Hygge: ein Lebensgefühl zum Glücklich-Sein | StudiBlog
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Hygge als Lebensgefühl: Mädchen sitzt in dicken Kniestrümpfen im Bett mit einer Lichterkette, einem Kaffee und einem Buch

Hygge: Bringt Entspannung und Glück!

Hygge. Ein Begriff mit dem ich erstmal nichts anfangen konnte. Ein Begriff mit dem ich nach ein bisschen googlen immer noch nicht wahnsinnig viel anfangen konnte. Jetzt aber, nach meinem kleinen Kurz-Trip nach Dänemark bin ich um einiges schlauer und habe ein Bild davon was die Dänen mit hygge meinen. Bilder es ist dabei ein gutes Stichwort und ich werde im Folgenden auch ein paar mit euch teilen, weil hygge nämlich ein Lebenskonzept und Gefühl ist das man in erster Linie erleben muss, aber in zweiter Linie wohl auch über Bilder (noch am ehesten) vermitteln kann.

Hygge spricht man nicht hÖgge oder hIgge aus, wie ich es die ersten Tage lang gemacht habe. Man spricht es hÜgge aus. Aber abgsehen von der Aussprache ist eigentlich nichts daran sonderlich kompliziert. Im Deutschen würde man wohl am ehesten eine Art hygge-Zustand mit den Worten heimelig oder wohlig umschreiben. Hygge hat zum Ziel sich stressfreie Atmosphären, über das Jahr hinweg, ganz bewusst und vielleicht besonders um die Weihnachtszeit herum zu schaffen. Dass es dafür in unserer Sprache kein Wort gibt (und soweit ich weiß auch in keiner anderen Sprache) ist vielleicht das Problem dabei.

Hygge: Lichterkette im Freien

Hygge ist mehr als chillen und nicht nur die kleine Pause zwischendurch. Hygge ist ein Lebensgefühl das man sich auch kreieren und schaffen muss. Das kann man mit oder ohne Geld tun. Ob alleine oder in Gesellschaft ist dabei auch ganz individuell. Hygge ist universal zugänglich und notwendig, gerade in unserer schnelllebigen Zeit. Den Dänen scheint das sehr bewusst zu sein und ihre hyggelige Zeit hat mit ihren entschleunigenden Elementen nicht umsonst mittlerweile Kult-Status erreicht. Hygge ist schick und das überrascht mich überhaupt nicht.

Hyggelige Essentials

Hygge kann sehr vieles sein, aber auf ein paar Elemente hat man sich wohl geeinigt. Gemütlich soll es sein und entspannt und dazu gehört auf jeden Fall in der Winterzeit gedämmtes Licht. Der Kerzenkonsum im kleinen Dänemark ist exorbitant hoch. Österreich ist auf Platz zwei, aber trotzdem weit hinter Dänemark. Kerzen sind einfach ein Hygge-Muss. In den letzten Jahren werden Fairy-Lights aber angeblich auch immer beliebter. Wie man eine hyggelige Atmosphäre und Stimmung schafft ist dann auch ja immer Geschmackssache.

Hygge vor Bokeh-Hintergrund

Hygge oder das Synonym für den trendigen Hobbit-Lifestyle?

In Dänemark spielt Design eine große Rolle und vor allem Innenarchitektur hat dort eine ganz besonders lange und tief-verwurzelte Tradition. Zu Möbeln scheinen sie überhaupt einen sehr engen Bezug zu haben, denn als die Dänen ihre Inseln an die Amerikaner abgaben, da nahmen sie alle ihre Möbeln (inklusive Vasen und Statuen etc.) mit.

In diesem Ausmaß in der Geschichte ziemlich einmalig. Was ich mit dieser eher umständlichen Einleitung auf den Punkt bringen will, ist dass Hygge nicht mit ein paar Kerzen getan ist. Die ganze Einrichtung eines Raumes spielt dabei eine große Rolle, wobei es keine Regeln wie bei Jing und Jang gibt. Besonders fiel mir das in allen Restaurants und Cafes in Kopenhagen auf. Es war einfach überall schön und man hielt sich gerne (auch länger) auf. Meine Freundin, die dort lebt, erklärte mir das damit, dass sich die Gastronomie dort eben besonders bemühen muss, weil die Leute sonst einfach zuhause bleiben und hyggen. Um vor die Tür zu gehen und die eigene gemütliche Höhle zu verlassen muss es schon besondere Anreize geben.

Ich habe mir jedenfalls vorgenommen Hygge in mein Leben zu integrieren. Ganz bewusst und mit seiner eigenen Bezeichnung. Dabei muss Hygge aber nicht nur Zeit für mich bedeuten, wie beispielsweise in der Badewanne und danach mit einem guten Buch und ein bisschen Jazz-Musik, sondern kann auch gut genützte Zeit mit anderen sein. Viel zu selten koche ich mit Freunden, sitze einfach nur mit ihnen in gemütlicher Runde zusammen – zumindest empfinde ich das gerade so. Die endlosen schnellen Kaffees oder mal in einem Pub irgendwo oder nach der Uni beim Essen…irgendwie würde ich gerne mehr wahrlich qualitative Zeit mit Menschen verbringen, die mir wichtig sind und das regelmäßig und in wirklich erholsamen Rahmen.

Advent-Zeit ist Hygge-Zeit!

Hygge in der Weihnachtszeit: Tannenzweig mit Glöckchen, Rentier und Tannenbaum

Deswegen habe ich jetzt beschlossen zu Hygge-Nights einzuladen. Ich denke da an ungefähr 6 Freunde an einem Abend. Den Menschen einfach Zeit und Raum geben. Gemeinsam kochen, essen, lachen und das alles in hyggeliger Atmosphäre mit einem oder zwei Gläsern Rotwein zum Ausklang. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das alle ziemlich gut vertragen könnten. 🙂 Und vielleicht liest das ja hier jemand der sich danach überlegt, dass ein bisschen mehr Hygge seinem Leben und Freundeskreis auch ganz gut tun würde.

Falls euch das Konzept nach meinem kleinen Beitrag hier weiter interessiert und eure Neugierde geweckt hat, dann gibt es auch mittlerweile jede Menge Bücher zu diesem – eigentlich sehr alten – Phänomen. Inklusive thematischer Strick- Einrichtungs- und Kochbücher 😉 Aber lasst euch nicht all zu sehr vom Konsum-Teufel einfangen. Das würde dem stressfreien Hygge-Konzept nämlich grundsätzlich widersprechen.

Bilder: Gemütlich (unsplash @Thought Catalog) | Bokeh (Public Domain Pictures) | Glühbirne (unsplash @Jon Tyson) | Weihnachten (unsplash @Joanna Kosinska) 

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Über itswaypastmybedtime

Ich bin eine kleine, über Berge hüpfende und dabei Edelweiß-Lieder singende (naaaa wer erkennt die Sound of Music reference?) Student-in des Alpenlandes die sich irgendwann mal hier her verirrt hat und jetzt wie Alice Gefallen am Wunderland gefunden hat. Ich schreibe über alles und nichts. Dinge die mir so passieren, Gedanken die ich in Worte fassen will oder die ein oder andere große Weisheit die ich in meinem jungen Leben schon kapiert hab und großzügig mit euch übrigen unwissenden und herumdümpelnden Mit-20ern teile ;-)

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