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Schriftliche Studienplatzabsage: Möglichkeiten und Tipps

Studienplatzabsage – Was nun?

Für viele ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn die Studienplatzabsage der Hochschule zu Hause ankommt. Auch wenn du die Absage vielleicht schon in Erwägung gezogen hast, ist es doch ein Schock. Deswegen geht es in diesem Artikel um das Thema Studienplatzabsage – Was nun? Atme erst einmal durch und lass das Ganze setzen, bevor du überhastet deine Pläne umschmeißt oder die Nerven verlierst.

Möglichkeiten nach der Studienplatzabsage

Es gibt genug Alternativmöglichkeiten und Wege, die du einschlagen kannst, wenn es mit deinem Wunschstudiengang aufs erste Mal nicht klappt. Wichtig ist nur, dass du alles genau überdenkst und nicht überhastest einfach irgendetwas machst, nur um eine Lücke im Lebenslauf zu vermeiden. Außerdem kannst du bei künftigen Arbeitgebern punkten, wenn du die freie Zeit sinnvoll nutzt und dich engagierst und weiterbildest.

Parkstudium

Ein Parkstudium ist sinnvoll, wenn du trotz einer Absage den „Studentenstatus“ haben möchtest. Du schreibst dich für einen beliebigen, zulassungsfreien Studiengang ein, einfach um an der Uni sein zu können und vielleicht auch in der Hoffnung, dass das gewählte Fach doch noch dein Interesse weckt. Aber dieser Plan B ist trotzdem mit Vorsicht zu genießen: Es kann durchaus sein, dass du dann aus der Warteliste von deinem Wunschstudiengang gestrichen wirst, wenn du bereits in einem anderen immatrikuliert bist. Außerdem gibt es komplett zulassungsfreie Studienfächer oft nur noch an kleineren Universitäten mit sehr speziellen Studiengängen. Prüfe zudem, ob und wie es sich auf den Bezug von Kindergeld und BAföG auswirkt, wenn du zum „Zeitvertreib“ studierst und später erst zu deinem Wunschstudiengang wechselst.

Los- und Nachrückverfahren

Du kannst natürlich auch alles auf eine Karte setzen und hoffen, dass du im Nachrückverfahren noch einen Platz zugewiesen bekommst. Plätze, die übrig bleiben, weil Bewerber abgesprungen sind, werden an Nachrücker vergeben oder noch einmal neu verlost. Vor allem bei Studiengängen, die eine sehr hohe Bewerberzahl verzeichnen, wie zum Beispiel Medizin, darfst du aber nicht allzu viel erwarten. Hier kann die Warteliste viele tausend Bewerber umfassen. Beachte aber, dass du dich eventuell sehr kurzfristig um eine Wohnung kümmern musst, falls die frohe Botschaft doch noch kommt. Die Zusage kann nämlich auch erst ein paar Tage vor Studienbeginn eintreffen.

Praktikum

Die Alternative zum Studium, die immer sinnvoll ist: Praktika sind ideale Lückenfüller nach dem Abi und vor dem Studium. Es ist aber wichtig, dass du nicht einfach irgendein Praktikum machst, nur um beschäftigt zu sein. Von Arbeitgebern ist es oftmals lieber gesehen, wenn du zum Beispiel ein halbes Jahr im Ausland verbracht hast, anstatt ein Praktikum absolviert zu haben, das so gar nicht zum Rest deines Lebenslaufs passt. Vor allem solltest du dich auch arbeitsrechtlich absichern, denn wenn doch noch spontan die Zusage für den Studienplatz kommt, wäre es sehr ärgerlich, wenn du dein Praktikum nicht vorzeitig beenden kannst. Rede also immer mit deinem Arbeitgeber und lass dir im Vertrag in einer Zusatzklausel vermerken, dass du jederzeit abbrechen kannst.

Ehrenamt

Viele nutzen ein Wartesemester dazu, ehrenamtlich in einer gemeinnützigen Organisation zu arbeiten. Egal ob du ältere Menschen betreust, Nachhilfe gibst oder Lebensmittel für Bedürftige sammelst, die Bandbreite an Tätigkeiten ist groß. Außerdem zeigst du dadurch soziales Engagement. Das ist meistens ein großer Pluspunkt bei Arbeitgebern. Ein großer Nachteil ist hier aber natürlich, dass du finanziell zu hundert Prozent auf dich alleine gestellt bist.

Auslandsaufenthalt

Wenn du keinen Studienplatz bekommen hast, kannst du die Gelegenheit natürlich auch nutzen, um eine Zeit lang ins Ausland zu gehen, bevor du dich in den Hörsaal setzt. Während des Semesters bzw. in der vorlesungsfreien Zeit ist dazu nämlich meistens keine Zeit mehr. Da stehen Klausuren, Referate und Hausarbeiten im Weg. Natürlich brauchst du für einen Auslandsaufenthalt das nötige Kleingeld, aber durch Work & Travel oder als Aupair kannst du dich auch im Ausland gut über Wasser halten.

Studienplatzklage

Was sich erst einmal sehr seltsam klingt, kommt gar nicht so selten vor. Wer sich mit seiner Absage nicht zufrieden geben will, kann bei der zuständigen Hochschule seinen Studienplatz einklagen. Das geht aber nicht, wenn du dich über das bundesweit geregelte Studienplatzvergabesystem auf hochschulstart.de um einen Studienplatz beworben hast.

Wann ist die Studienplatzklage sinnvoll?

Eine Klage ist mit hohen Kosten (ab 50 Euro bis weit über 1000 Euro) verbunden. Du solltest daher immer einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen, der dir die Möglichkeiten und Gefahren einer Klage aufzeigt und dich bei deinem Vorhaben unterstützt. Bei der Klage geht es darum, dass die Hochschule beweisen muss, dass sie wirklich keine Kapazitäten mehr hat, um dich aufzunehmen. Kann sie das nicht, kannst du nachträglich doch noch einen Platz erhalten. Das kann durchaus vorkommen, wenn zum Beispiel nicht mehr alle Plätze im Nachrückverfahren vergeben wurden oder die Hochschule das Verfahren vorzeitig beendet hat. Behalte aber immer im Hinterkopf, dass eine solche Klage mit hohem Zeitaufwand verbunden ist. Dabei solltest du dir immer die Frage stellen, ob es der eine Studiengang an genau diesem Studienort wirklich wert ist, solche Kosten und Mühen in Kauf zu nehmen.

Bild: flickr ©Dirk Vorderstraße

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