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Promotion im Ausland: Mehrere promovierte Studenten werfen vorm Sonnenuntergang ihre Doktorhüte in die Luft

Promotion im Ausland: Planung und Umsetzung

Die Promotion steht an

Wer schon während seines Studiums eine Zeit lang im Ausland war, um ein Auslandssemester oder ein Praktikum zu absolvieren, ist vielleicht auf den Geschmack gekommen und möchte nun auch die anstehende Promotion für einen Auslandsaufenthalt nutzen. Grundsätzlich ist das möglich. Du hast dafür zwei Möglichkeiten.

Kurzaufenthalt im Ausland

Die erste Möglichkeit besteht darin, während der Promotion eine gewisse Zeit an einer ausländischen Forschungseinrichtung zu verbringen und die Dissertation danach in Deutschland fortzusetzen. Der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt ist in der Mitte oder gegen Ende der Promotion. Dein Projekt ist dann schon gefestigt und du kannst im Ausland gezielt Experimente durchführen und Recherchen anstellen. Wenn du Glück hast, hat dein Professor gute Kontakte und du kommst relativ leicht an eine befristete Forschungsstelle im Ausland heran. Meistens ist hier jedoch deine Eigeninitiative gefragt.

Die Forschungszeit an einem fremden Lehrstuhl beträgt in der Regel drei bis sechs Monate, in denen du viele wertvolle Erfahrungen sammeln kannst. Diese Zeit kann zudem entscheidend für das Vorankommen deiner Dissertation sein. An einem fremden Lehrstuhl können dir Experten deines Themas oft neue Denkanstöße geben, da sie einen frischen Blickwinkel auf den Sachverhalt haben. Außerdem kannst du während deines Auslandsaufenthaltes neue Kontakte knüpfen und ein professionelles Netzwerk aufbauen. Das kann dir bei der späteren Stellensuche viele Vorteile bringen.

Gesamte Promotion im Ausland

Die zweite Möglichkeit ist, nicht nur ein paar Monate, sondern die gesamte Promotionszeit im Ausland zu verbringen. Neben einer kürzeren Promotionsdauer sind in den USA und vielen außereuropäischen Ländern strukturierte Promotionsprogramme die Regel. Vielfach werden auch reine Promotionsstellen angeboten, bei denen die Studenten weniger zusätzliche Aufgaben vom Lehrstuhl übernehmen müssen. Im Vergleich zu den deutschen Promotionsmodellen sind die Forschungsbedingungen im Ausland also oft besser. So kannst du dich mehr auf deine Doktorarbeit konzentrieren und wirst vielleicht in ein großes Forschungsnetzwerk eingebunden. Das bedeutet aber keinesfalls, dass man in Deutschland nicht unter exzellenten Bedingungen promovieren kann. Grundsätzlich ist die Auswahl einer Hochschule zur Promotion – im In- und Ausland – stark vom Fachbereich und deinen individuellen Prioritäten abhängig.

Wenn du dich für eine Promotion im Ausland entscheidest, musst du dies im Voraus gut planen. Neben einer passenden Universität musst du nämlich noch einen Betreuer vor Ort finden. Mit diesem solltest du unbedingt einen persönlichen Kontakt aufbauen. Schließlich sollte derjenige, mit dem du drei Jahre lang zusammenarbeiten wirst, gut ausgewählt werden. Außerdem musst du dir Gedanken über die Finanzierung deiner Promotionszeit machen. Informiere dich, ob es in deinem Zielland geförderte Forschungsprogramme gibt oder ob ein Stipendium des DAAD für dich in Frage kommt. Alles in allem solltest du mindestens ein Jahr für die Planung deiner Promotion im Ausland einrechnen. Ob und wie die Promotion dann in Deutschland anerkannt wird, ist sehr unterschiedlich. Grundsätzlich wird dies so geregelt, dass der Doktortitel nur mit einem Zusatz oder einer Herkunftsbezeichnung getragen werden darf. Erkundige dich rechtzeitig bei deiner Hochschule, ob das auch in deinem Fall zutrifft.

Promotion nur an renommierten Universitäten

Wenn du die Möglichkeit bekommst, an einer international anerkannten Universität wie Harvard, Cambridge, Oxford oder am MIT zu promovieren, solltest du nicht lange zögern und zugreifen. Diese Chance bietet sich aber nicht vielen angehenden Doktoranden. Deshalb solltest du bei der Auswahl der Universität im Ausland unbedingt darauf achten, dass sie einen guten Ruf hat und einen hohen wissenschaftlichen Standard vorweisen kann. Sonst musst du dir bei Bewerbungsgesprächen später eventuell vorwerfen lassen, dass du durch die Promotion im Ausland nur das anspruchsvolle deutsche Hochschulsystem umgehen wolltest. In manchen Disziplinen wie den Ingenieurwissenschaften ist eine Promotion im Ausland jedoch generell nicht zu empfehlen, da es dafür in Deutschland zahlreiche anerkannte Hochschulen gibt.

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Bild: pixabay 

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