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Studentin sitzt verzweifelt zwischen Büchertürmen zum Thema Überforderung im Studium vermeiden!

Überforderung im Studium vermeiden: Tipps

Wenn mal wieder 3 Prüfungen auf einen Tag fallen, nebenbei 4 Hausarbeiten anstehen, die Semesterferien voller Praktika sind und der Nebenjob dich auch noch fordert, macht sich ganz selbstverständlich die Überforderung breit. Doch sie kann auch schon viel früher und unter weitaus weniger Druck enstehen. Wenn auch du dich in deinem Studium überfordert fühlst, solltest du dir dringend unsere Tipps zur Vermeidung von Überforderung anschauen!

Wie entsteht Überforderung?

Wenn die Anforderungen in deinem Studium so hoch sind, dass sie gewisse Ängste auslösen und du das Gefühl hast, einfach nicht alles zu schaffen, spricht man von Überforderung. Dann ist einfach alles zu viel. Dauer Stress, Versagensängste und Demotivation werden dann zu ständigen Begleitern. Das ist nicht nur wahnsinnig anstrengend, sondern kann sogar zu körperlichen Beschwerden und Depressionen führen. Deshalb solltest du der Überforderung dringend vorbeugen oder zumindest rapide dagegen vorgehen, wenn du sie bei dir selbst bemerkst.

Überforderung – vorbeugende Maßnahmen

Stundenplan

Der erste Schritt, um Überforderung zu vermeiden ist das genaue Bearbeiten deines Stundenplans. Du solltest unbedingt darauf achten, ihn nicht zu voll zu packen. Wichtig dabei ist es, deine Situation einschätzen zu können. Musst du beispielsweise einen Nebenjob ausführen, solltest du das bei der Planung unbedingt bedenken. Plane dein Studium so gut es geht Semester für Semester durch. Überlege dir, welche Vorlesungen/Seminare welche Prüfungsleistungen verlangen und richte deinen Stundenplan danach aus.

Du kannst dich außerdem bei deiner Studienberatung darüber informieren, was die Minimalanforderungen für deinen Studiengang sind. Erhältst du BAföG, kannst du dir auch dort Informationen dazu einholen, welche Leistungen dafür notwendig sind. Versuche, nur das Mindeste zu belegen und zu tun, ansonsten stresst du dich nur unnötig.

Wochenpläne und Nacharbeiten

Neben deinem Stundenplan solltest du dir am besten noch einen Wochenplan erstellen. So behältst du mit Sicherheit den Überblick und es wird dich so schnell nichts überraschen. Vergisst du nämlich einmal eine Aufgabe und sie fällt dir erst wieder ein, wenn es schon fast zu spät ist, ist die Überforderung garantiert.

Dein Wochenplan sollte immer auch Zeit zum Nachbearbeiten deiner Vorlesungen und Seminare beinhalten. Auch wenn es ziemlich schwer sein kann, die Nachbearbeitung einzuhalten, solltest du es auf jeden Fall tun. Fasse am Abend nach der Uni zusammen, was tagsüber behandelt wurde. Somit wirst du weitaus weniger gestresst in die Prüfungsphase gehen, weil du zum einen keine Zusammenfassungen oder Karteikarten mehr schreiben musst und den Stoff bereits zwei Mal gesehen hast.

Prioritäten setzen

Kommt es doch einmal dazu, dass du nicht alles unter einen Hut bekommst, ist es enorm wichtig, die richtigen Prioritäten zu setzen. Diese bestimmst du allein für dich. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du weniger wichtige Dinge verschiebst oder ganz weg lässt. Du musst nicht immer alles schaffen. Es ist vollkommen in Ordnung, spontan und entgegen deines Plans auf deine Bedürfnisse einzugehen, um Stress zu vermeiden!

Kommilitonen

Solltest du in die Situation kommen, dass du nicht weißt, wie du etwas schaffen sollst oder dir einiges über den Kopf zu wachsen scheint, ist es immer hilfreich, sich mit Kommilitonen auszutauschen. Sie sind mit Sicherheit in einer ähnlichen Situation wie du es gerade bist. Und vielleicht haben sie für sich bereits Strategien gefunden, mit dem Stress umzugehen, auf die du noch nicht gekommen bist.

Es kann auch hilfreich sein, sich die Arbeit zur Vorbereitung auf eine Prüfung etc. in einer Arbeits- oder Lerngruppe aufzuteilen. Daraus profitiert jeder! Außerdem ist es weitaus wahrscheinlicher, in Panik zu verfallen, wenn du alleine zuhause am Schreibtisch sitzt, als wenn du mit anderen zusammen bist. Du bekommst so zusätzlich die Gelegenheit, zu sehen, wie weit die anderen sind. Beziehungsweise werdet ihr dann alle auf dem gleichen Stand sein. Das wirkt beruhigend und verhindert Spekulationen á la „ich bin bestimmt wieder weit hinter den anderen im Zeitplan – ich schaffe das nicht!“

Pausen

Pausen sind enorm wichtig, um Überforderung zu vermeiden! Am besten planst du sie fest in deinen Wochenplan mit ein, um sicher zu stellen, dass du sie auch wirklich nicht vernachlässigst. Denn beschäftigst du dich durchgehend mit den Dingen, die dir Stress bereiten, ohne etwas anderes zu tun, übernehmen sie dich komplett. Deshalb sollten Pausen für dich eine sehr hohe Priorität haben. Sie sollten für keine Aufgabe verschoben oder weggelassen werden.

Verbringe deine Pausen mit etwas, das dir wirklich Spaß macht und was dich vom Studium bedingten Stress ablenkt. Treffe dich mit Freunden, entspanne dich bei Yoga oder beim Lesen eines guten Buches. Setze deiner Fantasie keine Grenzen und genieße dein Leben ein wenig! 🙂

Realistische Ziele und Anforderungen

Deine Anforderungen und Erwartungen an dich selbst sollten auf keinen Fall zu hoch sein. Lass dich dabei auf keinen Fall von außen beeinflussen. Die Erwartungen deiner Eltern, anderer Familienmitglieder etc. können dir ganz egal sein, denn sie alle können deine individuelle Situation gar nicht ganz kennen, weswegen sie auch niemals realistische Anforderungen an dich stellen könnten. Du allein kennst deine Fähigkeiten und Probleme. Sei ehrlich mit dir selbst, über- oder unterschätze dich nicht und leite daraus deine Ziele ab.

Erste Anzeichen dafür, dass du überfordert bist:

  • Kopfschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Bauch- / Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit
  • Häufige Müdigkeit
  • Ängste (zu versagen, vor Prüfungen, etc.)
  • Depression

Stellst du bei dir selbst einige oder sogar alle dieser Symptome fest, solltest du dringend etwas ändern. Du kannst es mit den oben beschriebenen Tipps versuchen, solltest dir aber dennoch zusätzlichen Rat einholen. Erste Anlaufstellen hierfür sind Studienberatung oder psychologische Beratung an deiner Universität. Die meisten Unis bieten außerdem Seminare und Workshops zu Themen wie Zeitmanagement, das Lernen lernen, Stressbewältigung etc. an.

Überforderung ist in jedem Fall ernst zu nehmen. Bist du von Symptomen geplagt, scheue dich auch nicht, professionelle Hilfe in Form von Psychotherapie anzunehmen! Das zeugt in keinem Fall von Schwäche, sondern von Stärke. Denn du hast ein Problem erkannt und hast den Mut dazu, dich ihm zu stellen und gezielt dagegen vorzugehen!

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