Hausarbeit, Bachelorarbeit: Welcher Schreibtyp bist du?
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Schreibtyp Seminararbeit / Bachelorarbeit: Studentin sitzt in einem Café und tippt auf ihrem Laptop

Hausarbeit: Welcher Schreibtyp bist du?

Irgendwann im Laufe seines Studiums kommt wohl jeder Student an den unangenehmen Punkt, an dem er eine Seminararbeit verfassen muss. Doch spätestens bei der Bachelorarbeit wirst du gezwungen sein, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Genau dann und bei den darauffolgenden Arbeiten wird sich zeigen, welcher Schreibtyp du bist. Vielleicht kannst du es mithilfe unserer Liste ja auch schon vorbeugend herausfinden. 😉

Die Schreibtypen

#1 Drauf-Los-Schreiber

Der Drauf-Los-Schreiber mag ein wenig mentale Vorbereitungszeit brauchen, bevor er anfängt; aber wenn er dann loslegt…! Er muss zum Schreiben nicht sonderlich viel nachdenken – es geht ihm wirklich leicht von der Hand. Wenn er einmal in seinen Trance-ähnlichen Zustand gekommen ist und sich auf den wissenschaftlichen Schreibstil eingestellt hat, kann ihn nichts mehr aufhalten! Was er beim Schreiben allerdings an Zeit gut macht, muss er hinterher in die Korrektur stecken. Denn wer einfach drauf los hämmert, macht viele Leichtsinnsfehler. Wenn du also keine Lust hast, deine Arbeit am Ende gefühlt so oft zu lesen, bis sie dir zu den Ohren herauskommt, solltest du diesen Schreibstil besser nicht in Erwägung ziehen.

Der Tasten-Blitz muss außerdem relativ viel Zeit in die Vorarbeit investieren, da er sich das Wissen erst einmal anlesen muss. Denn in eine ordentliche wissenschaftliche Arbeit gehören Quellen und deren Verzeichnis. Auch diese wird der Drauf-Los-Schreiber nachträglich hinzufügen müssen. Dieser Typ kann sich außerdem auch aus dem wohlbekannten Zeitdruck heraus entwickeln – hier ist also Vorsicht angesagt!

#2 Sammler

Fast das exakte Gegenteil zum Drauf-Los-Schreiber ist der Sammler. Es fällt ihm aus unterschiedlichen Gründen wahnsinnig schwer, mit dem Schreiben zu beginnen – ähnlich einer Schreibblockade. Weil ihn das schlechte Gewissen zur Weißglut treiben würde, kann der Sammler allerdings auch nicht prokrastinieren. Also bleibt er – viel zu lange – im ersten Stadium des Arbeit-Schreibens hängen: dem Sammeln von Literatur. Eigentlich soll er sich lediglich in das Thema einlesen – er hat jedoch durchgehend das Gefühl, immer noch nicht richtig darin angekommen zu sein. Aha…excuses, excuses! Um auf Nummer sicher zu gehen, nicht zu plagiieren; und weil er nicht weiß, welche Literatur er am Ende tatsächlich verwenden wird, liest er nicht nur die Fachwerke. Er fängt auch damit an, sich Zitate in ewig langen Word-Dokumenten zu speichern und sich Bücherlisten anzulegen, um nicht den Überblick zu verlieren.

Das frisst Unmengen an Zeit und ist nicht sonderlich effizient. Noch dazu wird der Sammler wahrscheinlich über die Hälfte seiner gehorteten Literatur nicht einmal verwenden können. Das sollte er auch gar nicht, denn eine wissenschaftliche Arbeit sollte immer noch dein Werk; und nicht ausschließlich zusammengeklaubtes Wissen anderer schlauer Leute sein. 😉

#3 Aufschieber

Dem Aufschieber ist das scheinbar alles egal. Er weiß ganz genau, wann er seine Seminar- oder Bachelorarbeit abgeben muss, verhält sich aber so, als hätte er noch locker 3 Jahre Zeit. Um richtige Hardcore-Prokrastination betreiben zu können, muss er ein Meister des Verdrängens sein. Diesen Schreibtyp zeichnet außerdem aus, dass er Experte im Thema Ablenkung ist. Dafür sollte ihm mal jemand einen Abschluss verleihen! Er findet plötzlich die langweiligsten Dinge oder die schrecklichsten Filme und Serien spannend, nur um nicht mit der Schreibarbeit beginnen zu müssen.

Je näher die Deadline rückt, desto unausgeglichener wird der Aufschieber. Auch er ist an einem Punkt angekommen, an dem Verdrängen keine Option mehr ist. Jetzt bleibt ihm nur noch eins: den Sammler über Board schmeißen und zum Drauf-Los-Schreiber mutieren – und zwar schnellstens! In dieser Phase macht er sein ganzes Umfeld nervös. Immer wenn man ihn in einer seiner Schreib-Pausen zu Gesicht bekommt, steckt er alle mit seiner Kaffee-Überdosis und Stress bedingten Hibbeligkeit an. Von ihm solltest du dich am besten fern halten, wenn auch du irgendetwas zu erledigen hast.

Eines muss man dem Aufschieber allerdings zu Gute halten: In der Stress-Phase läuft er wahrlich zu Höchstleistungen auf. Man sagt nicht umsonst: „Möchtest du eine schwierige Aufgabe auf dem schnellsten und einfachsten Weg gelöst haben, gib sie einem faulen Menschen.“

#4 Durchplaner

Der Durchplaner aka. Kontroll-Freak organisiert alles. Also wirklich alles! Hat er eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, überlässt er nichts dem Zufall. Schon Wochen vor Abgabetermin beginnt er damit, sich einen detaillierten Zeitplan zu erstellen. Damit sein Schreibprozess nicht mit anderen Terminen kollidiert, muss er seinen Terminplaner zu Rate ziehen. Partys werden abgesagt, Gruppentreffen verschoben, das Kuchen-Essen bei Oma muss jetzt auch erst mal warten! Dieser Schreibtyp ist ab dem Zeitpunkt gestresst, in dem der Prof die Hausarbeit am Anfang des Semesters in der Vorlesung bekannt gegeben hat. Spätestens wenn der Abgabetermin festgelegt ist, dreht der Planer völlig durch.

Das Erstellen eines Zeitplans reicht dann nicht mehr aus. Er beginnt seine komplette Arbeit schon vorab tot zu denken. Er investiert endlos viel Zeit in das Erstellen von To-Do-Listen. Plant, wirft alles über den Haufen, plant wieder neu. Zum Schreiben kommt er dabei aber irgendwie nicht. Also merke: Organisation – schön und gut. Kontrollzwang – führt zu nichts.

#5 Cheater

Der Cheater ist einfach zu faul, sich selbst die Mühe zu machen und so eine hyper-anstrengende Bachelorarbeit zu schreiben, die noch dazu ja sowieso fast nicht zu schaffen ist. Der Ghostwriter, den er letztendlich engagiert, wurde wahrscheinlich von Papis monatlichen Zuschüssen gezahlt, die jeden BAfÖG-Empfänger vor Neid erblassen ließen. Klaut er sich seinen Text frech zusammen, weil er nicht so gute Finanzierungsmöglichkeiten hat, muss der Schummler ein risikofreudiges Gemüt sein. Denn spätestens seit Guttenberg wissen wir, welche Auswirkungen so ein Plagiat mit sich bringen kann.

Welcher Schreibtyp bist du?

Konntest du dich in einem der Typen wiedererkennen? Oder hast du schon eine Ahnung, welcher Typ du bei deiner ersten Seminar- oder Bachelorarbeit sein wirst? Haben wir vielleicht einen Typen vergessen? Lass‘ doch einfach einen Kommentar hier und lass es uns wissen. 🙂

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