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Studenten kniet überfordert auf dem Bett mit Tablet, Kaffeetasse und Handy zum Thema lernen anfangen jetzt!

Mit dem Lernen anfangen – jetzt!

Wächst dir auch mal wieder alles über den Kopf? Zu viele Prüfungen auf einmal, dazu noch Hausarbeiten, Projekte, Praktika? So viel Druck kann lähmend wirken. Wenn du gefühlt vorm Mount Everest stehst, fällt es oft schwer, den ersten Schritt zu machen. Wenn du also auch gerade vor deinen Prüfungsunterlagen sitzt und einfach keinen Anfang findest, haben wir genau die richtigen Tipps für dich, um endlich mit dem Lernen zu beginnen!

Aller Anfang ist schwer – aber nicht unmöglich!

Wir alle neigen dazu, zu prokratsinieren – vor allem, wenn einfach viel zu viel zu tun ist! Bist du dir allerdings darüber bewusst, dass du gerade am Aufschieben bist, hast du quasi den ersten Schritt schon gemacht! Sehr gut! Nun geht es also ans Eingemachte.

Der Plan

Sitzt du einfach an deinem Schreibtisch oder in der Bib mit all deinen Lernmaterialien vor dir und weißt nicht einmal, welches Fach du zuerst lernen sollst? Das ist dein erster Fehler! Du wirst nicht handeln, bevor du dir keinen konkreten Plan zurecht gelegt hast. Ohne Plan oder Struktur ist alles wirr in deinem Kopf. Du kannst es dir wie einen ordentlich verknoteten Kabelsalat vorstellen. Nimmst du das ganze Knäuel jetzt in die Hand und zerrst wie wild an unterschiedlichen Kabeln herum, machst du es höchstwahrscheinlich nur schlimmer.

Versuche deshalb zu erkennen, welches Kabel wohin führt und konzentriere dich zunächst nur auf eines! Das machst du auch mit deinem Lernstoff. Sortiere nach Priorität – z.B. fängst du damit an, was am umfangreichsten ist oder mit der Prüfung, die du als erstes schreibst. Mache dir einen konkreten Plan, wann du was lernen möchtest. Das vereinfacht das Anfangen enorm!

Lernen – Realistische Ziele

Zu hohe Erwartungen oder Anforderungen lösen enormen inneren Druck aus, der wiederum zur Blockade wird. Versuche daher, dir immer realistische Ziele zu setzen. Hast du dir beispielsweise vorgenommen, den kompletten Stoff zusammen zu fassen oder auf Karteikarten zu schreiben, bevor du mit dem tatsächlichen Lernen beginnst, weißt aber eigentlich, dass die Zeit dafür nie im Leben reicht: plane um!

Du kannst dafür deinen erstellten Zeitplan noch einmal durchgehen und alles unnötige, zeitfressende streichen. Stelle dir die Frage, was du wirklich unbedingt machen musst, um ein gutes Prüfungsergebnis zu erzielen. Musst du wirklich das ganze Buch lesen oder reicht es, wenn du nur einige Kapitel durchgehst? Musst du alles bis ins letzte Detail verstanden haben oder reicht es für die Multiple Choice Klausur auch, wenn du dir das Wissen etwas oberflächlicher aneignest?

Ziele verschriftlichen

Damit du beim Lernen nicht den Fokus verlierst, solltest du dir deine Lernziele auf jeden Fall aufschreiben! Das hilft dir außerdem dabei, den vorher erstellten Plan auch wirklich einzuhalten. Hake ab, was du schon erledigt hast und belohne dich auch gerne für erreichte Ziele. Das steigert nicht nur die Motivation, sondern schafft auch einen Anreiz, überhaupt mit dem Lernen anzufangen.

Am besten ist es, wenn du dir deine Ziele auf ein Stück Papier schreibst und dieses dann an deinem Lernort so platzierst, dass du sie immer vor Augen hast. Dadurch hast du immer genau im Blick, was du dir vorgenommen hast und die Ziele werden zu etwas Realistischem statt nur eine grobe Vorstellung in deinem Kopf zu bleiben.

Verbindlichkeit schaffen

Sollte es dir nicht reichen, deine Ziele lediglich vor Augen zu haben, kannst du dir auf andere Arten gewisse Verbindlichkeiten schaffen. Du kannst beispielsweise einen Vertrag mit dir selbst schließen, indem du schriftlich festhältst, welche Aufgaben du bis wann erledigt haben musst. Ist dir auch das noch zu wenig „Druck“, kannst du den Vertrag auch mit Freunden oder Kommilitonen schließen. Du musst nur aufpassen, dass deine Ziele wirklich realistisch sind, sonst wird der Druck schnell zu hoch und bewirkt wieder das Gegenteil.

Baby steps

Erscheint dir das Lernmaterial zu umfangreich, kann das sehr demotivierend wirken. Das ist dann genau der Berg, dessen Erklimmung zunächst einmal unmachbar scheint. In diesem Fall hilft es enorm, in kleinen Schritten zu denken. Teile dir den Stoff auf und lege Baby steps fest, mit denen du dein Ziel auch wirklich erreichst. Das nimmt die Angst vor der Aufgabe und hilft dir dabei, den Fokus weg von der Masse und auf die einzelnen Teilschritte zu legen, die sehr wohl machbar sind.

Der richtige Lernort

Der Ort, an dem du lernen möchtest, trägt erheblich dazu bei, ob du überhaupt den ersten Schritt machen kannst oder nicht. Sitzt du zuhause am Schreibtisch und kannst einfach nicht mit dem Lernen anfangen, wirken Ablenkungen aller Art auf einmal sehr, sehr, sehr attraktiv. Du könntest ja echt mal wieder dein Zimmer aufräumen! Und wenn du schon dabei bist, organisierst du deinen Schreibtisch um, denn so kann ja niemand lernen!

Das sind alles nur Ausreden und Maßnahmen zum Prokrastinieren. Je mehr Möglichkeiten zur Ablenkung du um dich herum hast, desto schwerer wird es dir fallen, mit dem Lernen zu beginnen. Suche dir daher einen Ort, an dem du möglichst nicht abgelenkt wirst. Im Sommer kann das ein gemütlicher Platz im Freien sein. Zu kälteren Jahreszeiten eignet sich die Bib dafür hervorragend. Du solltest dann nur darauf achten, dass du die typischen Ablenker wie Handy etc. nicht mit dort hin nimmst.

Kommilitonen können helfen

Wenn du wirklich keinen Schimmer hast, wo du überhaupt ansetzen sollst, kann es sehr hilfreich sein, dich mit Kommilitonen abzusprechen, die die gleiche Prüfung schreiben müssen. Das gibt dir Aufschluss darüber, mit welchem Thema sie beispielsweise angefangen haben. Sie können dir mit Sicherheit auch hilfreiche Tipps dazu geben, wie sie ihre Lernblockade überwunden haben und mit welchen Tricks sie arbeiten.

Du musst hier allerdings ein bisschen aufpassen, denn zu viel Vergleichen schadet der eigenen Motivation. Lass dich nicht davon beirren, wenn jemand anderes schon vermeintlich weiter ist als du es bist. Vielleicht hat derjenige nur mit einem anderen Thema angefangen oder hat noch mehr Prüfungen und muss sich deshalb noch mehr sputen. Tipps kassieren ist also okay, einen Wettbewerb daraus machen wird dich allerdings wieder am Lernen hindern.

Kurze Etappen

Beim Gedanken an einen ganzen Tag in der Bib oder vor deinem Schreibtisch, kann es sehr gut möglich sein, dass du deine Motivation gänzlich verlierst oder sie gar nicht erst aufkommen will. Dann tritt die Überforderung bereits auf, bevor du überhaupt angefangen hast. Du solltest dir daher konkrete Aufgaben suchen, die du in kurze Etappen packen kannst. Diese sollten nicht länger als 5-10 Minuten dauern.

Das hat den Vorteil, dass du das Lernmaterial automatisch in kleine Häppchen einteilen musst, die dir das Lernen erheblich erleichtern. Zum anderen steht das Lernen nicht wie ein unüberwindbarer Berg vor dir. Dadurch wird es dir leichter fallen, anzufangen. Des weiteren verarschst du dich mit dieser Methode quasi selbst. Denn wenn du die kleine Etappe geschafft hast, ist es sehr unwahrscheinlich, dass du danach aufhören wirst zu lernen. Denn dann ist der Anfang gemacht und du kannst genauso gut noch ein bisschen weiterlernen.

Lernen – etwas Druck schadet nicht

Zu viel Druck lähmt, etwas Druck kann motivieren – du musst es nur richtig machen! Die Zauberwörter lauten auch hier wieder: realistische Ziele. Hast du diese festgelegt, kannst du dir ein wenig Druck erlauben, um diese zu erreichen. Du kannst beispielsweise deinen Mitbewohnern davon erzählen, welche Ziele du bis wann erreicht haben möchtest. Oder du machst mit einem Kommilitonen einen festen Zeitpunkt aus, an dem ihr euer Wissen gegenseitig testet. Dazu solltest ihr allerdings vorher festlegen, was genau ihr jeweils können müsst.

Sei dein eigener Cheerleader

Wenn du dich mit den folgenden Aussagen identifizieren kannst, solltest du schleunigst etwas ändern:

  • Das schaffe ich eh nicht!
  • Das ist viel zu viel Stoff!
  • Ich komme heute eh wieder zu nichts!
  • Ich lasse mich viel zu leicht ablenken!
  • Ich habe überhaupt keine Lust zu lernen!

Sätze wie diese haben nur einen einzigen Zweck: sie demotivieren. Du solltest mit einer gesunden Portion Optimismus ans Lernen heran gehen und dir immer vor Augen halten, dass du alles schaffen kannst. 🙂 Wenn du dich dabei ertappst, dich im Geiste mal wieder selbst runter zu ziehen, ersetze die negativen Mantras doch einfach durch positive. Sage dir beispielsweise: Wenn ich es heute schaffe, dies und jenes zu lernen, werde ich heute Abend stolz auf mich sein! Oder: Im letzten Semester war ich viel später dran mit Lernen und da habe ich es auch geschafft! Werde zu deinem eigenen Cheerleader und du wirst das Ding schon rocken! 😉

 

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