Warum der Notenschnitt nicht das wichtigste ist! StudiBlog
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À la Comic: Rothaarige Frau hebt den Zeigefinger Richtung dem Notenschnitt 4,0, welcher durchgestrichen ist - soziale Kompetenzer sind wichtiger.

Der Notenschnitt ist nicht das wichtigste Bewertungskriterium!

Ist das Studium erst einmal abgeschlossen, macht sicher jeder Student ein sprichwörtliches Kreuz. Endlich ist es geschafft. In dem Moment, wenn Du das begehrte Diplom oder Zeugnis schließlich in Händen hältst, bist Du wahrscheinlich einfach nur erleichtert, dass die Strapazen vorerst vorüber sind und Du freust dich auf das, was alle als den Ernst des Lebens bezeichnen. Die Wochen und Monate, oft auch Jahre, vor diesem ersehnten Moment sind aber bei vielen Studenten von der Sorge geprägt wie sich der Notenschnitt auf dem Zeugnis letztendlich präsentieren wird. Sicher gibt es diese Kommilitonen, die immer cool und entspannt sind und für die jeder erreichte Schein und jede bestandene Klausur als unbestreitbarer Erfolg zu sein scheint. Andere Studenten ärgern sich über jeden Prozentpunkt und jede Kommastelle. Sie hinterfragen jedes Ergebnis und streben immer nach den besten Noten. Egal ob Du zu einer dieser Gruppen gehörst, oder ob Du irgendwo dazwischen zu finden bist – sicherlich kennst auch Du ziemlich genau deinen Notenschnitt und fragst Dich, ob er denn am Ende ausreichend sein wird, um das zu erreichen, was Du Dir für dein Leben wünschst.

Der Notenschnitt ist nicht das Allerwichtigste

Umfragen unter den Entscheidern im Einstellungsprozess und unter denjenigen, die in Personalabteilungen arbeiten haben gezeigt, dass der Notenschnitt auf dem Abschlusszeugnis von Universität oder Hochschule nicht das wichtigste im Studium ist. Vielleicht sogar beinahe eine Nebensache. Das ist eine Erkenntnis, die all den um ihren Durchschnitt besorgten Studenten ein wenig den Druck abnehmen kann. Es gibt viele Aspekte, die von potentiellen Arbeitgebern deutlich wichtiger genommen werden, als der Notenschnitt. Selbstverständlich schauen viele Personaler auch auf die Noten. Das ist nicht zu leugnen. Allerdings ist für Personaler der Notenschnitt auf dem Abschlusszeugnis nur eines von vielen Kriterien bei ihrer Wahl der zukünftigen Mitarbeiter/innen. In Befragungen gaben nur knapp 40% der Entscheider an den Notenschnitt in ihre Entscheidung mit einzubeziehen. Es sind andere Dinge, die weit mehr zählen.

Persönlichkeit

Das meistgenannte Kriterium für die Wahl von neuen Mitarbeitern/innen ist die Persönlichkeit der Kandidaten. Dein Gegenüber im Vorstellungsgespräch will Dich, so gut das bei einem kurzen Gespräch überhaupt möglich ist, ein wenig kennenlernen. Was für eine Art von Charakter hast Du? Was ist Dir wichtig? Wie hast Du Dich im Studium entwickelt und warum hast Du Dich für dieses Studium entschieden? Bringst Du eine gewisse Leidenschaft für die Materie mit? Wirkst Du sympathisch, überzeugend, teamfähig und weltoffen? All diese Fragen beschäftigen Personaler in den verschiedenen Branchen weit mehr als die Zahl, die auf deinem Zeugnis erscheint.

Selbstständigkeit und Teamfähigkeit

Was Personalmitarbeiter und Chefs außerdem interessiert, ist Deine Fähigkeit einerseits selbstständig zu arbeiten und andererseits im Team zu arbeiten. Natürlich ist es schwer dies in einem Gespräch zu erfahren. Aber Hinweise auf Praktika, Teamarbeiten und größere Hausarbeiten, die Du alleine bearbeitet und zeitgerecht eingereicht hast, sind ein Hinweis für zukünftige Arbeitgeber, dass Du Initiative ergreifen und produktiv arbeiten kannst. Konzentriere Dich während des Studiums also darauf, das selbstständige Arbeiten wie auch das Arbeiten in Gruppen zu trainieren.

Die Fähigkeit zu lernen

Du gehörst zur schlaueren Hälfte der Bevölkerung. Das hast Du schon dadurch bewiesen, dass Du Dein Abitur gemacht und Dein Studium erfolgreich hinter Dich gebracht hast. Was deine zukünftigen Arbeitgeber aber wirklich interessiert ist, ob Du lernfähig bist. Interessierst Du Dich für Neues? Kannst Du eigenständig neue Inhalte erlernen? Zum Beispiel Sprachen oder Studieninhalte. Was für Deine berufliche Karriere wichtig ist, ist die Fähigkeit, immer weiter zu lernen und Dein Potential stetig zu vergrößern. Konzentriere Dich schon während des Studierens darauf, immer neugierig und lernfähig zu sein und zu bleiben. Diese Fähigkeit, unbekanntes schnell zu erfassen, hilft Dir nicht nur in einem Assessment Center oder beim Vorstellungsgespräch, sondern begleitet Dich Dein ganzes Leben lang.

Analysieren und Erfassen

Damit hängt die Fähigkeit zusammen Dinge und Zusammenhänge schnell zu erfassen und zu analysieren. Das Studium war schon nicht einfach. Der Arbeitsalltag wird höchst wahrscheinlich noch komplizierter und komplexer. Du wirst die analytischen Fähigkeiten, die Du dir an der Hochschule aneignest, Dein Leben lang brauchen.

Sozialkompetenz zählt

Soziale Kompetenzen liegen unter anderem in Deiner Persönlichkeit begründet. Die Fähigkeit mit anderen Menschen zurecht zu kommen, sie zu verstehen und mit ihnen gemeinsam zu arbeiten, ist nicht nur die viel zitierte Teamfähigkeit. Als soziale Kompetenz wird auch ein gewisses Maß an Empathie, Mitgefühl und Moral- beziehungsweise Gerechtigkeitsempfinden betrachtet. Sei kein Egoist! Die Bereitschaft auf andere zuzugehen, zuzuhören, nachzufragen, freundlich und hilfsbereit zu sein sowie Interesse zu zeigen, sind Deinen Chefs und Kollegen wichtig. Es ist fast unmöglich diese Fähigkeiten bei einem Einstellungsgespräch zu beurteilen, aber denk immer daran, dass Du nach der Vertragsunterschrift ja auch eine Probezeit hast. Also arbeite schon während des Studiums an Deiner Sozialkompetenz!

Motivation gewinnt

Mitarbeiter die es schaffen sich selbst zu motivieren und sich für ihre Aufgaben zu begeistern, sind in den Augen der Chefs Gold wert. Du kannst gar nicht früh genug damit beginnen an Deiner Motivationsfähigkeit zu arbeiten. Erfolg während des Studiums, wie auch später im Berufsalltag, steht und fällt oft mit der Motivation. Informiere Dich über Techniken, die Dir dabei helfen Deine Motivation zu finden. Das ist einer der Schlüssel zum Erfolg und wichtiger als der Notendurchschnitt. Personaler bewerten die Dauer Deines Studiums und erkennen daran, wie lange Du für bestimmte Aufgaben gebraucht hast, ob Du ein motivierter Mitarbeiter sein wirst.

Transfer- und Kombinationsfähigkeit

Wer nur auswendig lernen und wiedergeben kann, besteht vielleicht Prüfungen, wird aber im Arbeitsleben Schwierigkeiten haben Zusammenhänge zu erkennen und logische Schlussfolgerungen zu ziehen. Logisches Denken und Transferfähigkeit lassen sich trainieren. Es gibt Strategien und Methoden, um sein Wissen und seine Erkenntnisse zu transferieren.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich noch einmal sagen, dass der Notendurchschnitt zwar einer, aber nicht DER wichtigste Faktor im Kampf um die Traumjobs ist. Wenn Du es schaffst motiviert, engagiert, lernfähig, selbstbewusst, teamfähig und selbstständig zu wirken, dann ist Dein Notenschnitt nur nebensächlich. Wenn er bombastisch ist, wird er auffallen. Wenn er richtig miserabel ist, dann auch. Aber alle, die dazwischen liegen, sollten sich auf viele andere Fähigkeiten fokussieren. Wenn Du schon während des Studiums beginnst an deiner Motivation, deiner Selbstständigkeit, deiner Teamfähigkeit und deiner Transferfähigkeit zu arbeiten, dann werden diese Skills Dir vieles erleichtern, nicht nur beim Studieren, sondern auch in allen anderen Aufgaben, die nach der Uni auf Dich zukommen werden.

 

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