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Studiengang Marketing: Frau läuft an einer Street-Art-Werbung für Whisky vorbei

Warum zur Hölle Marketing?

Wer bin ich?

Geboren und aufgewachsen bin ich in einem kleinen und beschaulichen Dorf in Oberbayern, mehr als 12.000 Einwohner hielten es hier auf Dauer nicht aus. So zog es mich bereits für meine Ausbildung ins multikulturelle und nicht mehr ganz so beschauliche München, hin zu einem Unternehmen für IT-Beratung mit internationalen Kunden, einem internationalen Team und reizvolleren Aufgabenfeldern, als es die Schreinerei um die Ecke jemals hätte bieten können. Noch vor Ende der Ausbildung war mal wieder klar, dass ich auch an diesem Punkt nicht stehen bleiben wollte. Der nächste logische Schritt war also ein Studium.

Meine ganz private Seite

Im Grunde bin ich ein durchschnittlicher Mittzwanziger, ein Millennial wie er im Buche steht. Mit ein paar wenigen sehr engen Freunden, einigen guten Bekannten und Hunderten von „Freunden“ in Social Media. Meine Freizeit verbringe ich, wie die meisten meiner Generation auch, im Fitnessstudio, im Café um die Ecke, oder arbeite, um mein Studium zu finanzieren, hinter der Bar.

Und hier wären wir schon bei dem Punkt, was mich bewegt: die Bar. Vielmehr das Jonglieren von Flaschen, Vermischen von Zutaten und Verzaubern von mir völlig unbekannten Menschen.

Ich liebe den Reiz, jeden Abend aufs Neue, völlig unterschiedliche Menschen und Persönlichkeiten für einen Abend aus ihrem Alltag zu entführen, mit ihnen Gespräche zu führen und Teil ihres Lebens – wenn auch nur für ein paar Stunden – zu werden. Zu verstehen wie diese Menschen ticken, was sie bewegt und wofür sie sich begeistern lassen.

Warum ausgerechnet Deggendorf?

Nach München war klar, eine Großstadt hat ganz klar ihren Reiz, aber das Persönliche, das Menschliche, kommt hier sehr oft viel zu kurz. Daher, zurück in eine Kleinstadt. Nach unzähligen Stunden auf der Suche nach DEM Ort für mein Studium, war es letztlich eine kleine Bemerkung eines Arbeitskollegen in der Kaffeepause, die mich auf Deggendorf aufmerksam machte. Klein, aber nicht zu klein, ein wenig verschlafen, aber aufgeweckt genug für eine Hochschule mit knapp 6000 Studenten, einfach familiärer und menschlicher als die Landeshauptstadt.

Warum zur Hölle dieses durchgekaute Marketing?

Mit meiner Ausbildung als Grundlage war für mich klar: den ganzen Tag im Büro sitzen und „coden“ ist nicht meine Welt. Ich will raus, etwas erleben, Menschen kennenlernen, mit ihnen Arbeiten, ihnen helfen ihre Probleme zu lösen, ihre Ziele zu verwirklichen und mich dabei selbst weiterentwickeln. Die allbekannte Selbsterfüllung finden – ja ich weiß, es ist ausgelutscht und wird hundertfach in Fachbüchern behandelt. Aber wofür arbeiten wir denn? Um uns unsere Freizeit und unser Leben so zu gestalten, wie wir es möchten, warum nicht auch die Arbeit?

Deshalb Marketing, schlicht und einfach weil es alles sein kann, alles beanspruchen kann. Gedruckte Anzeigen in Zeitungen, Litfaßsäulen und Marktschreier sind schon lange nicht mehr die einzigen Mittel, um jemanden auf sich aufmerksam zu machen. Und genau dieser Facettenreichtum an Möglichkeiten und Mitteln, Menschen von sich zu überzeugen, zu begeistern, ist es, der mich in den durchgekauten Sumpf des Marketings gezogen hat.

Und damit schließt sich dann auch der Kreis. Ich lebe dafür, neue Menschen kennen zu lernen, sei es nun Hinter der Bar oder durch die Arbeit im Büro. Diese Menschen zu verstehen, ihr Art zu Denken und zu Handeln zu hinterfragen und Möglichkeiten zu finden, sie für mich – meine Drinks, meine Persönlichkeit, meine Produkte – zu begeistern, oder ihnen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie andere für sich – ihre Persönlichkeit, ihre Produkte – begeistern können. Das ist es, was ich will und Marketing ermöglicht es mir!

Bild: unsplash | GIF: GIPHY

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Über Michael Ch.

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