Work and Travel in Israel - eine besondere Erfahrung | StudiBlog
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Work and Travel in Israel

Das Thema eines Auslandssemesters ist ja jedem bekannt. Auch Work and Travel dürfte jedem ein Begriff sein. Doch wie sieht es aus mit der Wahl eines Ortes, der vielleicht nicht jedem gleich in den Sinn kommt, wenn man die vorgenannten Stichworte hört? Was, wenn man einen Ort wählt, an dem man neben der Arbeitserfahrung gleich auch noch die politischen und sozialen Konflikte mitgeliefert bekommt und damit umgehen muss, wie es zum Beispiel in Israel der Fall ist? Nicht jedermanns Sache, aber eine Erfahrung die prägt und unvergessen bleibt, keine Frage.

Work and Travel – Als Gemeindehelfer in Jerusalem

Lissy Clair und Jonathan Böhm haben sich nach dem Abi für ein Jahr Work and Travel in Israel, genauer gesagt in Jerusalem, entschieden. Das Interesse und der Reiz dieser sehr unruhigen Region im nahen Osten war bei beiden schon lange vorhanden. Jetzt ergab sich endlich die Möglichkeit den Träumen Taten folgen zu lassen. Als Gemeindehelfer der evangelischen Kirche, wurde es ihnen durch ein Stipendium der Jerusalemstiftung ermöglicht, vor Ort in der evangelischen Erlöserkirche Dienst zu tun. Eigentlich hätten es mit Lissy und Jonathan insgesamt fünf Volontäre sein sollen, doch 2 von ihnen sind abgesprungen, weil ihnen die Situation kurz nach dem Gaza-Krieg zu unsicher war. Hier überwog bei Lissy und Jonathan jedoch die Faszination und langweilig wird es ihnen, auf Grund der zu verteilenden Mehrarbeit auf weniger Leute, umso weniger. 🙂

In jeder freien Minute machten sie zusammen Ausflüge, wobei es ihnen besonders wichtig war, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und die Kulturen kennen und verstehen zu lernen. Sie wollten nicht nur den vorgekauten Medienbrei schlucken, der uns allen tagtäglich vorgesetzt wird, sondern eigene Erfahrungen machen und sich eine eigene Meinung bilden.

Israelis und Palästinenser – die alten Konfliktparteien

Als Beispiel der alten Konflikte zwischen Palästinensern und Isrealis, diente ihnen unter anderem die Stadt Hebron. Dort leben rund 200.000 Palästinenser, doch das Alltagsleben wird von wenigen hundert jüdischen Siedlern bestimmt, die mitten im Zentrum der Stadt leben. Diese Siedlung kommt einer Festung gleich, wird seit Jahrzehnten schwerstens bewacht und blockiert – auch vieles innerhalb der Stadt, wie ihnen einige Bewohner und Geschäftsleute berichten können. Auch die Umstände, die die arabischen Mitarbeiter der evangelischen Gemeinde auf sich nehmen müssen, die in der West-Bank leben, wie früh sie aufstehen müssen, um durch die täglichen Kontrollen an den militärischen Checkpoints trotzdem rechtzeitig zur Arbeit zu erscheinen, war für die beiden Volontäre unfassbar. „Da lernt man seinen Pass erst zu schätzen“, so Jonathan.

Fazit

Viele Eindrücke sind faszinierend und erschreckend zugleich. Lissy und Jonathan sind ein gutes Beispiel dafür, wie es aussehen kann, sich ein eigenes Bild der Lage zu verschaffen. Konsequenzen für das eigene Leben daraus zu ziehen, wird sich nicht vermeiden lassen – etwas global zu verändern, unmöglich. Trotzdem können sie ihre Erfahrungen an ihre Freunde und Familien weitergeben. Die eine oder andere so entstehende positive Verknüpfung im Kopf, ermöglicht es wiederum, auf Menschen jedweder Art und Herkunft, erstmal ohne politisch motivierte Vorurteile, zuzugehen.

via Campusmagazin

Über Stefan E

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