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Die Wahrheit über das Studentenleben - flüsterndes Päärchen vor einer Treppe

7 harte Wahrheiten übers Studentenleben, die Du als Abiturient (noch) nicht weißt

Du willst studieren? Verträgst du die Wahrheit?

Abi in der Tasche. Wir wissen, wie Ihr euch damit fühlt: Wie die Kings und Queens of Knowledge. Die Wissenselite. Gut, zugegeben, falsch ist das nicht, denn das Abitur ist nun mal von allen schulischen Abschlüssen der höchste in Deutschland. Aber in Sachen Studentenleben seid Ihr jetzt noch absolute Noobs, selbst wenn Ihr glaubt die wichtigsten Eckdaten bereits zu kennen. Leider sind das aber allzuoft nur die Sonnenseiten des Studentendaseins. Wir liefern deshalb nun den Spickzettel der eher unangenehmen Warheiten.

1. harte Wahrheit über das Studentenleben – In der Oberstufe war die Lern-Menge hoch?

Du hast dir wahrscheinlich in den Jahren vor dem Abitur oftmals Nachmittage und Abende um die Ohren geschlagen, um dir den Stoff reinzuprügeln. Nun glaubst Du, dass es jetzt in Sachen Stoff-Menge langsam bergab geht. Nope, leider nicht. Das einzige, was sich ändern wird, ist die Zusammensetzung. Das Abi heißt ja nicht umsonst „Allgemeine Hochschulreife“. Da kommen naturgemäß lots of things drin vor, die dich nur peripher tangieren und zu denen Du dich echt zwingen musstest.

Dein Studienfach suchst Du dir jedoch selbst aus. Das bedeutet, der Fokus verschiebt sich generell in Richtung Themen, die dich interessieren. Glaub aber nicht, dass die reine Lern-Menge weniger würde. Denn so, wie die Klausuren liegen, erwartet dich jedes halbe Jahr ein „Mini-Abi“ – und zwischendurch immer wieder Hausarbeiten und ähnliche Dinge. Bloß zwingt dich dann niemand zum Lernen. Das musst Du alles selbst auf die Reihe bekommen. Kein Witz, viele Studis stolpern nur deshalb weil sie die Lernmenge nicht richtig organisieren können. Manche sagen sogar, dass deswegen die Studienzeit gar nicht mehr die beste ihres Lebens wäre.

2. harte Wahrheit über das Studentenleben – Du wirst Mamas Küche nachweinen

Mit Sicherheit hast Du schon mal den Spruch gehört, dass wir Dinge erst dann zu schätzen wissen wenn wir sie verloren haben. Das gilt nicht nur für deine zerbröselte Teenager-Beziehung, sondern auch für die Kochkünste deiner Eltern, die Du für viel zu selbstverständlich erachtet und wahrscheinlich oft genug mit Gemecker bedacht hast.

Willst Du mal eine Zahl hören? 918 Euro. So viel hat der Durchschnitts-Student monatlich zur Verfügung. Rechne mal ab, was davon an Miete abgeht, an Lernmaterialien, Mobilitätskosten. Und dann bedenke, wie eng das studentische Arbeits-Korsett geschnürt ist: Es gibt mehrere Arten, seinen Studi-Lebensunterhalt zu verdienen. Allein gemeinsam ist, Dass Du nach den Vorgaben des Gesetzgebers während der Vorlesungszeit nur bis zu 20 Wochenstunden arbeiten darfst. Tust Du mehr, versagt dir Papa Staat den Studi-Status und sieht dich als Arbeitnehmer an. Mit allen dazugehörigen Abgaben, die Du unterhalb dieser Grenze nicht leisten musst.

Und was hat das mit Mamas Küche zu tun? Dein frei verfügbares monatliches Einkommen ist so zwangsweise gedeckelt, dass Du dich oftmals mit Tütensuppe, Instant-Asia-Nudeln und ähnlichen „Köstlichkeiten“ ernähren musst – salzig gewürzt mit den Tränen, die dir beim Gedanken an Mamas Gerichte von der Nase tropfen.

Student der mit einer Nudelterrine auf einer Bank sitzt zum Thema die harte Wahrheit des Studentenlebens

3. harte Wahrheit über das Studentenleben – Schlaf ist absolut optional

Du dachtest, die Endphase des Abiturs hätte deinen Tag-Nacht-Rhythmus durcheinandergewirbelt? Willkommen im Studium. Da, wo ebenso hart gefeiert wie gearbeitet wird. Schon in der Einführungswoche mit ihren zahlreichen Partys, Stadt- und Kneipenbegehungen wirst Du davon einen Vorgeschmack bekommen, weil am nächsten Morgen natürlich die universitären Veranstaltungen auf dem Plan stehen und drücken gilt nicht, weil Du sonst wichtige Basics (siehe vierter Punkt) versäumst.

Und je weiter die Semester voranschreiten desto öfter wird es dir passieren, dass Du freiwillig einen Allnighter schiebst, bei dem Du abends lernst, nachts feierst und dich dann nahtlos total übermüdet und völlig verkatert in den Hörsaal schleppst. Und: Es wird dir nichts ausmachen.

Mädl liegt auf dem Tisch und schläft - zum Thema die harte Wahrheit über das Studentenleben

4. harte Wahrheit über das Studentenleben – Keiner wird deine Hand halten

Dieser Punkt wird ernüchternd sein. Als Auftakt abermals eine Zahl: rund 35.000. Das ist die Zahl eingeschriebener Studenten an der TU Berlin. Du glaubst, das wäre viel? Nope, in Sachen Studizahlen geht noch viel mehr. In Köln sind es 52.000, FFM hat 45.000 usw. Und was sagt dir das? Vor allem, dass Du dich warm anziehen musst. Denn bei solchen Studentenmassen wird dich nirgendwo jemand an die Hand nehmen und dir alles erklären, erst recht nicht die Professoren.

Böse Zungen behaupten sogar, dass selbst die Angestellten der Studentenbüros für alles da wären, nur nicht die Studenten. Du wirst dir alles selbst erarbeiten müssen. Von der Lage der Hörsäle angefangen über Anmeldungen, Scheine, Credits bis hin zu Handouts welche, wenn Du sie nicht runterlädst, niemals auf deinem Computer landen werden. Haben wir schon erwähnt, dass dir auch niemand sagen wird „ab soundso viel Uhr wird das Handout zum Download bereitstehen“? Bereite dich also darauf vor, dass Du dir häufig verdammt alleingelassen vorkommen wirst. Aber Selbstmitleid gilt nicht denn all deine Kommilitonen haben das gleiche Problem.

5. harte Wahrheit über das Studentenleben – Semesterferien, das war einmal

Stauend hast Du Mama gelauscht, als sie erzählte, wie sie im dritten Semester in den Ferien quer durch Kanada trampte. Jap, diese Zeiten sind für die meisten heutigen Studenten vorbei. Denn zwischen den Uni-Tagen deiner Eltern und deinen liegt die von vielen als unselig angesehene Bologna-Reform. Und die hat das deutsche Hochschul-System nachhaltig an die Kette gelegt. Klar sieht es auch heute noch so aus, dass pro Semester drei Monate lang keine Vorlesungen gehalten werden. Aber schon der Begriffswandel sollte dich stutzig machen. Denn Semesterferien heißen heute „Vorlesungsfreie Zeit“.

Kein unwichtiges Phrasen-Kleinklein, sondern ein signifikanter Unterschied, der für dich bedeutet, dass diese 2×3 Monate pro Jahr mit Hausarbeiten, Praktika und einem erhöhten Lohnaufkommen (in der Vorlesungsfreien darfst Du 40 Wochenstunden arbeiten) gefüllt sein werden. Und wenn Du das vorherige Semester nachbereitet hast, kannst Du gleich damit beginnen, das nächste vorzubereiten. Und was ist mit Kanada? Das kannst Du dir für dein Sabbatical nach dem Studium vornehmen.

6. harte Wahrheit über das Studentenleben – Du wirst zum kleinen Rädchen

Im Gymnasium deiner Mittelzentrum-Kleinstadt warst Du als Rebell bekannt wie ein bunter Hund? Noch in zwanzig Jahren werden deine Lehrer davon sprechen, was für ein Genie Du in Sachen Geschichte warst? Wenn Du durch einen solchen Status als aus der überschaubaren Masse deiner Oberstufe herausstachst dann mach dich darauf gefasst, dass dein Höhenflug ab Tag eins deines ersten Semesters vorbei sein wird.

Du hast die Zahlen in Punkt 4 gelesen. Selbst kleine Unis und Fachhochschulen kommen spielend auf 10.000 Eingeschriebene. Und egal wie herausstechend Du an deiner alten Schule warst, von nun an wird es nicht nur einen, sondern mehrere geben die krasser, nerdiger, punkiger, rebellischer sind als Du. Wenn Du von zehn Schularbeiten neun mit einer glatten Eins zurückbekamst, wird auf deiner Uni garantiert einer sein, der auch die Zehnte rockte. Und das wird dein Ego knicken – je mehr „Special Snowflake“ Du an deiner Schule warst, umso mehr.

Dozent steht vor Studenten im Hörsaal zum Thema die harte Wahrheit über das Studentenleben

7. harte Wahrheit über das Studentenleben – Du bringst Geld und nimmst Platz

Über diesen Punkt würden viele Hochschulen gerne das Mäntelchen des Schweigens decken. Hast Du dich schon mal gefragt, wie das Budget einer Universität berechnet wird? Zu einem gar nicht so kleinen Teil hängt es davon ab, wie viele Neustudenten sich dort einschreiben. Dämmert es schon? Die Hochschulen versuchen also, so viele Studis wie möglich zu bekommen, denn das bringt ihnen Geld und auf ein paar Dutzend Leute mehr kommt es in der Vorlesung ja, zunächst, nicht an.

Doch je weiter das Studium voranschreitet, desto mehr werden so viele Leute zum Ballast. Denn die Themen werden immer gewichtiger, die Fragen umfangreicher und spezifischer, es müssen viel mehr Prüfungen korrigiert werden. Und genau an dem Punkt werden die vielen Studis, die der Uni anfangs noch ein schönes Einschreibungsgeld bescherten, für den Lehrbetrieb zu viel. So hart es klingt, aber die Unis wollen dich (also vielleicht nicht dich persönlich, aber viele deiner Kommilitonen) schnellstmöglich weg haben, falls Du nicht gut genug bist. Aus dem Grund sind alle Prüfungen der ersten zwei, drei Semester auch richtiggehend unfair schwer – nur damit schnellstmöglich die Kopfzahlen im Hörsaal auf ein erträgliches Maß sinken.

Du kennst noch weitere harte Wahrheiten, die Abiturienten wissen sollten? Dann schreib uns, wir freuen uns auf deine Facts.

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