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Praktikumsbericht: So soll er aussehen

Praktikumsbericht: Aufbau, Inhalt, Tipps

Wenn du ein absolviertes Praktikum anrechnen lassen willst, musst du der Hochschule meistens einen Praktikumsbericht vorlegen. Es kann dir aber auch persönlich nutzen, beispielsweise um deine Erfahrungen noch einmal zu reflektieren. So machst du dir Gedanken darüber, welche Arbeiten du im Praktikum besonders mochtest und welche dir auf der anderen Seite gar nicht zugesagt haben. Diese Erkenntnis kann dich auf deinem Berufsweg entscheidend weiterbringen.

Praktikumsbericht: Aufbau

Bereits beim Aufbau des Berichtes gibt es, wie bei jeder wissenschaftlichen Arbeit für die Hochschule, einiges zu beachten. Daher solltest du unsere Layout-Tipps beachten, bevor du mit dem Schreiben beginnst.

Das Deckblatt

Auf dem Deckblatt müssen die Daten zur eigenen Person, zum Unternehmen, sowie zur Universität enthalten sein. Weil es das erste ist, das man von deinem Praktikumsbericht sieht, ist es wichtig, dass das Deckblatt ansprechend gestaltet ist. Achte deswegen auf ein optisch schönes Layout. Du kannst zum Beispiel ein Bild vom Firmengebäude oder vom Unternehmenslogo auf dem Titelblatt einfügen. Dadurch wird das Ganze etwas aufgelockert.

Das Inhaltsverzeichnis

Zu jeder wissenschaftlichen Arbeit gehört ein Inhaltsverzeichnis, so auch zum Praktikumsbericht. Am wichtigsten ist dabei eine einheitliche Gliederung der Überschriften (1 Kapitel, 1.1 Unterkapitel und so weiter). Außerdem müssen die Seitenzahlen von jedem Kapitel und Unterkapitel richtig angegeben werden. Beachte hierbei, dass die Seitenzählung erst auf der Seite der Einleitung beginnt. Deckblatt und Inhaltsverzeichnis werden nicht mitgezählt.

Die Einleitung

Hier kannst du deine Tätigkeit als Praktikant und das Unternehmen, in dem du das Praktikum absolviert hast, kurz beschreiben. Du musst allerdings noch nicht ins Detail gehen – die ausführliche Darstellung erfolgt erst im Hauptteil. Am Ende der Einleitung solltest du erläutern, warum du dich für das Praktikum entschieden hast und was deine Erwartungen waren. Es ist sinnvoll, diese Erwartungen bereits vor Praktikumsbeginn kurz festzuhalten. So weißt du am Ende genau, ob das Praktikum so war, wie du es dir vorgestellt hast.

Der Hauptteil

Im Hauptteil solltest du zunächst das Unternehmen detailliert beschreiben. Du kannst hier unter anderem auf die Unternehmensgeschichte, die Mitarbeiterstruktur, sowie auf die Leistungen des Unternehmens eingehen. Am besten fertigst du eine Art Unternehmensportrait an. Die nötigen Informationen findest du zum Beispiel auf der Homepage des Unternehmens. Anschließend stehen deine Tätigkeiten und Aufgabenbereiche als Praktikant im Vordergrund. Vor allem bei längeren Praktika ergibt es jedoch keinen Sinn, wenn du einzelne Tage oder Wochen beschreibst. Besser ist es, deine Aufgaben anhand eines oder mehrerer konkreter Bespiele zu schildern. Als letzten Punkt im Hauptteil kannst du noch auf die Betreuung des Praktikums eingehen. Von wem hast du deine Anweisungen erhalten? Konntest du selbstständig arbeiten oder ist vielleicht niemand richtig auf dich eingegangen?

Der Schluss

Der Schluss bildet das Fazit des Praktikums. Du kannst beispielsweise deine Erwartungen aus der Einleitung mit den tatsächlichen Erfahrungen vergleichen und auf den Zusammenhang zwischen Studium und Praxis eingehen. Wichtig ist auch, dass du schilderst, welche Auswirkungen das Praktikum auf deinen beruflichen Werdegang hat. Jetzt fehlen nur noch die Quellen und der Anhang. Quellen musst du nur angeben, wenn du ergänzende Literatur verwendet hast, wie zum Beispiel eine Unternehmenschronik. In den Anhang gehören schließlich das Praktikumszeugnis, Arbeitsproben (falls vorhanden) und die Bescheinigung darüber, dass du den Praktikumsbericht selbstständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt hast. Manche Hochschulen haben genaue Vorgaben was den Aufbau und den Inhalt eines Praktikumsberichts angeht. Daran solltest du dich natürlich halten. Informiere dich darüber am besten bei deinem Dozenten.

Tipps

Jetzt, da du weißt, wie ein Praktikumsbericht aussehen und was er im besten Fall beinhalten sollte, gibt’s hier noch ein paar exklusive Tipps für dich:

1. Tagebuch führen

Auch wenn der Praktikumsbericht inhaltlich nicht so umfangreich wie eine Seminararbeit etc. ist – bei mir war die Anforderung 10 Seiten – solltest du ihn nicht unterschätzen. Du musst einiges an Informationen unterbringen und das weitestgehend ohne Literatur, sondern rein aus deinem Gedächtnis. Um dir das Schreiben zu vereinfachen, kannst du dir jeden Tag Notizen anfertigen. Diese sollten deine Aufgaben und vor allem deine Erfahrungen beinhalten. So musst du am Ende nur noch alles als Fließtext ausarbeiten – das spart sehr viel Zeit und Energie.

2. Bestimmte Dinge hervorheben

Wenn du bei einem bestimmten Projekt oder einer bestimmten Aufgabe viel Verantwortung und Eigeninitiative übernehmen durftest, ist es sinnvoll, dieses Projekt in deinem Praktikumsbericht besonders hervorzuheben. Was du auch detaillierter ausführen kannst, sind bestimmte Softskills, die du dir eigens in diesem Praktikum oder wieder bei einer speziellen Aufgabe aneignen oder weiterentwickeln konntest.

3. Keine übertriebene Schwärmerei

Im Reflexionsteil des Berichts gibst du deine eigene Meinung zum Praktikum preis. Das bedeutet, dass es sich wirklich um deine Meinung handeln sollte. Wenn dir bestimmte Dinge in deinem Praktikum nicht gefallen haben, deine Erwartungen nicht erfüllt wurden oder dir aufgefallen ist, dass dein Studiengang ziemlich an der Praxis vorbeizugehen scheint: scheue dich nicht, es aufzuschreiben. Übertriebene Schwärmereien sind hinderlich für eine ehrliche Reflexion, die dir im Bezug auf deinen weiteren Berufsweg sehr von Nutzen sein kann.

4. Auf die Zeitform achten

Der Praktikumsbericht wird in den meisten Fällen im Präteritum geschrieben. Das ist deshalb sinnvoll – und erleichtert dir das Schreiben – weil sich das Beschriebene nun einmal in der Vergangenheit befindet und auch keine allgemein gültigen Aussagen beinhaltet. Wichtig ist hier, dass du auf jeden Fall einheitlich bei einer Zeitform bleibst.

5. Den Bericht nutzen

Wenn du es schaffst, sowohl dein Praktikum als auch den Praktikumsbericht als Chance zu sehen anstatt als weiteren nervigen Punkt auf deiner To-Do-Liste, kannst du einiges lernen. Du hast die Möglichkeit deine Fähigkeiten zu testen, dein theoretisches Wissen praktisch anzuwenden und erhältst erste Einblicke in die Arbeitsweise deines zukünftigen Berufsfeldes. Im Anschluss reflektierst du über deine Erfahrungen und lernst somit etwas über dich selbst und im besten Fall auch über deine bevorstehenden Karrieremöglichkeiten. Also nutze diese Möglichkeit voll aus! 🙂

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