ARYA: Eine App zur Selbsthilfe bei Depressionen
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ARYA: Frau hält ein Handy mit der App ARYA - die gegen Depressionen helfen soll

ARYA: Eine App zur Selbsthilfe bei Depressionen

Entstehung von ARYA

Gründerin von ARYA, Kristina Wilms, leidet selbst seit Jahren an schweren Depressionen. Während ihrer Verhaltenstherapie musste sie mehrmals täglich ihre Gefühle und Denkmuster in Fragebögen festhalten. Das gestaltete sich mit dem Smartphone als wesentlich einfacher, weil es als ständiger Begleiter sowieso immer griffbereit ist. Während ihrer Therapie hat sich Kristina immer wieder Unterstützung gerade auch im Alltag gewünscht; ihr fehlte das Gefühl einer gewissen Sicherheit – wie den meisten Depressiven. Um sich selbst und anderen zu helfen, hat sie die App ARYA entwickelt.

Eine App gegen Depressionen?

Natürlich kann die Applikation alleine keine Depression heilen – diesen Anspruch hat sie allerdings auch nicht. Sie soll lediglich therapiebegleitend eingesetzt werden. In den meisten Fällen finden therapeutische Sitzungen höchstens einmal die Woche statt. An den anderen Tagen sind psychisch Erkrankte hauptsächlich auf sich selbst gestellt. Das kann die allgemeine Unsicherheit und die Angst vorm Alltag verstärken. Hier soll die App greifen.

Funktionen der App

Gefühle niederschreiben

ARYA hat die Funktion eines Gefühlstagebuchs. Indem du Emotionen und Reaktionen auf diese Art niederschreibst, erarbeitest und erkennst du nach einer gewissen Zeit automatisch Verhaltens- und Denkmuster, die immer wieder auftreten. Bei Depressionen sind es genau diese Muster, die den Betroffenen das Leben erschweren. Denkweisen, die sich in Negativspiralen verlieren. Das Hineinsteigern in Selbsthass oder tiefe Verzweiflung. Dank ARYA können diese Muster aufgedeckt und dementsprechend gut behandelt werden. Die Gefühlsprotokolle helfen dir außerdem dabei, dich selbst ein Stück weit besser kennen zu lernen und somit auch ein gewisses Verständnis für dich selbst und deine Krankheit zu entwickeln. Dieses Verständnis und die Akzeptanz deiner eigenen Person können ausschlaggebend für die Heilung einer Depression sein.

Direkte Verbindung zum Therapeuten

Die App ermöglicht eine direkte Verbindung zwischen dir und deinem Therapeuten. Sollte dies erwünscht sein, lassen sich die eingetragenen Gefühle und Verhaltensmuster sicher und direkt an den behandelnden Therapeuten übermitteln. Dort werden die Einträge gesammelt und können mithilfe einer weiteren Funktion der App direkt ausgewertet werden. Dadurch hast du die Möglichkeit, die Zeit in den Sitzungen weitaus sinnvoller zu nutzen.

Aktivitäten planen & umsetzen

Energie-, Motivations- und Antriebslosigkeit sind die stetigen Begleiter einer Depression. Ihnen entgegenzuwirken ist oft sehr schwer. Um dagegen vorzugehen kann es helfen bestimmte Aktivitäten fest zu planen – dabei hilft dir ARYA mit über 150 Vorschlägen. Du  kannst die sogenannten Wohlfühlaktivitäten in der Toolbox planen und abhaken. Außerdem hast du die Möglichkeit, direkt im Anschluss an die Aktivität ein Stimmungsprotokoll darüber zu verfassen. So kannst du erkennen, welche Aktivitäten dir besonders Spaß machen. Diese kannst du dann gegebenenfalls nutzen, um ein wenig Motivation zurück zu gewinnen.

Gewohnheit generieren

Routine und Gewohnheit schaffen Sicherheit. Genau das, was du brauchst, wenn du an Depressionen leidest. Außerdem hilft es dir dabei, deine Stimmung so effizient wie möglich zu analysieren. Damit es dir leichter fällt, deine Eintragungen zur Gewohnheit zu machen, hat die App eine Erinnerungsfunktion, die du individuell einrichten kannst.

Probier es aus!

Wie es bei Depressionen so üblich ist, gibt es die eine Lösung einfach nicht. Du kannst nicht pauschal festlegen, was dir aus deinem Tief heraus hilft oder gar zu einer Heilung führt. Deshalb solltest du aber nicht aufgeben – im Gegenteil! Probiere so viel wie möglich aus. Auch wenn es sich anfühlt, als würdest du die Nadel im Heuhaufen suchen. Lass dir von der Energielosigkeit nicht dein Leben nehmen. Nimm es wieder selbst in die Hand, werde aktiv. Selbst wenn dir die App selbst nicht helfen sollte, so wird doch ein gutes Gefühl zurück bleiben, weil du etwas getan hast.

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