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Videospiele: Mario vor rot-schwarzem Hintergrund

Digitales Brainfood – Videospiele sind mehr als nur ein Zeitvertreib

Die Zocker unter euch wird das sicherlich freuen: Videospiele sind gut für euch! Nein, das ist kein Wunschtraum, sondern stützt sich auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Das heißt jetzt zwar nicht, dass ihr euch im WG-Zimmer einschließen und nur noch zocken sollt, statt zu lernen. Aber: Gaming kann euch bei vielen Herausforderungen helfen, die euer Studium so mit sich bringt – und nicht nur dort.

Gut fürs Gehirn

Dass man seine grauen Zellen auch spielerisch trainieren kann, ist an sich nichts Neues: Egal, ob Kreuzworträtsel, Schach oder Sudoku – anspruchsvolle Spiele bringen das Gehirn auf Trab. Allerdings ist dabei Variation Trumpf, da jedes dieser Spiele nur bestimmte Gehirnregionen beansprucht. Praktischerweise findet ihr im Netz eine große Auswahl an unterschiedlichen Denkspielen, sodass genügend Abwechslung garantiert ist.

Wenn ihr aber an Videospiele denkt, kommen euch wahrscheinlich eher Titel wie FIFA, Super Mario oder Call of Duty in den Sinn. Auch solche Games haben durchaus einen Nutzen, der weit über den bloßen Unterhaltungsfaktor hinausgeht: So fanden Forscher des Max-Planck-Instituts im Rahmen einer Studie heraus, bei der Super Mario 64 zum Einsatz kam, dass sich mittels Videospielen bestimmte Hirnareale gezielt trainieren und wahrscheinlich sogar verschiedene Krankheiten therapieren lassen.

Und vor kurzem machten Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum eine Entdeckung, die für alle, die ständig im Lernstress sind, wahrscheinlich noch spannender ist: Gamer haben gegenüber Nicht-Spielern messbare Vorteile beim Lernen, so das Ergebnis einer Studie zur Lernleistung.

Kreativitäts-Boost und Meditationsersatz

Andere Studien fördern weitere positive Eigenschaften zutage: So sind die verschiedenen Gehirnregionen bei Videospielern besser vernetzt, ebenso verbessern sich z. B. beim Spielen von 3D-Shootern die räumliche Wahrnehmung sowie die Hand-Auge-Koordination und das Reaktionsvermögen. Auch Kreativität und Entscheidungsfindung werden beim Spielen gefördert. Es ist also egal, ob ihr Sport, Kunst oder BWL studiert (Hallo, Multiple-Choice-Tests), in irgendeiner Weise kommt euch Gaming mit Sicherheit zugute.

Das ist aber noch nicht alles, denn auch zum Abschalten eignen sich Videospiele sogar noch besser, als ihr vielleicht glaubt. Klar, viele Gamer zocken nicht nur, um zu gewinnen, sondern auch zur Entspannung. Dass Zocken aber einen besseren Erholungseffekt bieten kann als das süße Nichtstun oder gar Meditation, klingt erst einmal recht weit hergeholt – ist aber so, wie die Ergebnisse zweier US-amerikanischer Studien unabhängig voneinander nahelegen. Bei derartigen Aussichten greift man doch gleich doppelt so gern zum Controller oder zu Maus und Tastatur. Natürlich gilt aber trotzdem die Maxime: Genießt es – aber in Maßen!

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Bild: Flickr ©JD Hancock

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