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Aus einer gescheiterten Beziehung lernen: You'll get it eventually

Aus einer gescheiterten Beziehung lernen

Es gibt da eine Frage, die ich mir in letzter Zeit öfter stelle: Sind wir dazu verdammt, unsere Fehler immer und immer wieder zu wiederholen? Nicht im großen philosophischen Sinne; eher auf Beziehungen bezogen. Sind wir dazu verdammt, denselben Typ Mensch immer und immer wieder zu daten und zu lieben – in leicht abgewandelten Formen?

Als Mittzwanzigerin habe ich mittlerweile eine ziemlich volle Beziehungskiste – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn ich habe wirklich zum Ende jeder Beziehung eine kleine Nostalgie-Box zusammengestellt. Da habe ich dann – so ausgewogen das nach einer Trennung eben geht – alle Erinnerungen reingepackt. Sowohl die schönen, als auch die weniger schönen. Denn eine Beziehung nach ihrem Ende zu romantisieren bringt meiner Meinung nach rein gar nichts. Zumindest nicht dann, wenn du wenigstens noch etwas Erkenntnis für dich aus dem sonst gescheiterten ‚Projekt Liebe‘ ziehen möchtest.

Selbst-Bewusstsein durch eine Beziehung?

Ich finde, das ist das Mindeste. Ganz offensichtlich habt ihr nicht zusammen gepasst, obwohl ihr es dachtet. Ihr habt euch kennengelernt, konntet euch eine gemeinsame Zukunft vorstellen – und habt euch ganz offensichtlich verschätzt. Jetzt gilt es doch eigentlich nur noch herauszufinden, was schief gelaufen ist, oder? So ganz nach dem Motto: Fehler machen und draus lernen. Mit jeder Beziehung lernst du dich selbst ein bisschen besser kennen. Dazu muss sie im besten Fall natürlich nicht enden. Denn in der perfekten Beziehung á la Disney-Märchen-Welt wächst sie an ihm und er an ihr! Oder sie an ihr. Oder er an ihm.

Jedenfalls bedingen sich die Partner gegenseitig dazu, sich weiter zu entwickeln. Keiner hält den anderen in seiner persönlichen Entfaltung zurück, weil er es dem Partner beispielsweise nicht gönnt. Es wird nicht Rechnung darüber geführt, wer was für wen wann getan hat und was nicht. Die Gespräche und Situationen – später dann der Alltag – die man zusammen verbringt führen dazu, dass man sich auf persönlicher, geistiger oder emotionaler Ebene weiterentwickelt. Durch den Partner und dank des Partners. Eines oder mehrere dieser Dinge geht schief und die Beziehung ist im Eimer. So einfach und pragmatisch kann das klingen, obwohl man gefühlsmäßig durch die Hölle geht bei diesem ‚Prozess‘.

Wozu das alles?

Das ist die Frage, die sich wahrscheinlich viele nach einer Trennung stellen. Wozu zur Hölle war das nun gut? Warum musste ich so viel Enttäuschung erfahren? Etwa nur, um etwas Neues über mich zu lernen? War es das wert? Das kommt natürlich auch auf die Beziehung an und ob die schönen Momente zusammen tendenziell überwiegen. Ist das nicht der Fall, sollten wir dringend anfangen zu reflektieren. Bevor wir uns in einer Dauerschleife ungesunder Beziehungen wiederfinden.

Ich habe nach jeder Trennung versucht herauszufinden, woran wir gescheitert sind. Wichtig dabei ist es, zuerst vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor man die Schuld einfach auf den Partner abwälzt. Aber auch übertriebene Selbstvorwürfe sind natürlich nicht angebracht. Ich versuche dann immer einen Schritt zurück zu gehen und mir die gesamte Zeit mit etwas Abstand anzuschauen. Das geht nach einer Trennung viel besser als wenn du noch mitten in der Beziehung steckst. Mit etwas Distanz werden dir vielleicht Muster auffallen, die du vorher nicht sehen konntest. Dann kannst du sie verstehen lernen und dir merken, dass du das in einer Beziehung nicht mehr brauchst und nie wieder willst.

Next!

Dann checkst du den Markt mit deiner neuen Liste und suchst denjenigen, bei dem du das Meiste abhaken kannst. Easy, right? Wieso will das dann einfach nicht klappen?! Ich bin mittlerweile im Besitz einer klitzekleinen Liste – ich habe wirklich keine übertriebenen Anforderungen – mit der ich in die weite Welt hinaus gezogen bin. Mit einigen ziemlich ungesunden Beziehungen im Schlepptau wollte ich eigentlich nur keine (selbst)destruktive Beziehung mit einem Ego-Tripper mehr. Dann großes Verliebt-Sein, Rosarote Brille, Gedanken wie ‚Er könnte es sein.‘, Hoffnung – Schuppen fallen von den Augen, Ent(-)täuschung, Trennung. Und wieder geht’s von vorne los! Dieses Mal hoffentlich mit einer etwas größeren Portion Selbst-Bewusstsein.

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