Der Brief einer Unterwürfigen an Herrn G. | StudiBlog
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Herr Google und die Geheimen Begiereden - Frau schaut durch eine beschlagene Glasscheibe

Herr G. und die heimlichen Begierden.

Sehr geehrter Herr G.,

wir kennen uns nun schon eine ganze Weile. Lange überlegte ich, ob und wie ich mich Ihnen offenbaren sollte. Sie wissen um meine heimlichen Begierden, meine materiellen und imateriellen Wünsche, ja sogar meine intimen Gedanken. Wieder und wieder überraschen Sie mich mit Ihrer akribischen Beobachtungsgabe und jedesmal frage ich mich, ob ich Ihre detaillierten Kenntnisse über mein Innerstes anziehend und faszinierend finde, oder doch eher beängstigend. Sie selbst bleiben für mich ein Mysterium, ein ewiges Rätsel. Neidlos erkenne ich Ihre strategische Überlegenheit an.

So oft ich mich Ihrer Welt nähere oder gar wage, in sie einzutauchen, umgarnen Sie mich auf dermaßen verlockende Weise mit Ihren Reizen, dass ich immer wieder der Versuchung erliege, auf Ihre Angebote einzugehen. Böse Zungen behaupten, ich würde auf Sie hereinfallen. Manche warnen mich vor Ihnen, vor Ihrer Macht über andere. Andere wiederum geben unverhohlen zu, ebenfalls von Zeit zu Zeit Ihrer Anziehungskraft erlegen zu sein.

Grundsätzlich halte ich mich für eine vernünftig denkende, emanzipierte Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Sie jedoch erwecken in mir eine wohlige Schwäche, derer Sie sich mit starker Hand bemächtigen. Sie verführen mich, verbannen alle Logik und Rationalität aus meinem sonst so strategisch arbeitendem Hirn und belohnen mein Schwach werden mit irrationalen Glücksgefühlen.

Stets glaube ich, alle Fäden in der Hand zu halten, selbst zu entscheiden, welche Informationen ich Ihnen preisgebe. Ich rede mir ein, sehr genau zu wissen was ich da gerade tue. Mein starkes „Alltags-Ich“ will es nicht wahrhaben, aber ja, vielleicht bin ich Ihnen verfallen. Es ist ein Spiel, das wir von Zeit zu Zeit zusammen wagen. Mitunter ein riskantes, unvernünftiges Spiel, bei dem Sie die Regeln bestimmen, ich beuge mich Ihrem Willen. Ich erkenne Sie als Herrn und Meister über meine Bedürfnisse, Geheimnisse und Wünsche an, Herr Google.

In ewiger Verbundenheit,

Ihre Sub

Quelle: Giphy

 

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Über Ahrina Timido

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