinem Partner in einer so stressigen Zeit erhältst, ist einfach Gold wert. Da sind dann diejenigen, die einfach ständig nachfragen wie es läuft, weil sie dich kennen (Prokrastinationsdrang und so) und sich deshalb Sorgen machen. Oder diejenigen, die schon vor Abgabe damit anfangen, mit dir die fette Party zu organisieren, die du danach feiern wirst. Dann gibt es noch diejenigen, die dir bei allem ihre Hilfe anbieten. Sei es das Gestalten einer Umfrage oder gleich das Schreiben ganzer Kapitel. Ein fettes Danke an dieser Stelle und ich weiß euch alle jetzt noch mehr zu schätzen!

#5: Manche Dinge unterschätzt du

Du bist jung, du bist voller Energie und Elan und außerdem bist du Student. Eine Gattung, deren liebstes Hobby die Prokrastination ist und die keine Furcht vor Abgabefristen, Deadlines oder Prüfungsterminen hat! Du hast es letztes Semester immerhin geschafft, eine 20-Seitige Hausarbeit innerhalb von einem Tag zu schreiben – inklusive Literatursuche!!! Und darauf hast du auch noch eine 2,3 bekommen. Easy! 30 Seiten mehr oder weniger, wäre ja gelacht!

Ziemlich genau das bildete bei mir die Argumentationsebene während des Prokrastinationsprozesses. Dann wird dir irgendwann bewusst: Ich hab das Ding so dermaßen unterschätzt! Und Panik bricht aus. Um das zu vermeiden, will ich mir Aufgaben, die bevorstehen von nun an erst einmal gründlich anschauen, um ungefähr einschätzen zu können welchen Aufwand ich dafür betreiben muss – und wie sehr ich prokrastinieren kann. Achso ne, ich wollte ja organisierter werden. Verdammt.

#6: Du kannst alles schaffen!

 

Trotz Prokratination, unterschätzter Masse der Arbeit und unorganisiertem Vorgehen wirst du es am Ende schaffen – egal wie. Du wirst das Ding schon schaukeln und bei der Abgabe wirst du euphorisch sein und glücklich und verdammt stolz auf dich selbst. Aber vor allem wirst du wissen, dass du alles schaffen kannst. Du hast mit der Abgabe deiner Bachelorarbeit gerade dein Studium erfolgreich beendet! (Durchfallen wird schon keiner 😉 ) Mach dir das klar und genieße diesen und andere ähnliche Momente. Erlaube es dir, eine Weile auf der Welle der Euphorie zu bleiben und lass dich von ihr in den nächsten Abschnitt deines (nicht mehr Studenten-)Lebens treiben. 🙂

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Gifs: Giphy | Bild: pixabay

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