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Auslandspraktikum: Eine Straße in Madrid, Spanien

Bienvenidos a España – Mein Auslandspraktikum in Madrid

Es war Juli, kurz vor den Prüfungen, als ich in einer Vorlesung saß und darauf wartete, dass der Professor den Stoff für seine Klausuren eingrenzte – was er natürlich nicht tat – als ich eine E-Mail von meiner Arbeit bekam, in der stand ob ich spontan ab September nach Spanien, in ein Tochterunternehmen des Unternehmens, gehen möchte und wenn ja wie lange.

Obwohl das mein Traum war, war ich dennoch ein wenig verwirrt. Bereits in einem guten Monat soll’s losgehen. Geistesgegenwärtig tippte ich in mein Smartphone: Freu mich. Ich würde gerne vier Monate bleiben. Senden.

Oh Mist! Was hab ich nur getan? Mein Spanisch kann ich doch in einem Monat nicht von „man kann es schon verstehen“ zu „fließend in Schrift und Sprache“ verbessern.

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Mein Name ist Verena, ich arbeite neben dem Studium in einem international agierenden Unternehmen und habe mein Praxissemester in Madrid verbracht.

Sprachliche Hürden im Auslandspraktikum

Natürlich lernte ich nach den Prüfungen nicht fleißig meine Vokabeln, wiederholte die Grammatik oder schaute spanische Filme an – das demotivierte mich sogar eher. Die Zeit verging wie im Flug und war bereits mit Arbeiten und Koffer packen komplett ausgefüllt.

Dann ging’s auch schon los.

Zum Glück waren meine Arbeitskollegen aufgeschlossen, herzlich und redeten für mich sehr langsam und deutlich, sodass wir uns schnell verstanden. Verwirrungen ließen sich trotzdem nicht vermeiden. Als ich eines Tages wegen Reizhusten etwas kränkelte, wurde ich gefragt ob ich eine Infusion haben wolle. Wie bitte?! Ich hatte doch nur Husten.

Meinen verdatterten Gesichtsausdruck kann man sich bestimmt vorstellen. Als mir daraufhin verschiedene Teesorten vorgeschlagen wurden, verstand ich erst, dass „Infusión“ die Vokabel für Tee ist.

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Zusammengefasst: Meine Kollegen hatten es nicht immer leicht mit mir.

Klischees – wahr oder falsch?

NEIN! Nicht alle Spanier lieben Stierkämpfe, sind Fußballfans oder tanzen in den Innenstädten Flamenco – zugegeben wäre letzteres ziemlich cool.

Ein Klischee hat sich für mich jedoch zu 100 Prozent bestätigt. Sie sind herzlich und fast 24/7 gut gelaunt. Während meiner Zeit in Madrid war ein neuer Song aus Amerika der Hit und wurde wochen- beziehungsweise monatelang rund um die Uhr gespielt. Die Wiederholungen mancher Lieder auf den deutschen Radiosendern kann man hiermit nicht vergleichen. Nachdem ich nach zwei Wochen bereits genug von der Dauerbeschallung dieser Melodie hatte, pfiffen und sangen meine Kollegen allesamt stets fröhlich mit.

Das liegt wohl an den Genen! Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ganzjährige Urlaubsgefühle

Bereits am Tag meiner Anreise fühlte ich mich wie am Anfang einer langen Reise. Es roch für mich förmlich nach Urlaub und dies sollte, trotz 40-Stunden-Woche im Büro den ganzen Aufenthalt über andauern.

An den Wochenenden erkundigte ich mit Freunden Madrid und all die Städte um die Weltmetropole herum. Langweilig wurde uns definitiv nie. Die Devise war so viel wie möglich aus dieser Zeit mitzunehmen.

Genau das ist mein Tipp für alle, die momentan im Auslandspraktikum sind oder es noch machen werden: Schaut euch die Gegend an, macht Ausflüge – sparen kann man an anderen Stellen.

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Bild: pixabay

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Über Verena

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